Das Gericht der Völker
| Produktionsland | Sowjetunion |
|---|---|
| Erscheinungsjahr | 1946 |
| Länge | 62 Minuten |
| Produktionsunternehmen | Zentrales Studio für Dokumentarfilme, Moskau |
| Stab | |
| Regie | Roman Karmen, Jelisaweta Swilowa |
| Musik | A. Gran |
| Kamera | Roman Karmen, Boris Makasejew, Sergei Semjonow, Viktor Schtatland, J. Stalmakov |
Das Gericht der Völker (russischer Originaltitel {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Sud narodow) ist ein 1946 entstandener sowjetischer Dokumentarfilm über den Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher. In der englischen Fassung wird diese Dokumentation als The Nuremberg Trials / Judgement of the People. Nuremberg betitelt.<ref name="cine-holocaust">Eintrag unter Sud narodow in der Cinematographie des Holocaust</ref> Die während des Hauptkriegsverbrecherprozesses gedrehten Aufnahmen wurden nicht nur für die sowjetische Dokumentation Das Gericht der Völker verwandt, sondern auch für die amerikanische Dokumentation Nürnberg und seine Lehre und Wochenschauen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Nürnberg und seine Lehre ( des Vorlage:IconExternal vom 21. Juli 2015 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. bei www.film-suche.de</ref>
Der Regisseur Roman Karmen, ein Frontberichterstatter der Roten Armee und Träger des Stalinpreises, zeigt in diesem Film über die Darstellung des Prozessgeschehens hinaus auch Aufnahmen aus NS-Deutschland und nationalsozialistische Kriegsverbrechen.<ref name="BLZpB">Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Nürnberger Prozess ( des Vorlage:IconExternal vom 24. September 2015 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> Am 13. März 1947 fand in Deutschland die Erstaufführung des Films in Ost-Berlin statt und am 24. Mai 1947 in New York City.<ref name="cine-holocaust" /> Der von der Sovexportfilm an Kinos in der Sowjetischen Besatzungszone verliehene Film, „demonstrierte eine moderne, den Intentionen der sowjetischen Außenpolitik der frühen Nachkriegszeit adäquate filmische Darstellung eines international außerordentlich wichtigen Ereignisses.“<ref>Zitiert bei: Klaus Marxen, Annette Weinke: Inszenierungen des rechts: Schauprozesse, Medienprozesse und Prozessfilme in der DDR. BWV Verlag, Berlin 2006, ISBN 3-8305-1243-0, S. 109.</ref> Die unterschiedliche Bewertung des Filmes spiegelt sich in einer zeitgenössischen Aussage wider:
„Während sich die unter englisch-amerikanischer Lizenz hergestellte Wochenschau 'Welt im Film’ und der gefilmte Abschlußbericht von der Gerichtsverhandlung hauptsächlich auf eine distanzierte stenogrammhafte Berichterstattung aus dem Gerichtssaal beschränkten, wird hier durch Gegenüberstellungen und durch eingeblendete Bildfolgen aus früheren deutschen Wochenschauen sowie aus russischen Bildberichten von der Eroberung Berlins, vom Vormarsch der russischen Armee, von der Befreiung der Konzentrationslager eine Erweiterung des Schauplatzes erreicht.
An die Stelle einer die allgemeine politische Linie verfolgenden Berichterstattung treten das mit einer bestimmten pathetischen Dialektik vorgetragene politische Programm, die auf unmittelbare Wirkung bedachte Plakatierung einer aktiven weltanschaulichen Ideologie. Es ist die gleiche Methodik, die man aus den bereits in Berlin vorgeführten russischen Dokumentarfilmen kennt. Sie leitet sich her von den frühen russischen Revolutionsfilmen, und sie zeigt, daß in dieser Filmgattung konsequent eine filmische Tradition fortgesetzt wird, die in den Unterhaltungsfilmen zugunsten einer bürgerlich konventionellen Darstellung aufgegeben wurde.
Die Wirkungen, die durch diese klare und programmatische filmische Diktion erreicht werden, sind stark. Die Frage bleibt jedoch, ob sie auch ebenso nachhaltig sind.“
Kopien des Films befinden sich im Filmarchiv des Bundesarchivs.<ref name="cine-holocaust" />
Literatur
- Kurt Kersten: Nürnberg im Film, in: Aufbau (New York, NY), Jg. 13, Nr. 12, 6. Juni 1947
- Sowjetische Filme in Deutschland 1945–1948. Presse- und Werbedienst der Sovexportfilm GmbH, Berlin (Hg.), Berlin/Ost: Berliner Verlag GmbH, 1949
- Franz Goldstein (als: Frango): At the Cinema. Nazi Flashbacks, in: The Palestine Post (Jerusalem), Vol. 25, Nr. 7118, 19. September 1949
- Filme des Friedens. Der sowjetische Film im Kampf für den Frieden. Berlin/Ost: Deutscher Filmverlag, 1950
- Roman Karmen: Über die Epoche und mich, in: Filmwissenschaftliche Beiträge (Berlin/Ost), Nr. 1, 1975
- Günter Agde: Gerichtsfilme über Nürnberg 1946. Sud narodow (SU 1946, R: Roman Karmen, Jelisaweta Swilowa) Nürnberg und seine Lehre (USA/D 1948, R: Stuart Schulberg), in: Filmblatt (Berlin), Jg. 7, Nr. 18, Winter/Frühling 2002
- Goergen, Jeanpaul: Atrocity films' – Aufklärung durch Schrecken, in: Filmblatt (Berlin), Jg. 10, Nr. 28, Herbst 2005
Weblinks
- Vorlage:IMDb/1
- Eintrag unter Sud narodow in der Cinematographie des Holocaust des Fritz Bauer Instituts
- Sud narodow auf Youtube
Einzelnachweise
<references />
- Seiten mit Skriptfehlern
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