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Długie (Kalinowo)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Długie
Vorlage:Platzhalterbild
Długie (Polen)
Długie (Polen)
Basisdaten
Staat: PolenDatei:Flag of Poland.svg Polen

Woiwodschaft: Ermland-Masuren
Powiat: Ełk
Gmina: Kalinowo
Geographische Lage: 53° 52′ N, 22° 39′ OKoordinaten: 53° 52′ 3″ N, 22° 39′ 15″ O
 {{#coordinates:53,867478|22,654089|primary
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Einwohner:
Postleitzahl: 19-314<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Polnisches Postleitzahlenverzeichnis 2022, S. 227 (Memento vom 26. Oktober 2022 im Internet Archive) (polnisch) (PDF; 7,4 MB)</ref>
Telefonvorwahl: (+48) 87
Kfz-Kennzeichen: NEL
Wirtschaft und Verkehr
Straße: DK 16: GrudziądzOlsztynMrągowoEłkKalinowoAugustówOgrodniki (–Litauen)
Eisenbahn: kein Bahnanschluss
Nächster int. Flughafen: Danzig

Długie [ˈdwuɡjɛ] ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist ein zur Gemeinde Kalinowo (Kallinowen, 1938–1945 Dreimühlen) gehörendes Dorf im nordöstlichen Masuren in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren, Powiat Ełcki (Kreis Lyck).

Geographische Lage

Das Dorf befindet sich 1,5 Kilometer südwestlich der Kleinstadt Kalinowo im südlichen Osten der Woiwodschaft Ermland-Masuren, 21 Kilometer nordöstlich der Kreisstadt Ełk (Lyck).

Ortsname

Die Herkunft des Ortsnamens leitet sich aus dem masurischen Begriff długi für deutsch lang ab.

Geschichte

Das seinerzeit Dluggen genannte Dorf wurde 1491 gegründet.<ref>Dietrich Lange: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Langenhöh</ref> 1656 fielen die mit Polen verbündeten Tataren in weite Teile Masurens und auch in Dluggen ein, wobei das Dorf fast vollständig zerstört wurde.

Im Mai 1874 wurde im Zuge einer preußischen Gemeindereform ein Amtsbezirk Dluggen gebildet<ref>Rolf Jehke: Amtsbezirk Dluggen/Kallinowen/Dreimühlen</ref>, der die Gemeinden Burnien, Dluggen, Dlugoniedziellen, Duttken, Gronsken, Kolleschnicken, Krzysewen, Prawdzisken und Romanowen sowie den Gutsbezirk Imionken umfasste. In Dluggen war zugleich der Amtsvorsteher ansässig. Erster Amtsvorsteher wurde der Grundbesitzer Przytulla.

1910 hatte Dluggen 245 Einwohner.<ref>Landkreis Lyck im Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 30. November 2024; abgerufen am 2. Dezember 2025.</ref>

Am 24. Juni 1908 wurde im Zuge der Schaffung von größeren territorialen Einheiten der Amtsbezirk Dluggen aufgelöst. Die Landgemeinden Burnien, Dluggen, Kolleschnicken, Krzysewen und Prawdzisken kamen zum Amtsbezirk Kallinowen; die Landgemeinden Duttken, Gronsken und Romanowen sowie der Gutsbezirk Imionken wurden dem Amtsbezirk Borszymmen<ref>Rolf Jehke: Amtsbezirk Borczymmen/Borschymmen/Borschimmen</ref> zugeordnet.

Aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags stimmte die Bevölkerung im Abstimmungsgebiet Allenstein, zu dem Dluggen gehörte, am 11. Juli 1920 über die weitere staatliche Zugehörigkeit zu Ostpreußen (und damit zu Deutschland) oder den Anschluss an Polen ab. In Dluggen stimmten 180 Einwohner für den Verbleib bei Ostpreußen, auf Polen entfiel keine Stimme.<ref>Herbert Marzian, Csaba Kenez: Selbstbestimmung für Ostdeutschland – Eine Dokumentation zum 50. Jahrestag der ost- und westpreussischen Volksabstimmung am 11. Juli 1920. Herausgeber: Göttinger Arbeitskreis, 1970, S. 83.</ref>

1931 wurde der Sitz des Amtsvorstehers von Kallinowen von Martinshöh ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) nach Dluggen verlagert. Paul Przytulla, ein Enkel des ersten Amtsvorstehers von Dluggen, wurde neuer Amtsvorsteher von Kallinowen.

1933 waren in Dluggen 261 Einwohner verzeichnet.<ref name="Rademacher">Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>

Dluggen wurde am 16. Juli 1938 im Zuge der massiven Eindeutschung von Ortsnamen masurischer, polnischer oder litauischer Herkunft in Langenhöh umbenannt. Die Umbenennung folgte der deutschen Übersetzung des Wortstammes długi in Dluggen in Verbindung mit der geographischen Gegebenheit einer leichten Anhöhe im Ortsbereich.

