David Fischer (Verwaltungsjurist, 1873)
Johann David Fischer (* 23. März 1873 in Berlin; † 4. Januar 1934 ebenda) war deutscher Jurist, Verwaltungsbeamter und Politiker.
Leben
Nach dem Studium der Rechtswissenschaften und dem Referendariat trat Fischer in den preußischen Justizdienst ein und war zeitweise im Handelsministerium tätig. Er wurde Landrat in Gummersbach bis 1911 und ging dann wieder nach Berlin, zuerst in das Handelsministerium, später kam er in das preußische Finanzministerium.
Während des Ersten Weltkriegs war er Chef des Feldeisenbahnwesens in Rumänien, im Generalgouvernement Warschau und Ober Ost. 1918 wurde er Leiter des Verwaltungsamtes Demobilmachung.<ref>Akten der Reichskanzlei. Abgerufen am 12. November 2016.</ref> 1921 wurde er als Staatssekretär nach Paris zur Reparationskommission entsandt; er bemühte sich dort, die Reparationsleistungen für das Deutsche Reich erträglicher zu machen. Bis 1926 war er weiter als Staatssekretär im Reichsfinanzministerium tätig, dann bekam er den Abschied, weil es keine zwei Staatssekretäre in einem Ministerium geben sollte. Von da an leitete er die Aufsichtsräte der Reichsgesellschaften Vereinigte Aluminium-Werke und VIAG.<ref>Peter Josef Belli: Das Lautawerk der Vereinigte Aluminium-Werke AG (VAW) von 1917 bis 1948. Ein Rüstungsbetrieb in regionalen, nationalen, internationalen und politischen Kontexten. (zugleich ein Beitrag zur Industriegeschichte der Niederlausitz). Lit Verlag, Münster/W. 2012, ISBN 978-3-643-11716-8 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> Zudem wurde er Mitglied des Verwaltungsrats der Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft.<ref>Eberhard Kolb: Die Reichsbahn vom Dawes-Plan bis zum Ende der Weimarer Republik. In: Lothar Gall, Manfred Pohl (Hrsg.): Die Eisenbahn in Deutschland. Von den Anfängen bis zur Gegenwart. C.H.Beck, München 1999, ISBN 3-406-45817-3, S. 120, 128/129</ref>
David Fischer starb am 4. Januar 1934, kurz bevor er vom Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums als „Halbjude“ erfasst werden konnte, im Alter von 60 Jahren in Berlin. Er hinterließ seine Frau und sieben Kinder. Fischer wurde auf dem Friedhof Dahlem beigesetzt. Das Grab ist nicht erhalten.<ref>Hans-Jürgen Mende: Lexikon Berliner Begräbnisstätten. Pharus-Plan, Berlin 2018, ISBN 978-3-86514-206-1, S. 568–569.</ref>
Während seines Studiums wurde er 1891 Mitglied der Burschenschaft Germania Tübingen.
Literatur
- Helge Dvorak: Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft. Band I: Politiker. Teilband 2: F–H. Winter, Heidelberg 1999, ISBN 3-8253-0809-X, S. 32–33.
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
Vorlage:Klappleiste/Anfang Franz Garenfeld (1819–1824) | Friedrich Reinshagen (1824–1825) | Karl Ernst von Ernsthausen (1825–1847) | Friedrich Reinshagen (1847) | Wilhelm von Arnim (1847–1848) | Friedrich Reinshagen (1849–1850) | August Reinhold Kaiser (1850–1874) | Julius Friedrich Siegismund Tschirschnitz (1866–1867) | NN. Everhahn (1874) | Fritz von Sybel (1874–1885) | Richard Haldy (1885–1899) | Paul Kirschstein (1899–1907) | David Fischer (1907–1910) | Gustav Haarmann (1911–1932) Vorlage:Klappleiste/Ende
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Fischer, David |
| ALTERNATIVNAMEN | Fischer, Johann David (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Jurist, Verwaltungsbeamter und Politiker |
| GEBURTSDATUM | 23. März 1873 |
| GEBURTSORT | Berlin |
| STERBEDATUM | 4. Januar 1934 |
| STERBEORT | Berlin |
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- Person (Reichsfinanzwesen)
- Staatssekretär (Weimarer Republik)
- Landrat (Kreis Gummersbach)
- Burschenschafter (19. Jahrhundert)
- Geheimer Oberregierungsrat
- Behördenleiter
- Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)
- Aufsichtsratsvorsitzender (Deutschland)
- Deutscher
- Geboren 1873
- Gestorben 1934
- Mann
- Mitglied des Verwaltungsrats der Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft