Danuta Hübner
Danuta Maria Hübner (* 8. April 1948 in Nisko als Danuta Maria Młynarska) ist eine polnische Ökonomin und Politikerin. Sie war von 2009 bis 2024 Mitglied des Europäischen Parlaments. Zuvor war sie unter anderem EU-Kommissarin für Regionalpolitik.
Leben und Beruf
1971 erhielt Danuta Hübner das Diplom in Wirtschaftswissenschaften an der Wirtschaftsuniversität in Warschau. Anschließend war sie mehrere Male Stipendiatin und Gastwissenschaftlerin an ausländischen Universitäten. 1974 promovierte sie, 1980 erfolgte die Habilitation. Seit 1992 ist sie Professorin für Wirtschaftswissenschaften. Sie ist verheiratet und hat zwei Töchter.
Politik
Von 1970 bis 1987 war Danuta Hübner Mitglied in der kommunistischen Polnischen Vereinigten Arbeiterpartei, wurde jedoch erst ab 1994 tatsächlich politisch aktiv, blieb aber parteilos. Von 1994 bis 1996 war sie Staatssekretärin im polnischen Industrieministerium. 1997 wurde sie Chefin der Kanzlei des polnischen Staatspräsidenten und hatte dieses Amt bis 1998 inne. Von 1998 bis 2001 war sie als Deputy Executive Secretary in der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa tätig. Von 2001 bis 2003 war sie Staatssekretärin im polnischen Außenministerium, von 2003 bis 2004 schließlich selbst Ministerin für Europäische Angelegenheiten.
Vom Beitritt Polens in die Europäische Union am 1. Mai 2004 an war Danuta Hübner zusammen mit dem Franzosen Pascal Lamy europäische Handelskommissarin. Am 18. Oktober 2004 wurde sie in der neuen Kommission für Regionalpolitik zuständig. Bei der Europawahl 2009 wurde sie als parteilose Kandidatin auf der Liste der Platforma Obywatelska mit 311.018 Stimmen in das Europäische Parlament gewählt<ref>Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 24. Juni 2025.</ref> und musste deshalb auf ihr Kommissionsamt verzichten; ihr Nachfolger wurde ihr Landsmann Paweł Samecki. Im Parlament blieb sie jedoch im gleichen Politikfeld tätig und wurde zur Vorsitzenden des Ausschusses für regionale Entwicklung gewählt. Im September 2010 war sie an der Gründung der sogenannten Spinelli-Gruppe beteiligt, die sich für den europäischen Föderalismus einsetzt. Bei der Europawahl 2014 wurde sie wiedergewählt<ref>Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 24. Juni 2025.</ref> und war seitdem Vorsitzende im Ausschuss für konstitutionelle Fragen. Bei der Europawahl 2019 konnte sie ihr Mandat auf der Liste des pro-europäischen Wahlbündnisses Koalicja Europejska verteidigen.<ref>Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 24. Juni 2025.</ref> Bei der Europawahl 2024 kandidierte sie nicht erneut.
Auszeichnungen
- 1996 Trägerin des polnischen Ordens Polonia Restituta (Ritter).
- 1997 Trägerin des portugiesischen Ordens für Verdienst.
- 2011 Kaiser-Maximilian-Preis
- 2014 Offizier der Ehrenlegion<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Wert des Parameters
archive-todaymuss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein. auf www.ambafrance-pl.org, abgerufen am 24. Juni 2025.</ref>
Zudem wurde sie 2003 zur Ehrenbürgerin ihrer Heimatstadt Nisko ernannt.
Weblinks
- Der Vorlass von Danuta Maria Hübner ist im Historischen Archiv der Europäischen Union in Florenz hinterlegt worden.
- Interview mit Danuta Hübner: „Die Strukturförderung wird ab 2007 völlig neu geordnet“ (taz, 4. Februar 2006)
- Danuta Hübner in der Abgeordnetendatenbank des Europäischen Parlaments
Einzelnachweise
<references />
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Michel Barnier (bis April 2004) | Frits Bolkestein | Philippe Busquin | David Byrne | Anna Diamantopoulou (bis März 2004) | Franz Fischler | Neil Kinnock | Pascal Lamy | Erkki Liikanen (bis Juli 2004) | Mario Monti | Poul Nielson | Loyola de Palacio | Chris Patten | Romano Prodi | Viviane Reding | Michaele Schreyer | Pedro Solbes (bis April 2004) | Günter Verheugen | António Vitorino | Margot Wallström
Ergänzungen:
Joaquín Almunia (ab April 2004) |
Péter Balázs (ab Mai 2004) |
Jacques Barrot (ab April 2004) |
Joseph Borġ (ab Mai 2004) |
Stavros Dimas (ab März 2004) |
Ján Figeľ (ab Mai 2004) |
Dalia Grybauskaitė (ab Mai 2004) |
Danuta Hübner (ab Mai 2004) |
Siim Kallas (ab Mai 2004) |
Sandra Kalniete (ab Mai 2004) |
Márkos Kyprianoú (ab Mai 2004) |
Janez Potočnik (ab Mai 2004) |
Olli Rehn (ab Juli 2004) |
Pavel Telička (ab Mai 2004)
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Joaquín Almunia | José Manuel Barroso | Jacques Barrot | Joseph Borġ | Stavros Dimas | Benita Ferrero-Waldner | Ján Figeľ (bis Oktober 2009) | Mariann Fischer Boel | Franco Frattini (bis Mai 2008) | Dalia Grybauskaitė (bis Juli 2009) | Danuta Hübner (bis Juli 2009) | Siim Kallas | László Kovács | Neelie Kroes | Márkos Kyprianoú (bis März 2008) | Peter Mandelson (bis Oktober 2008) | Louis Michel (bis Juli 2009) | Andris Piebalgs | Janez Potočnik | Charlie McCreevy | Viviane Reding | Olli Rehn | Vladimír Špidla | Günter Verheugen | Margot Wallström
Ergänzungen:
Catherine Ashton (ab Oktober 2008) |
Karel De Gucht (ab Juli 2009) |
Meglena Kunewa (ab Januar 2007) |
Leonard Orban (ab Januar 2007) |
Paweł Samecki (ab Juli 2009) |
Maroš Šefčovič (ab Oktober 2009) |
Algirdas Šemeta (ab Juli 2009) |
Antonio Tajani (ab Mai 2008) |
Androulla Vassiliou (ab März 2008)
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Hans von der Groeben | Albert Borschette | George Thomson | Antonio Giolitti | Grigoris Varfis | Bruce Millan | Monika Wulf-Mathies | Michel Barnier | Jacques Barrot | Danuta Hübner | Paweł Samecki | Johannes Hahn | Corina Crețu | Elisa Ferreira | Raffaele Fitto
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Hübner, Danuta |
| ALTERNATIVNAMEN | Hübner, Danuta Maria (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | polnische Ökonomin und Politikerin, MdEP, EU-Kommissarin |
| GEBURTSDATUM | 8. April 1948 |
| GEBURTSORT | Nisko, Polen |
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