Dambeck (Salzwedel)
Dambeck Hansestadt Salzwedel
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(170)&title=Dambeck 52° 48′ N, 11° 10′ O
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| Höhe: | 33 m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 13,56 km²<ref name="HOB-12" /> | |||||
| Einwohner: | 170 (31. Dez. 2023)<ref name="EW-2023" /> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 13 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Januar 2003 | |||||
| Postleitzahl: | 29410 | |||||
| Vorwahl: | 03901 | |||||
Lage von Dambeck in Sachsen-Anhalt
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Dambeck ist eine Ortschaft und ein Ortsteil der Hansestadt Salzwedel im Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt.<ref name="Hauptsatzung" />
Geographie
Lage
Das altmärkische Dorf Dambeck, ein Straßendorf mit Kirche, liegt rund fünf Kilometer südlich der Kernstadt Salzwedel in landwirtschaftlich geprägter Umgebung. Die Jeetze fließt östlich des Dorfes. Rund 1,5 Kilometer südlich liegt der Ortsteil Amt Dambeck mit dem Kloster Dambeck.<ref name="DE-ST_SAV">Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)</ref>
Nächstgelegene Ortschaften sind die Salzwedeler Ortsteile Brewitz im Norden und Altensalzwedel im Süden sowie Kuhfelde im Südwesten und Maxdorf im Südosten. Der Ort ist durch die in Ost-West-Richtung verlaufende Dorfstraße geprägt, an der fast alle Häuser liegen. In Dambeck, Amt Dambeck und Brewitz leben insgesamt 320 Einwohner.<ref name="salz">Website der Stadt Salzwedel, abgerufen am 7. Februar 2016</ref>
Ortschaftsgliederung
Die Ortschaft Dambeck besteht aus den Ortsteilen Dambeck, Amt Dambeck und Brewitz.<ref name="Hauptsatzung" />
Geschichte
Mittelalter bis Neuzeit
Im Jahre 1349 wird dominus gotscalcus plebanus in villa dambeke, also der Pfarrer im Dorfe Dambeck, als Zeuge erwähnt.<ref name="Riedel-6" />
Wilhelm Zahn führt die Nennung von dambke im Jahre 1359 als erste Erwähnung des Dorfes auf,<ref name="Zahn-1928" /> ohne Details anzugeben. 1359 wird in einer Urkunde über Adlige in Dambeke berichtet.<ref name="Riedel-16" />
In einem Testament aus dem Jahre 1360 ist die Rede von to dambeke.<ref name="Riedel-14" />
Im Landbuch der Mark Brandenburg von 1375 wird der Ort als Dambeke aufgeführt.<ref name="Landbuch" /> Im Jahre 1804 heißt das Dorf Dambeck oder auch Kirchdambeck.<ref name="Bratring-1" />
Bei der Bodenreform wurden 1945 wurden ermittelt: 34 Besitzungen unter 100 Hektar mit zusammen 499 Hektar Land. Die Kirche hatte 10 Hektar und das Schulgut im Amt Dambeck hatte 267 Hektar. Es wurde seinerzeit von der SMA verwaltet und bewirtschaftet. Im Jahre 1954 entstand die erste Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft vom Typ III, die LPG „Neues Deutschland“.<ref name="HOB-12" />
Eingemeindungen
Ursprünglich gehörte das Dorf zum Salzwedelischen Kreis der Mark Brandenburg in der Altmark. Zwischen 1807 und 1813 lag es im Stadtkanton Salzwedel auf dem Territorium des napoleonischen Königreichs Westphalen. Ab 1816 gehörte die Gemeinde zum Kreis Salzwedel, dem späteren Landkreis Salzwedel.<ref name="HOB-12" />
Am 30. September 1928 wurde der Gutsbezirk Amt Dambeck mit der Landgemeinde Dambeck vereinigt.<ref name="AB-RB-Magdeburg 1928" />
Am 20. Juli 1950 wurde die bis dahin eigenständige Gemeinde Brewitz aus dem Landkreis Salzwedel in die Gemeinde Dambeck eingemeindet.<ref name="2VO-LSA-1950" />
Am 25. Juli 1952 kam die Gemeinde Dambeck zum Kreis Salzwedel.<ref name="Metzler-Poeschel" />
Zum 1. Januar 2003 wurde die Gemeinde Dambeck nach Salzwedel eingemeindet. Gleichzeitig entstand die Ortschaft Dambeck mit den Ortsteilen Dambeck, Amt Dambeck und Brewitz.
