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Dagur Sigurðsson

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dagur Sigurðsson
Dagur Sigurðsson
Dagur Sigurðsson (2014)
Spielerinformationen
Geburtstag 3. April 1973 (53 Jahre)
Geburtsort Reykjavík, IslandDatei:Flag of Iceland.svg Island
Staatsbürgerschaft IsländerDatei:Flag of Iceland.svg isländisch
Spielposition Rückraum Mitte
Wurfhand rechts
Vereinslaufbahn
von – bis Verein
0000–1996 IslandDatei:Flag of Iceland.svg Valur Reykjavík
1996–2000 DeutschlandDeutschland LTV Wuppertal
2000–2003 JapanJapan Wakunaga Hiroshima
2003–2007 OsterreichDatei:Flag of Austria.svg A1 Bregenz
Nationalmannschaft
Debüt am 17. Oktober 1992 in Reykjavík
gegen AgyptenDatei:Flag of Egypt.svg Ägypten<ref>timarit.is: Handknattleikur vom 17. Januar 2019, abgerufen am 19. Januar 2019.</ref>
  Spiele (Tore)
IslandDatei:Flag of Iceland.svg Island 215 (397)
Stationen als Trainer
von – bis Station
2000–2003 JapanJapan Wakunaga Hiroshima (Spielertrainer)
2003–2007 OsterreichÖsterreich A1 Bregenz (Spielertrainer)
2008–2010 OsterreichDatei:Flag of Austria.svg Österreich
2009–2015 DeutschlandDeutschland Füchse Berlin
2014–2017 DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland
2017–2024 JapanDatei:Flag of Japan.svg Japan
2024– KroatienDatei:Flag of Croatia.svg Kroatien
Stand: 29. Februar 2024

Dagur Sigurðsson [<templatestyles src="IPA/styles.css" />ˈtaɣʏːr̥ ˈsɪɣʏrˌsɔn] (* 3. April 1973 in Reykjavík) ist ein isländischer Handballtrainer und ehemaliger Nationalspieler. Er trainiert die kroatische Männer-Handballnationalmannschaft.

Karriere

Als Spieler

Dagur Sigurðsson spielte anfangs Handball und Fußball. Obwohl er für die isländische U-17-Fußballnationalmannschaft sieben Länderspiele bestritt,<ref name="hm">Ich bin hier, um zu gestalten. handballmagazin.com, Juni 2008, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 18. Dezember 2013; abgerufen am 11. April 2016.</ref><ref>Dagur Sigurðsson. ksi.is, abgerufen am 11. April 2016.</ref> entschied er sich bald, sich komplett dem Handball zu widmen. So wurde er Stammspieler bei Valur Reykjavík, mit dem er fünfmal die isländische Meisterschaft gewann.

1996 wechselte der im mittleren Rückraum spielende Akteur zum deutschen Zweitligisten LTV Wuppertal, mit dem er ein Jahr später in die Bundesliga aufstieg. Mit 24 wurde er Mannschaftskapitän in Wuppertal.<ref>Michael Kölmel: Man kann mich nicht steuern. berliner-zeitung.de, 13. März 2009, abgerufen am 11. April 2016.</ref>

In seiner aktiven Zeit gehörte Dagur Sigurðsson zum Kader der isländischen Nationalmannschaft, für die er in 215 Länderspielen 397 Treffer erzielte.<ref>A landslið karla. hsi.is, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 29. April 2020; abgerufen am 11. April 2016.</ref> Mit der Nationalmannschaft belegte er den fünften Platz bei der Weltmeisterschaft 1997, den vierten Platz bei der Europameisterschaft 2002 und den neunten Platz bei den Olympischen Spielen 2004.

Als Spielertrainer und Trainer

Datei:Dagur Sigurdsson - Handball-Teamchef Austria (2).jpg
Dagur Sigurðsson (2010)

Im Jahr 2000 verließ Dagur Sigurðsson Wuppertal, um die nächsten drei Jahre beim japanischen Verein Wakunaga Hiroshima als Spielertrainer tätig zu werden.<ref name="hm" /> Mit Wakunaga Hiroshima unterlag er 2003 im Finale der japanischen Meisterschaft gegen Honda Suzuka.<ref>Dagur varð að sætta sig við ósigur. Morgunbladid, 26. März 2003, abgerufen am 11. April 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Anschließend wurde er Spielertrainer beim österreichischen Verein A1 Bregenz,<ref>Der neue Bundestrainer im Kurzportrait. handball-world.com:, 12. August 2014, abgerufen am 11. April 2016.</ref> mit dem er viermal Meister und zweimal Pokalsieger wurde.<ref>Dagur Sigurdsson beendet seine „HLA-Laufbahn“ mit dem vierten Meistertitel in Folge. handball-world.com, 28. Mai 2007, abgerufen am 11. April 2016.</ref> In dieser Zeit wurde Dagur vom österreichischen Handballbund dreimal als „Legionär des Jahres“ und einmal als „Trainer des Jahres“ ausgezeichnet.<ref>Legionär des Jahres. oehb.sportlive.at, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 30. Dezember 2014; abgerufen am 2. September 2015.</ref><ref>Trainer des Jahres. oehb.sportlive.at, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 11. Juli 2015; abgerufen am 2. September 2015.</ref>