1939 hatte Langenhöh (Dluggen) nur noch 225 Einwohner.<ref name="Rademacher" />

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 fiel das zum Deutschen Reich (Ostpreußen) gehörende Langenhöh (Dluggen) an Polen. Die ansässige deutsche Bevölkerung wurde, soweit sie nicht geflüchtet war, nach 1945 größtenteils vertrieben bzw. ausgesiedelt und neben der angestammten masurischen Minderheit durch Neubürger aus anderen Teilen Polens ersetzt. Der Ort Langenhöh wurde in der polnischen Schreibweise des historischen Ortsnamens Dluggen in Długie umbenannt.

Von 1975 bis 1998 gehörte Długie zur damaligen Woiwodschaft Suwałki, kam dann 1999 zur neu gebildeten Woiwodschaft Ermland-Masuren. Heute ist der Ort Sitz eines Schulzenamtes<ref>Gmina Kalinowo</ref> (polnisch Sołectwo) und somit eine Ortschaft im Verbund der Gmina Kalinowo.

Religionen

Vor 1945 war Dluggen in die evangelische Kirche Kallinowen<ref>Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente. Göttingen 1968, S. 493.</ref> (1938–1945 Dreimühlen, polnisch Kalinowo) in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Evangelischen Kirche der Altpreußischen Union sowie in die römisch-katholische Kirche St. Andreas in Prawdzisken<ref>Dluggen. GenWiki, abgerufen am 24. April 2026.</ref> ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) im damaligen Bistum Ermland eingepfarrt.

Heute gehört Długie katholischerseits zur Pfarrei in Kalinowo im Bistum Ełk der Römisch-katholischen Kirche in Polen. Die evangelischen Einwohner halten sich zur Kirchengemeinde in der Kreisstadt Ełk (Lyck), einer Filialgemeinde der Pfarrei in Pisz ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.

Verkehr

Długie liegt verkehrsgünstig an der polnischen Ost-West-Achse Landesstraße 16, die die drei Woiwodschaften Kujawien-Pommern, Ermland-Masuren und Podlachien durchzieht. Eine Bahnanbindung besteht nicht, solange die nächstgelegene Bahnstation Kalinowo an der derzeit nicht befahrenen Bahnstrecke von Ełk nach Turowo (Thurowen, 1938–1945 Auersberg) (einstige Lycker Kleinbahnen) nicht in Betrieb ist.

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang Amtssitz: Kalinowo. Ortsteile/Schulzenämter: Borzymy (Borszymmen/Borschimmen) | Czyńcze (Czynczen/Zinschen) | Długie(Dluggen/Langenhöh) | Dorsze(Dorschen) | Dudki (Duttken/Petzkau) | Ginie (Gingen) | Golubie (Gollubien A/Gollen) | Golubka (Gollupken/Lübeckfelde) | Grądzkie Ełckie (Gronsken/Steinkendorf) | Iwaśki (Iwaschekn/Hansbruch) | Jędrzejki (Jendreyken/Andreken) | Kalinowo (Kallinowen/Dreimühlen) | Koleśniki (Kolleschnicken/Jürgenau) | Krzyżewo (Krzysewen/Kreuzborn) | Kucze (Kutzen, Dorf) | Kulesze (Kulessen) | Laski Małe (Klein Lasken) | Laski Wielkie (Groß Lasken) | Lisewo (Lyssewen/Lissau) | Łoje (Loyen/Loien) | Makosieje (Makoscheyen/Ehrenwalde) | Marcinowo (Marczynowen/Martinshöhe) | Maże (Maaschen/Maschen) | Mazurowo (Sieden) | Milewo (Millewen/Millau) | Piętki (Pientken/Blumental) | Pisanica (Pissanitzen/Ebenfelde) | Prawdziska (Prawdzisken/Reiffenrode) | Romanowo (Romanowen/Heldenfelde) | Romoty (Romotten) | Skomętno Wielkie (Skomentnen/Skomanten) | Skrzypki (Skrzyplen/Geigenau) | Stacze (Statzen) | Stożne (Stosznen/Sprindenau) | Sypitki (Sypittken/Vierbrücken) | Szczudły (Szczudlen/Georgsfelde) | Turowo (Thurowen/Auersberg) | Wierzbowo (Wierzbowen/Waldwerder) | Wysokie (Wyssocken/Waltershöhe) | Zaborowo (Saborowen/Reichenwalde) | Zanie (Sanien/Berndhöfen) | Zocie (Soczien/Kechlersdorf). Andere Ortschaften: Kile (Kiehlen/Kielen) | Kuczki (Kutzen, Gut) | Mikołajki (Mikolaiken/Thomken) | Ryczywół (Marienhof) | Stare Cimochy (Alt Czymochen/Finsterwalde). Untergegangene Ortschaften: Kokoszki (Kokosken/Hennenberg) | Przepiórki (Przepiorken/Wachteldorf) Vorlage:Klappleiste/Ende