Einwohnerentwicklung
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Quelle bis 1993, wenn nicht angegeben:<ref name="HOB-12" />
Religion
Die evangelische Kirchengemeinde Dambeck gehörte zur Pfarrei Dambeck.<ref name="Almanach1903" /> Die Evangelischen aus Dambeck gehören heute zum Pfarrbereich Apenburg im Kirchenkreis Salzwedel im Bischofssprengel Magdeburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.<ref name="Pfarrbereich" />
Politik
Ortsbürgermeisterin
Ulrike Schulz-Wesche ist Ortsbürgermeisterin der Ortschaft Dambeck.<ref name="OR" />
Ortschaftsrat
Bei der Ortschaftsratswahl am 9. Juni 2024 errang die Wählergruppe Dambeck alle 5 Sitze.<ref name="Wahl-2024" />
Es wurden zwei Frauen und drei Männer gewählt. Von 233 Wahlberechtigten hatten 178 ihre Stimme abgegeben, die Wahlbeteiligung betrug damit 76,39 Prozent.<ref name="Wahl-2024" />
Kultur und Sehenswürdigkeiten
- Die Dorfkirche Dambeck wurde in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts als Feldsteinkirche errichtet.
- Der Ortsfriedhof ist auf dem Kirchhof.
- In Dambeck steht vor der Kirche ein Denkmal für die Gefallenen der Kriege des 19. Jahrhunderts und des Ersten und Zweiten Weltkriegs, eine quadratische Säule.<ref name="Denkmalprojekt" />
- Ab 1224 entstand das Kloster Dambeck, das im heutigen Ortsteil Dambeck steht.<ref name="salz" />
Wirtschaft und Infrastruktur
In Dambeck liegt das Gewerbegebiet Salzwedel Süd, in dem ein Stahlrohrhersteller und ein Filterproduzent ansässig sind.<ref>Website der IHK Magdeburg (PDF) abgerufen am 23. September 2012</ref>
Der Ort ist durch Kreisstraßen mit der B 248 im Westen und den Ortsteilen Brewitz und Altensalzwedel verbunden.
Dambeck besaß den Bahnhof Dambeck (Altm) an der Bahnstrecke Salzwedel–Oebisfelde; die Strecke wurde 2002 stillgelegt. Eine Buslinie verbindet seither den Ort mit Salzwedel und Oebisfelde im Zweistundentakt. Die Bahnanlagen sind 2012 vorhanden.
Persönlichkeiten
In Dambeck wurde der deutsche Jurist und Bildungspolitiker Konrad Müller (1912–1979) geboren. Sein Vater, der spätere Bischof Ludolf Hermann Müller, war ab 1909 zeitweise Pfarrer an der Dambecker Kirche.
Der spätere Bauingenieur und Hochschullehrer Ulrich Diederichs wurde ebenfalls in Dambeck geboren.
Sonstiges
Am ehemaligen Bahnhof befindet sich ein Storchennest, in dem regelmäßig Weißstörche brüten.
