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Dave (Sänger)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Dave (2012)

Dave, auch Dave Levenbach, eigentlich Wouter Otto Levenbach (* 4. Mai 1944 in Amsterdam) ist ein niederländischer Sänger und Fernsehmoderator, der seit den 1970er Jahren in Frankreich bekannt ist, wo er seit Mitte der 1960er Jahre lebt. Sein größter internationaler Plattenerfolg war Dansez maintenant, eine französischsprachige Version des Glenn-Miller-Klassikers Moonlight Serenade.<ref>Songfakten mit Hörprobe bei hitparade.ch</ref>

Biografie

Wouter Levenbach, der sich später Dave nannte, stammt aus einer jüdischen Familie, die zum Calvinismus konvertierte. Sein Vater war der Anglistikprofessor Hans Otto Levenbach. Wouter Levenbach begann seine Karriere mit zwanzig Jahren als Frontmann der Combo Dave Rich & the Millionaires, mit der er 1964 eine Single aufnahm; den Vornamen des Dave Rich behielt er als Künstlernamen. 1965 verließ er die Niederlande und wurde in Saint-Tropez Sänger in Bars und Restaurants. 1968 erhielt er einen Schallplattenvertrag, nachdem er den Musikproduzenten Eddie Barclay kennengelernt hatte. Zwei Jahre später nahm er am niederländischen Vorentscheid für den Grand Prix Eurovision de la Chanson (Eurovision Song Contest) teil und wurde mit dem Lied Niets gaat zo snel Dritter. Später im Jahr hatte er einen Hit mit einer niederländischsprachigen Version des Chansons Nathalie, im Original gesungen von Gilbert Bécaud. Ab 1971 spielte er im Musical Godspell.

1974 erhielt er einen Vertrag bei der Schallplattenfirma CBS. Trop beau, seine französische Version des Rubettes-Hits Sugar Baby Love, wurde zum Hit in Frankreich, und mit Vanina, einer französischen Adaption des Del-Shannon-Hits Runaway, hatte er im Januar 1975 seinen ersten Nummer-eins-Hit in Frankreich.<ref>Songfakten mit Hörprobe bei hitparade.ch</ref> Singlehits wie Mon cœur est malade, Dansez maintenant (auch in einer deutschsprachigen Version mit dem Titel Wie schön dich zu seh'n veröffentlicht) und Du côté de chez Swann folgten, und im September 1976 eroberte seine Langspielplatte Tant qu'il y aura die Platz eins in den französischen Langspielplatten-Charts. Diesen Erfolg wiederholte er im Dezember 1978 mit der LP Pour que tu me comprennes. 1975 und 1982 gab er ausverkaufte Konzerte in der Music-Hall Olympia in Paris.<ref>« Music-Hall, Jean-Pierre Thiollet a vu Dave, l'homme qui vend du rêve... », Le Quotidien de Paris, 20-05-1982 (L'Olympia, 1982).</ref> Anfang der 1980er Jahre machte er erste Ausflüge ins Film- und Fernsehgeschäft, weitere musikalische Erfolge blieben unterdessen aus.

Erst in den frühen 1990er Jahren gelang Dave ein Comeback mit neuen Musikaufnahmen, und ab Mitte der 1990er begann seine Karriere im französischen Fernsehen. Zunächst gemeinsam mit der Sängerin Sheila und im folgenden Jahr allein moderierte er die Show Salut les chouchous bei TF1. Er berichtete für das französische Fernsehpublikum von der Hochzeit des niederländischen Kronprinzen Willem-Alexander und kommentierte auf France 3 2000 und 2001 den Eurovision Song Contest sowie für TF1 die Übertragung des Domino Day.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Biografie Dave.] muziekencyclopedie.nl, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 14. Februar 2020 (niederländisch).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

1997 veröffentlichte er seine Autobiographie, Du côté de chez moi, 2003 das Buch Soit dit en passant. In beiden Werken thematisiert er seine Homosexualität, mit der er in den 1960er/1970er Jahren diskret umging; er lebt seit 1970 mit dem Liedtexter Patrick Loiseau zusammen.

Unter dem Namen Dave Levenbach brachte er 2006 das Musikalbum Tout le plaisir a été pour moi heraus. Von 2010 bis 2013 saß er in der Jury der Castingshow La France a un incroyable talent (französische Version von Das Supertalent).<ref>Dave arrête La France a un incroyable talent</ref> Ab 2014 präsentierte er wöchentlich seine Sendung Du côté de chez Dave auf dem öffentlich-rechtlichen Sender France 3.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Du côté de chez Dave (Memento vom 22. August 2015 im Internet Archive) Homepage der Sendung</ref>

Im April 2015 wurde Dave Levenbach zum Ritter des Orden von Oranien-Nassau ernannt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Nederlandse zanger Dave in Parijs geridderd (Memento des Vorlage:IconExternal vom 13. Juli 2017 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.telegraaf.nl, De Telegraaf vom 17. April 2015</ref>

Diskografie (Auswahl)

Datei:Nationale finale van het Eurovisie Songfestival in Scheveningen nr. 17 Dave, Bestanddeelnr 922-1434.jpg
Dave (1969)

Alben

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Weitere Alben

  • 1976: Tant qu’il y aura
  • 1979: Pour que tu me comprennes
  • 2006: Tout le plaisir a été pour moi (als Dave Levenbach)
  • 2019: Souviens-toi d’aimer
  • 2022: Noces d’or – 50 ans de chansons (mit Patrick Loiseau)

Singles

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Weitere Singles

  • 1968: Si je chante
  • 1969: Niets gaat zo snel
  • 1974: Trop beau
  • 1975: Mon cœur est malade
  • 1975: Wie schön dich zu seh’n
  • 1976: Ophélie
  • 1979: Allô Elisa
  • 1980: Maria Magdalena
  • 1990: De eerste keer deed nog pijn (Duett mit Anny Schilder)

Weblinks

Commons: Dave – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Biographie bei fluctuat.net (französisch)
  • Dave auf der Website seines Managements
  • Discodave, mit ausführlicher Diskographie

Einzelnachweise

<references />

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