Dünnlippige Meeräsche
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| Dünnlippige Meeräsche | ||||||||||||
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| Datei:Liza ramada.jpg
Dünnlippige Meeräsche (Chelon ramada) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Chelon ramada | ||||||||||||
| (Risso, 1827) |
Die Dünnlippige Meeräsche (Chelon ramada, Syn.: Liza ramada) ist eine Art der Meeräschen, die im Nordostatlantik, der Nordsee sowie dem Mittelmeer und dem Schwarzen Meer anzutreffen ist.
Merkmale
Die Dünnlippige Meeräsche hat einen für die Meeräschen charakteristischen langgestreckten, spindelförmigen Körper und erreicht eine Körperlänge von durchschnittlich 40<ref name="Vilcinskas" /> und maximal 70 Zentimetern bei einem Gewicht von maximal 2,9 Kilogramm.<ref name="fishbase" /> Der oberseits abgeflachte Kopf besitzt ein endständiges Maul. Im Gegensatz zur Dicklippigen Meeräsche besitzt sie keine vergrößerte Oberlippe und auch keine Ausstülpungen (Papillen). Der Rücken ist graublau, die Flanken sind silbergrau gefärbt und besitzen mehrere feine dunkle Längslinien.<ref name="Vilcinskas" />
Meeräschen besitzen zwei Rückenflossen, die erste hat 4 harte Flossenstrahlen und die zweite einen harten und 7 bis 8 weiche, die Afterflosse 3 harte und 9 weiche Flossenstrahlen. Die Bauchflossen sind brustständig.<ref name="Vilcinskas" />
Verbreitung
Die Dünnlippige Meeräsche ist im nordöstlichen Atlantik von Norwegen, der Nord- und der westlichen Ostsee bis nach Westafrika im Bereich des Senegal sowie um die Kapverdischen und Kanarischen Inseln anzutreffen. Außerdem lebt sie im Mittelmeer sowie im Schwarzen Meer.<ref name="Vilcinskas" /><ref name="fishbase" />
Lebensweise
Meeräschen leben als ausgesprochene Schwarmfische im küstennahen Bereich, wobei sie gelegentlich auch in Lagunen und Flussmündungen eindringen. Sie sind dabei im Sommer vor allem im Bereich der Oberfläche anzutreffen und weiden bodennah Aufwuchsalgen und Wirbellose ab. Im Winter ziehen sie sich in nördlichen Gebieten in tiefere Schichten zurück und stellen die Nahrungsaufnahme weitestgehend ein.<ref name="Vilcinskas" /><ref name="fishbase" />
Die Laichzeit fällt im Mittelmeer in den Oktober bis Dezember und in nördlicheren Gebieten in den März bis April. Die Eier werden in das Freiwasser abgegeben und schweben aufgrund von eingelagerten Öltröpfchen im Oberflächenwasser.<ref name="Vilcinskas" /> Das Lebensalter dieser Art kann bis zu 9 Jahre betragen.<ref name="fishbase" />
Bedeutung für den Menschen
Meeräschen sind beliebte Speisefische, die im offenen Meer gefangen und auch in Aquakultur gehalten werden.<ref name="Vilcinskas" />
Die Dünnlippige Meeräsche ist zweiter Zwischenwirt des Darmegels Heterophyes aequalis. Ungenügend erhitzter Fisch kann in den Endemiegebieten im südöstlichen Mittelmeerraum eine Heterophyose auslösen.<ref>Jong-Yil Chai, Bong-Kwang Jung: Fishborne zoonotic heterophyid infections: An update. In: Food and Waterborne Parasitology. Band 8–9, 2017, S. 33–63.</ref>
Belege
<references> <ref name="Vilcinskas">Andreas Vilcinskas: Fische – Mitteleuropäische Süßwasserarten und Meeresfische der Nord- und Ostsee. BLV Verlagsgesellschaft, München 2000; S. 142; ISBN 3-405-15848-6.</ref> <ref name="fishbase">Dünnlippige Meeräsche auf Fishbase.org (englisch)</ref> </references>
Literatur
- Andreas Vilcinskas: Fische – Mitteleuropäische Süßwasserarten und Meeresfische der Nord- und Ostsee. BLV Verlagsgesellschaft, München 2000; S. 142; ISBN 3-405-15848-6.
Weblinks
- Dünnlippige Meeräsche auf Fishbase.org (englisch)
- [[[:Vorlage:IUCN/Weblink]] Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:IUCN“ ist nicht vorhanden.] in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2013.2. Eingestellt von: Freyhof, J. & Kottelat, M., 2008. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.
- Chelon ramada im Fischartenatlas der Deutschen Ichthyologischen Gesellschaft e.V. (Verbreitungsdaten der deutschen Meeresgebiete und der Trilateralen Wattenmeerkooperation (NL, D, DK), weitere Informationen)