Anschließend wurde er Manager und Geschäftsführer bei seinem ehemaligen Verein Valur Reykjavík.<ref>Dagur Sigurdsson neuer Nationalteamtrainer in Österreich. handball-world.com, 3. März 2008, abgerufen am 11. April 2016.</ref> Von Februar 2008 bis Juli 2010 war er Trainer der österreichischen Nationalmannschaft.<ref>Sigurðsson wird nicht als österreichischer Trainer weitermachen. handball-world.com, 14. Juli 2010, abgerufen am 11. April 2016.</ref>

Ab dem Sommer 2009 trainierte er den deutschen Bundesligisten Füchse Berlin.<ref>Trainerwechsel zum Saisonende bei den Füchsen: Sigurdsson für Lommel. handball-world.com, 1. Dezember 2008, abgerufen am 11. April 2016.</ref> Mit den Füchsen erreichte er das Final-Four-Turnier in der EHF Champions League 2011/12 und gewann den DHB-Pokal 2013/14. Im EHF Europa Pokal 2013/14 erreichte er das Final Four in Berlin, unterlag dort aber im Halbfinale dem späteren Sieger Pick Szeged aus Ungarn. Im Spiel um den dritten Platz gewann er mit den Füchsen gegen HCM Constanța.

Ab August 2014 trainierte er zusätzlich die deutsche Handballnationalmannschaft.<ref>Dagur Sigurdsson wird neuer Bundestrainer. DHB, 12. August 2014, abgerufen am 12. August 2014.</ref> Nach der Saison 2014/15 beendete er seine Tätigkeit bei den Füchsen Berlin und betreute seitdem nur noch die deutsche Nationalmannschaft.<ref>Abschied von Füchse-Trainer Dagur Sigurdsson. tagesspiegel.de, 5. Juni 2015, abgerufen am 12. Juli 2011.</ref> Mit ihr wurde er am 31. Januar 2016 in Polen durch ein 24:17 über Spanien Europameister. Im selben Jahr gewann Deutschland unter seiner Leitung die Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro. Am 22. November 2016 wurde bekanntgegeben, dass Dagur Sigurðsson den DHB nach der WM im Januar 2017 verlassen wird, um die japanische Nationalmannschaft auf die Olympischen Spiele 2020 in Tokio vorzubereiten.<ref>kicker online, Nürnberg, Germany: Persönliche Gründe: Sigurdsson entscheidet sich für Japan. In: kicker online. (kicker.de [abgerufen am 23. November 2016]).</ref> Sein Nachfolger wurde der Deutsche Christian Prokop. Im Februar 2024 beendete er seine Tätigkeit als japanischer Nationaltrainer und übernahm die kroatische Nationalmannschaft.<ref>Dagur yfirgefur vonsvikna Japani. visir.is, 9. Februar 2024, abgerufen am 9. Februar 2024.</ref><ref>Dagur Sigurdsson übernimmt Handball Nationalteam von Kroatien. handball-world.news, 29. Februar 2024, abgerufen am 29. Februar 2024.</ref> Bei der Handball-Weltmeisterschaft der Männer 2025 gewann Dagur Sigurðsson mit Kroatien die Silbermedaille.<ref>IHF World Championship 2025: Team Roster Croatia. (PDF) In: ihf.info. Abgerufen am 3. Februar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Bei der Europameisterschaft 2026 gewann der Isländer mit Kroatien die Bronzemedaille.<ref>EHF Euro 2026: Cumulative Statistics Croatia. (PDF) In: ehf.eu. Abgerufen am 2. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Erfolge

Als Spieler

  • Isländischer Meister 1991, 1993, 1994, 1995 und 1996
  • Isländischer Pokalsieger 1993

Als Spielertrainer

  • Österreichischer Meister 2004, 2005, 2006 und 2007
  • Österreichischer Pokalsieger 2006

Als Trainer

Auszeichnungen

Weblinks

Commons: Dagur Sigurðsson – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur

Einzelnachweise

<references />

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