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Daisy Cutter (Zünder)

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Datei:BLU-82B Daisy Cutter Bomb.jpg
„Daisy Cutter“-Zünder bei der BLU-82B-Bombe

Ein „Daisy Cutter“-Zünder ({{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=en|SCRIPTING=Latn|SERVICE=englisch}} ‚Gänseblümchenschneider‘) ist ein Verlängerungsrohr, mit dem der Aufschlagzünder einer konventionellen Sprengbombe ausgelöst wird, bevor die Bombe auf dem Boden auftrifft.

Beschreibung

Durch die Zündung dicht über dem Boden wird – ähnlich wie bei Annäherungszündern – eine optimale Wirkung von Druckwelle und Splittern parallel zur Zieloberfläche erreicht. Ähnliche mechanische Abstandszünder wurden bereits im Ersten und im Zweiten Weltkrieg von den Deutschen verwendet (siehe auch Dinort-Stab).

Die „Daisy-Cutter“-Zünder wurden zuerst von den USA im Vietnamkrieg eingesetzt, um mit schweren Bomben, die über dem Boden detonieren, Lichtungen in den Dschungel zu schlagen, ohne große Krater zu erzeugen. Die so geschaffenen freien Flächen genügten, um mit Hubschraubern Soldaten oder Ausrüstung abzusetzen. Entsprechend ihrem Einsatzzweck werden diese Zünder nur für Sprengbomben verwendet, zum Beispiel die US-amerikanischen Mark 81, Mark 82 und Mark 83 (die allerdings im Normalfall mit konventionellen Zündern ausgestattet sind).

Die bekanntesten Anwendungen dieser Technik sind die US-amerikanischen M121 und BLU-82 Commando Vault. Im Gegensatz zu anderen Bomben, die dieses Zündsystem ebenfalls verwenden, wurde die BLU-82 speziell zum Räumen von Lichtungen entwickelt und ist aus diesem Grund auch immer mit einem „Daisy-Cutter“-Zünder ausgestattet, während dieser Zünder bei anderen Bomben nur eine Option ist.<ref>Matt Fratus: The ‘Daisy Cutter’: A Jungle-Evaporating Bomb That Explodes like a Nuke (eingesehen am 12. April 2026).</ref>

Siehe auch

Einzelnachweise

<references />