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Düsseldorf Arcaden

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Düsseldorf Arcaden Abend Weihnachtsbeleuchtung 2008.jpg
Die Düsseldorf Arcaden mit Weihnachtsbeleuchtung (November 2008)

Die Düsseldorf Arcaden (im allgemeinen Sprachgebrauch auch „Bilker Arcaden“ genannt) sind ein Einkaufs- und Erlebniszentrum im Düsseldorfer Stadtteil Unterbilk auf dem Gelände eines ehemaligen Güterbahnhofs. Im Rahmen des Gesamtprojektes von rund 48.500 m² entstanden Einzelhandelsflächen für rund 110 Ladenlokale, Gastronomie, diverse Dienstleistungen und ein Schwimmbad. Ebenfalls in das Areal integriert sind Wohnungen, ein Parkgelände, Veranstaltungsräumlichkeiten, eine Niederlassung der Stadtbücherei sowie 850 Einstellplätze.<ref>https://www.duesseldorf-arcaden.de/</ref><ref>RP online vom 19. Februar 2008</ref> Darüber hinaus sitzt seit dem 6. September 2008 die Bezirksverwaltungsstelle für den Stadtbezirk 3 in dem Gebäude. Das Einkaufszentrum wurde am 23. September 2008 eröffnet. Der Wohnungsbau und die Parkgestaltung befanden sich jedoch auch zu Beginn des Jahres 2010 zum Teil noch in der Entwicklungsphase.

Lage und Verkehrsanbindung

Datei:Düsseldorf arcaden abendbild.jpg
Die „Düsseldorf Arcaden“ kurz vor der Eröffnung am 20. September 2008
Datei:Düsseldorf Arcaden.JPG
Baustelle der Düsseldorf Arcaden im Juni 2008

Die Düsseldorf Arcaden liegen an der Schnittstelle der dicht besiedelten Stadtteile Bilk, Unterbilk und Friedrichstadt rund einen Kilometer südlich der Königsallee. Die Arcaden grenzen unmittelbar an den Bilker S-Bahnhof, der auch Haltestelle mehrerer Stadtbahn- und Buslinien ist. Die ohnehin schon gute Anbindung an den städtischen und regionalen öffentlichen Personennahverkehr hat sich nach Inbetriebnahme der Wehrhahn-Linie am 21. Februar 2016 und des Haltepunktes für alle RegionalExpress-Linien zwischen Düsseldorf Hauptbahnhof und Neuss Hauptbahnhof am 18. März 2022 noch verbessert.

Geschichte

Mitte der 1990er Jahre legte die damalige Bundesbahn (heute: Deutsche Bahn) den Bilker Güterbahnhof still. So entstand eine mehr als fünf Hektar große innerstädtische Brache. Vorübergehend vermietete die Bahn einige Flächen an Einzelhändler und an ein italienisches Fischrestaurant. Sowohl die Bahn, als auch die Stadtpolitiker waren sich im Wesentlichen einig, dass an dieser wichtigen Stelle städtebaulich etwas Neues entstehen müsse. Die Vorstellungen über die Nutzung des Geländes gingen jedoch weit auseinander, quer durch die Bevölkerung und die politischen Parteien.

Mit der Bekanntgabe des potenziellen Investors mfi vertieften sich die Gräben zwischen den verschiedenen Lagern, vor allem als eine Größenordnung von rund 50.000 m² Verkaufsfläche genannt wurde. Im Mai 2003 fand schließlich eine Bürgermarkt genannte Befragung der Bevölkerung statt, in der die Düsseldorfer ihre Wünsche für das Gelände einbringen konnten, was schließlich in einem eingeschränkten Werkstattverfahren<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kritik der Architektenkammer NRW (Memento vom 27. September 2008 im Internet Archive)</ref> mündete.<ref>Wettbewerb Bürgerpark und Stadtteilzentrum Arcaden am Bahnhof Bilk, Website der Stadt Düsseldorf, abgerufen am 2. Juni 2008</ref><ref>Auslobungstext Stadtteilzentrum Düsseldorf Arcaden in Bilk, Bürgermarkt und spezielles Werkstattverfahren mit beschränkter Teilnahme, Website der Stadt Düsseldorf</ref> Gewinner des Verfahrens war das Münchner Architekturbüro Allmann Sattler Wappner.<ref>Städtebaulicher Wettbewerb „Bürgerpark und Stadtteilzentrum Arcaden am Bahnhof Bilk“ – Ergebnis, 1. Platz, Website der Stadt Düsseldorf, abgerufen am 14. Juni 2008</ref>

Ein massiver Befürworter des Projektes war der damalige Oberbürgermeister Joachim Erwin. Das Projekt wurde über die gesamte Planungsphase kontrovers diskutiert. Sowohl die Industrie- und Handelskammer, der Einzelhandelsverband sowie Betreiber anderer Einkaufszentren sahen in den Düsseldorf Bilk Arcaden eine starke Konkurrenz zu den etablierten Einkaufsbereichen in der Düsseldorfer Innenstadt. Auch aus Nachbarkommunen kam Kritik. Die Befürworter betonten hingegen die Chancen für die Stadtteile Bilk, Unterbilk und Friedrichstadt sowie die Tatsache, dass man konkurrenzfähig zu anderen Gemeinden in der Nachbarschaft bleiben müsse, die ähnliche Planungen betrieben, wie z. B. Neuss und Solingen.

Der erste Spatenstich erfolgte im April 2007 nach einem knappen Ratsbeschluss, der den Weg zum Neubau frei machte. Projektentwickler war die Essener mfi AG, die bereits ähnliche Shopping-Center unter dem Markennamen „Arcaden“ in zahlreichen deutschen Städten realisiert hat – so etwa auch die Riem Arcaden in München oder die Spandau Arcaden in Berlin.

Von den geplanten 140 (ursprünglich sogar 240) Wohnungen wurden nur 18 realisiert. Der Investor musste 2013 hierfür eine vergleichsweise geringe Vertragsstrafe von € 120.000 zahlen<ref>Thorsten Breitkopf: Nach Arcaden-Bau in Bilk: Geldstrafe für nicht gebaute Wohnungen. In: rp-online.de. 27. Januar 2013, abgerufen am 8. Februar 2024.</ref>.

Chronik

Datei:Panorama-Düsseldorf Arcaden-Fassade.jpg
Panorama der Fassade der Düsseldorf Arcaden

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Koordinaten: 51° 12′ 31″ N, 6° 46′ 25″ O

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