Davor Dominiković
Davor Dominiković (* 7. April 1978 in Metković, Jugoslawien) ist ein kroatischer Handballtrainer und ehemaliger Handballspieler.
Spielerkarriere
Verein
Dominiković spielte in seiner Heimat beim RK Metković und beim RK Zagreb. Mit dem Hauptstadtklub gewann er 1998 und 1999 die kroatische Meisterschaft und den Pokal. Zudem erreichte er in der EHF Champions League 1997/98 und 1998/99 das Finale, das jeweils gegen den FC Barcelona verloren wurde. Im Anschluss kehrte er zurück zu Metković, mit dem er im EHF-Pokal 1999/2000 die SG Flensburg-Handewitt im Finale aufgrund der Auswärtstorregel besiegte. Auch in der folgenden Saison stand er im Endspiel um den EHF-Pokal 2000/01, wo Metković dem SC Magdeburg unterlag. In der heimischen Liga wurde der Titel in der Saison 2001/02 nachträglich aberkannt.<ref>www.bundesligainfo.de Titelträger Kroatien abgerufen am 24. Juni 2022.</ref>
Von 2002 bis 2004 lief er für die Bundesligisten THW Kiel und SG Kronau/Östringen auf. Im Sommer 2004 wechselte er zum spanischen Zweitligisten Algeciras BM, wo er schon im November 2004 vom FC Barcelona abgeworben wurde.<ref name="thw1">THW Kiel: Dominiković wechselt zu San Antonio, abgerufen am 2. September 2019.</ref> Mit Barcelona gewann er in seinem dritten Anlauf die Champions League sowie 2006 die spanische Meisterschaft. Zur Saison 2006/07 wechselte er zu Portland San Antonio, wo er einen Vertrag bis 2010 besaß.<ref name="thw2">THW Kiel: Davor Dominiković verlängert bei San Antonio, abgerufen am 2. September 2019.</ref> Anschließend unterschrieb der linke Rückraumspieler einen Vertrag beim französischen Erstligisten Paris HB. Nach nur einer Saison in Paris schloss er sich dem Ligarivalen US Ivry HB an.<ref name="frankreich">handball-world.com: Davor Dominiković wechselt innerhalb Frankreichs</ref> Im Sommer 2013 löste er seinen Vertrag mit Ivry und unterschrieb einen Vertrag beim HSV Hamburg,<ref>handball-world.com: Kommt ein Weltmeister und Olympiasieger nach Hamburg?</ref><ref>abendblatt.de: HSV verpflichtet Olympiasieger Davor Dominikovic, abgerufen am 4. Januar 2016.</ref> wo er fast ausschließlich in der Abwehr eingesetzt wurde. Im November 2015 wechselte er zum HBW Balingen-Weilstetten, wo er 2017 seine Karriere als Spieler beendete.<ref>handball-world.com: „Wird eine wichtige Rolle spielen“ – Balingen bestätigt Verpflichtung von Dominiković vom 6. November 2015, abgerufen am 6. November 2015.</ref>
Nationalmannschaft
Mit der kroatischen Nationalmannschaft gewann er die Weltmeisterschaft 2003 in Portugal und eine Goldmedaille bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen. Er hat in insgesamt 174 Länderspielen 205 Tore erzielt.
Kurz vor der Weltmeisterschaft 2007 stand Dominiković unter Dopingverdacht, da seine A-Probe ein positives Ergebnis lieferte. Jedoch stellte sich kurze Zeit später heraus, dass das untersuchende spanische Labor die Proben verwechselt hatte, wodurch seine Unschuld bewiesen war.<ref>archiv.thw-handball.de: „Dopingfall“ Dominikovic: Kroate entlastet und ab sofort spielberechtigt, abgerufen am 2. September 2019.</ref> 2014 wurden ihm dafür vom obersten spanischen Gerichtshof 150.000 Euro Schadensersatz zugesprochen.<ref>handball-world.com: Nach siebeneinhalb Jahren: Dominiković erhält Anspruch auf Schadensersatz vom 9. Juni 2014, abgerufen am 9. Juni 2014</ref>
Trainerkarriere
