Da'irat al-Muchabarat al-Amma
| Da'irat al-Muchabarat al-Amma (arabisch دائرة المخابرات العامة, DMG {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) — GID — | |
|---|---|
| Rechtsform | Behörde |
| Hauptsitz | Amman |
| Mitarbeiter | unbekannt |
Da'irat al-Muchabarat al-Amma (arabisch دائرة المخابرات العامة, DMG {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value); {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), bzw. kurz GID) ist der Nachrichtendienst Jordaniens. Der GID wird als einer der wichtigsten Nachrichtendienste im Nahen Osten betrachtet<ref name="washintonpost">Jordan emerges as key CIA counterterrorism ally. The Washington Post, 4. Januar 2010, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 12. Juni 2013; abgerufen am 1. Januar 2011 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> und gilt als der professionellste und leistungsfähigste Nachrichtendienst in der arabischen Welt.<ref name="USnews">Al Qaeda's Desert Inn: Hard time. U.S. News & World Report, 25. Mai 2003, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 22. November 2005; abgerufen am 1. Januar 2011 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Dem GID werden Menschenrechtsverletzungen zur Last gelegt. 2006 dokumentierte der UN-Sonderberichterstatter über Folter den Einsatz von Folter durch den jordanischen Nachrichtendienst.<ref>Manfred Nowak: Folter - die Alltäglichkeit des Unfassbaren. Kremayr & Scheriau, Wien 2012, ISBN 978-3-218-00833-4, Jordanien:Der Geheimdienst als Hort der Folter. S. 107–112</ref><ref>In den Vorzimmern der Hölle. Das bestürzende Tagebuch des UN-Anti-Folter-Beauftragten Manfred Nowak. In: profil.at. 25. Februar 2012, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 27. Februar 2012; abgerufen am 11. Februar 2013.</ref>
Aufgabe, Arbeit und Vernetzung
Der GID gilt als besonders wichtiges Instrument im Kampf gegen den terroristischen Islamismus. Wiederholt gelang ihm die Einschleusung von Informanten in Terrororganisationen.
2009 wurde der jordanische Arzt Homam Khaleel Mohammad Abu Mallal, Berichten zufolge vom GID angeworben, um in Afghanistan al Qaida zu infiltrieren und Informationen zu beschaffen. Die Informationen sollten für den militärischen Einsatz der USA in Afghanistan Hinweise geben. Der 33-jährige Abu Mallal trug einen Sprengstoffgürtel unter der Kleidung, als er sich an Silvester 2009 zum Treffen mit einem US-Agenten in der Forward Operating Base Chapman im Osten Afghanistans nahe Khowst aufmachte. Er riss sieben CIA-Agenten und seinen jordanischen Führungsoffizier, Sharif Ali bin Zeid, mit in den Tod.<ref> US and Jordan intelligence services pay the price of secrecy. The National (Vereinigte Arabische Emirate), 9. Januar 2010, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 6. Februar 2011; abgerufen am 1. Januar 2011 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). </ref><ref>Doppelagent Al Balawi: Der Täuscher. Der Tagesspiegel, 6. Januar 2010, abgerufen am 1. Januar 2011.</ref> Unter den getöteten CIA-Agenten war auch der zweithöchste CIA-Vertreter in Afghanistan.<ref>CIA rächt sich mit Raketenschlägen in Pakistan. World Socialist Web Site, 8. Januar 2010, abgerufen am 1. Januar 2011.</ref>
2017 verhafteten deutsche Behörden den Deutschen “Alexander B.”, weil er nach Erkenntnissen des BfV eine Moschee in Hildesheim für den GID ausspioniert hatte.<ref>Ian Allen: Jordanian intelligence thwarted Islamic State plan to kill soldiers in Jordan, Israel. 28. Juli 2021, abgerufen am 5. April 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Das Verhältnis des 1952 gegründeten Dienstes zum US-amerikanischen CIA ist so gut, dass der CIA-Verbindungsoffizier in Amman freien, unbegleiteten Zugang zu der festungsartigen Zentrale des GID hat.<ref name="washintonpost" /> Besonders der gute Zugang des GID zu HUMINT-Quellen in der Region wird von anderen Diensten sehr geschätzt. Der GID pflegt ein gutes Verhältnis zum israelischen Mossad.<ref>Ken Silverstein (Los Angeles Times) und Bruce Tefft: Clandestine Ties to Jordan Aid CIA Operations in Middle East. Mail-Archive.com, 11. November 2005, abgerufen am 1. Januar 2011 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> US-Präsident Barack Obama vereinbarte 2008 mit König Abdullah II die Dienste Jordaniens mit jährlich dreistelligen Millionenbeträgen aus Mitteln des State Department and Foreign Operations-Topf zu unterstützen.<ref>America’s Best Partner in Middle East HUMINT Needs Help. Abgerufen am 9. Oktober 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Folter
Dem GID werden Menschenrechtsverletzungen zur Last gelegt. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte untersagte 2012 die Auslieferung eines Islamisten aus Großbritannien nach Jordanien, weil dort kein ausreichender Schutz gegen Folter gegeben sei. Ausdrücklich wurde der Geheimdienst GID als nicht sicher vor Folter erwähnt.<ref>Christian Rath: Geständnis durch Folter ist tabu. In: Die Tageszeitung: taz. 18. Januar 2012, ISSN 0931-9085, S. 03 (taz.de [abgerufen am 9. Oktober 2020]).</ref>
Einzelnachweise
<references />
Weblinks
- GID.gov.jo – Die offizielle Webseite des GID