Das Testament des Dr. Cordelier
| Produktionsland | Frankreich |
|---|---|
| Originalsprache | Französisch |
| Erscheinungsjahr | 1959 |
| Länge | 95 Minuten |
| Altersfreigabe |
|
| Stab | |
| Regie | Jean Renoir |
| Drehbuch | Jean Renoir |
| Produktion | Jean Renoir |
| Musik | Joseph Kosma |
| Kamera | Georges Leclerc |
| Schnitt | Renée Lichtig |
| Besetzung | |
| |
Das Testament des Dr. Cordelier (Originaltitel: Le testament du Docteur Cordelier) ist ein 1959 in Frankreich produzierter Horrorfilm in Schwarzweiß mit Jean-Louis Barrault, der die Erzählung Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde von Robert Louis Stevenson in die Gegenwart adaptierte. Die Rollen des Doktors und seines Alter Egos übernehmen hier Dr. Cordelier und Opale. Produziert wurde der Film für das französische Fernsehen.
Hervorzuheben ist, dass Barrault kaum geschminkt ist, wenn er den Bösewicht Opale mimt: lediglich mit Gummibällchen ausgepolsterte Wangen und eine zerzauste Frisur.
Handlung
Wie sein literarisches Vorbild forscht der zu intimen Beziehungen unfähige Dr. Cordelier in seinem Pariser Labor nach einer Droge zur Aufdeckung der wahren Natur eines Menschen. Er probiert die Droge an sich selbst aus und wird zu Opale, einem zügellosen und hässlichen Bösewicht ohne Gewissen. Meist nachts sucht er Paris heim. So verhöhnt und verletzt er einen Mann mit Krücken, verprügelt ein Mädchen auf offener Straße und erschreckt seinen Kollegen Dr. Severin zu Tode. Cordelier findet mehr und mehr Gefallen an Opale. Als dieser jedoch einen Passanten erschlägt und somit einen Mord begeht, versucht er, von ihm loszukommen. Doch es ist zu spät, und er richtet sich selbst.
Synchronisation
Die deutsche Synchronfassung entstand bei der IFU in Remagen.<ref>Das Testament des Dr. Cordelier. In: Deutsche Synchronkartei. Abgerufen am 7. September 2025.</ref>
| Rolle | Darsteller | Synchronsprecher |
|---|---|---|
| Dr. Cordelier / Opale | Jean-Louis Barrault | Harald Wolff |
| Maître Joly, der Notar | Teddy Bilis | Wolfgang Eichberger |
| Dr. Lucien Séverin | Michel Vitold | Alwin Joachim Meyer |
| Kommissar Lardout | Jacques Dannoville | Addi Furler |
| Hotelchef | Jean-Louis Granval | Wimm Schroers |
| Blaise | Gaston Modot | |
| Botschafter | Jaque Catelain | Alf Marholm |
| Erzähler | N. N. |
Kritiken
„Die mit grimmigem Humor entwickelte Gruselgeschichte war für Renoir vor allem ein Experimentalfilm in Sachen Schauspielerführung. Er drehte geschlossene Szenen als Einheit und nahm sie gleichzeitig mit bis zu acht Kameras auf. Nicht zuletzt diese Methode verursacht die außerordentliche darstellerische Präsenz Barraults.“
„An dieser Version ist interessant und neu Renoirs meisterhafter Einsatz des Schauspielers Jean-Louis Barrault, der sich durch seine gegensätzlichen Eigenschaften als trockener, kalter, starrer Schauspieler und leichter, luftiger, gestischer Mime für die Rolle empfahl. Die Umwandlung ist nicht mehr das Ergebnis einer mehr oder weniger geschickten Maske, sondern einer wirklichen, physischen Veränderung zweier verschiedener Zustände der Materie [...] Nebenbei bemerkt: indem Renoir sich vom Buchstaben der Stevensonschen Erzählung löste, gelang ihm wieder einmal eine Verfilmung, die dem Geist des Schriftstellers näher ist als jede andere.“
Literatur
- Robert Louis Stevenson: Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde (The Strange Case of Dr. Jekyll and Mr. Hyde); Wiesbaden 1955.
- Ronald M. Hahn, Volker Jansen: Lexikon des Science Fiction-Films. Heyne, München 1997, ISBN 3-453-11860-X, S. 890–891.
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
Vorlage:Klappleiste/Anfang Une vie sans joie | Die Tochter des Wassers | Nana | Sur un air de Charleston | Marquitta | Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern | Der Drückeberger | Le Tournoi dans la Cité | Le Bled | On purge bébé | Die Hündin | La Nuit du carrefour | Boudu – aus den Wassern gerettet | Chotard & Co. | Madame Bovary | Toni | Eine Landpartie | Das Verbrechen des Herrn Lange | Das Leben gehört uns | Nachtasyl | Die große Illusion | Die Marseillaise | Bestie Mensch | Die Spielregel | In den Sümpfen | Neun Kinder und kein Vater | Dies ist mein Land | Salute to France | Der Mann aus dem Süden | Tagebuch einer Kammerzofe | Die Frau am Strand | Der Strom | Die goldene Karosse | French Can Can | Weiße Margeriten | Das Testament des Dr. Cordelier | Das Frühstück im Grünen | Der Korporal in der Schlinge | Le Petit théâtre de Jean Renoir Vorlage:Klappleiste/Ende