Im Sommer 2017 beendete Dominiković seine Karriere und übernahm das Co-Traineramt des kroatischen Erstligisten RK Dubrava.<ref>crosport.hr: Hrvatske rukometne legende preuzele Dubravu: Davor Dominiković pomoćnik Vladi Šoli! vom 8. August 2017, abgerufen am 18. September 2017.</ref> Ab der Saison 2018/19 trainierte er den Ligakonkurrenten MRK Sesvete.<ref>handball-world.news: Früherer HBL-Profi Dominikovic erstmals Cheftrainer vom 23. Mai 2018, abgerufen am 23. Mai 2018.</ref> Ebenfalls 2018 übernahm er das Traineramt der kroatischen U21-Nationalmannschaft.<ref>icv.hr: KRUNA ODLIČNE GODINE VIRO VIROVITICE Luka Moslavac pozvan u juniorsku reprezentaciju Hrvatske vom 14. Dezember 2018, abgerufen am 31. Mai 2020.</ref> Nachdem MRK Sesvete einen missratenen Start in die Saison 2019/20 erwischt hatte, trat Dominiković im November 2019 von seinem Traineramt zurück.<ref>sesvete-danas.hr: Davor Dominiković više nije trener Sesveta vom 4. November 2019, abgerufen am 31. Mai 2020.</ref> Zur Saison 2020/21 übernahm er den deutschen Drittligisten TuS Vinnhorst.<ref name="vinnhorst">handball-world.news: TuS Vinnhorst präsentiert Olympiasieger Davor Dominikovic als neuen Chefcoach vom 26. August 2020, abgerufen am 26. August 2020.</ref> Unter seiner Leitung stieg Vinnhorst im Jahr 2023 in die 2. Bundesliga auf.<ref>sportbild.bild.de: Millionär sorgt für Zweitliga-Aufstieg vom 29. Mai 2023, abgerufen am 28. Juli 2023.</ref> Ein Jahr später trat er mit der Mannschaft den Gang in die Drittklassigkeit an. Nach der Saison 2024/25 verließ er den TuS Vinnhorst.<ref>handball-world.news: TuS Vinnhorst kündigt Trainerwechsel an vom 16. Dezember 2024, abgerufen am 16. Dezember 2024.</ref> Im November 2025 übernahm er den Zweitligisten TuS N-Lübbecke.<ref>handball-world.news: N-Lübbecke trennt sich von Trainer Przybecki, Nachfolger schon fix vom 19. November 2025, abgerufen am 19. November 2025.</ref>
Erfolge
Spieler
- Kroatischer Meister mit RK Zagreb 1998 und 1999
- Kroatischer Pokalsieger mit RK Zagreb 1998 und 1999 sowie RK Metković 2001 und 2002
- EHF-Pokalsieger 2000
- EHF-Pokalfinalist 2001
- EHF-Champions-League-Sieger 2005
- Champions-League-Finalist 1998 und 1999
- Spanischer Meister 2006
- Weltmeister 2003
- Vizeweltmeister 2005
- Olympiasieger 2004
- Vizeeuropameister 2008
Trainer
- U-21-Vizeweltmeister 2019<ref name="vinnhorst" />
Bundesligabilanz
| Saison | Verein | Spielklasse | Spiele | Tore | 7-Meter | Feldtore |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2002/03 | THW Kiel | Bundesliga | 33 | 62 | 0 | 62 |
| 2003/04 | SG Kronau/Östringen | Bundesliga | 31 | 122 | 20 | 102 |
| 2013/14 | HSV Hamburg | Bundesliga | 32 | 14 | 0 | 14 |
| 2014/15 | HSV Hamburg | Bundesliga | 29 | 4 | 0 | 4 |
| 2015/16 | HBW Balingen-Weilstetten | Bundesliga | 18 | 0 | 0 | 0 |
| 2002–2016 | gesamt | Bundesliga | 143 | 202 | 20 | 182 |
Weblinks
- Davor Dominiković auf der Website des THW Kiel
- Vorlage:Olympedia
- Davor Dominiković in der Datenbank der Europäischen Handballföderation (englisch)
Einzelnachweise
<references />
16 Fredrik Genz | 32 Leon Grabenstein | 2 Jó Gerrit Genz | 4 Max Santos | 5 Lutz Heiny | 6 Manuel Hörr | 10 Tjorven Sturhahn | 11 Kasper Haugen Furu | 14 Alexander Schulze | 17 Jacob Lundahl | 19 Yannick Dräger | 23 Niko Blaauw | 24 Sven Weßeling | 25 Henri Pabst | 29 Bence Hornyák | 35 Patrik Blazicko | 96 Tim Roman Wieling | Trainer: Davor Dominiković | Co-Trainer: Sebastian Redeker
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Dominiković, Davor |
| KURZBESCHREIBUNG | kroatischer Handballspieler und -trainer |
| GEBURTSDATUM | 7. April 1978 |
| GEBURTSORT | Metković, SFR Jugoslawien |
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Handballtrainer (Kroatien)
- Handballtrainer (TuS N-Lübbecke)
- Handballnationalspieler (Kroatien)
- Handballspieler (RK Metković)
- Handballspieler (RK Zagreb)
- Handballspieler (THW Kiel)
- Handballspieler (Handball Sport Verein Hamburg)
- Handballspieler (FC Barcelona)
- Handballspieler (SDC San Antonio)
- Handballspieler (HBW Balingen-Weilstetten)
- Olympiasieger (Handball)
- Weltmeister (Handball)
- Olympiateilnehmer (Kroatien)
- Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 2004
- Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 2008
- Kroatischer Meister (Handball)
- Spanischer Meister (Handball)
- Rückraumspieler
- Kroate
- Geboren 1978
- Mann