Literatur
- Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783830522355 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
- Vorlage:BibOCLC
- Vorlage:BibOCLC
Weblinks
- Dambeck, Amt Dambeck und Brewitz auf salzwedel.de
- Dambeck im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie
Einzelnachweise
<references> <ref name="2VO-LSA-1950"> Zweite Verordnung zum Gesetz zur Änderung der Kreis- und Gemeindegrenzen zum 27. April 1950 (GuABl. S. 161). In: Landesregierung Sachsen-Anhalt (Hrsg.): Gesetz- und Amtsblatt des Landes Sachsen-Anhalt. Nr. 18, ZDB-ID 511105-5, S. 278, Abs. 5 (PDF). </ref>
<ref name="AB-RB-Magdeburg 1928"> Regierungsbezirk Magdeburg (Hrsg.): Amtsblatt der Regierung zu Magdeburg. 1928, ZDB-ID 3766-7, S. 216. </ref>
<ref name="Almanach1903"> Vorlage:PfarrAlmanachProvinzSachsen1903 </ref>
<ref name="Bratring-1"> Friedrich Wilhelm August Bratring: Statistisch-topographische Beschreibung der gesammten Mark Brandenburg. Für Statistiker, Geschäftsmänner, besonders für Kameralisten. Hrsg.: Berlin. Band 1, 1804, S. 370 (Digitalisat). </ref>
<ref name="Denkmalprojekt"> Dambeck. In: denkmalprojekt.org. Onlineprojekt Gefallenendenkmäler, 1. April 2018, abgerufen am 10. April 2019. </ref>
<ref name="EW-2015"> Jens Heymann: Kernstadt und Dörfer der Einheitsgemeinde Salzwedel legen zu. In: Altmark Zeitung, Ausgabe Salzwedel. 15. Januar 2016 (az-online.de). </ref>
<ref name="EW-2021"> Alexander Rekow: Salzwedel schrumpft weiter. In: Salzwedeler Volksstimme, Jeetze-Kurier Salzwedel. 11. Januar 2022, DNB 954815971, S. 13. </ref>
<ref name="EW-2023"> Hansestadt Salzwedel (Hrsg.): Salzwedel – Statistik Einwohner/Ort zum Stichtag 31.12.2023 mit Haupt- oder alleiniger Wohnung. 6. August 2024. </ref>
<ref name="EW-2022"> Shannon Lang: Einwohnerzahl steigt wieder. In: Salzwedeler Volksstimme, Jeetze-Kurier Salzwedel. 28. Januar 2023, DNB 954815971, S. 17. </ref>
<ref name="HOB-12"> Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783830522355 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an. </ref>
<ref name="Landbuch"> Johannes Schultze: Das Landbuch der Mark Brandenburg von 1375 (= Brandenburgische Landbücher. Band 2). Kommissionsverlag von Gsellius, Berlin 1940, S. 404 (<templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />uni-potsdam.de ( vom 5. Dezember 2018 im Internet Archive)). </ref>
<ref name="Hauptsatzung"> Hauptsatzung der Stadt Salzwedel. §18 Ortschaftsverfassung (gültig ab 1. Januar 2024). 1. November 2023, abgerufen am 7. August 2024. </ref>
<ref name="Metzler-Poeschel">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3824603217 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>
<ref name="OR"> Hansestadt Salzwedel: Ortschaftsrat Dambeck. In: salzwedel.de. Abgerufen am 8. August 2024. </ref>
<ref name="Pfarrbereich"> Pfarrbereich Apenburg. In: ekmd.de. Abgerufen am 1. Januar 2023. </ref>
<ref name="Riedel-6"> Vorlage:CodexDiplBrandenbgTeilA </ref>
<ref name="Riedel-14"> Vorlage:CodexDiplBrandenbgTeilA </ref>
<ref name="Riedel-16"> Vorlage:CodexDiplBrandenbgTeilA </ref>
<ref name="Wahl-2024"> Bekanntmachung des endgültigen Wahlergebnisses und der Namen der gewählten Bewerberinnen und Bewerber der Gemeinderatswahl und der Ortschaftsratswahlen am 9. Juni 2024 – Ergebnis der Ortschaftsratswahl in Barnebeck. (PDF) Hansestadt Salzwedel, 25. Juni 2024, S. 8–9, abgerufen am 8. August 2024. </ref>
<ref name="SAW-2020"> Hansestadt Salzwedel: Integriertes Stadtentwicklungskonzept 2020. Juni 2015, S. 60 (salzwedel.de [PDF; abgerufen am 5. Mai 2019]). </ref>
<ref name="Zahn-1928"> Vorlage:BibOCLC </ref> </references>
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