Döhrener Friedhof
Der Döhrener Friedhof in Hannover ist ein denkmalgeschützter<ref>Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Baudenkmale in Niedersachsen, Stadt Hannover, Teil 2, Bd. 10.2, hrsg. von Hans-Herbert Möller, Niedersächsisches Landesverwaltungsamt – Veröffentlichungen des Instituts für Denkmalpflege, Friedr. Vieweg & Sohn, Braunschweig/Wiesbaden 1985, ISBN 3-528-06208-8, Döhren, in Addendum zu Bd. 10.2: Verzeichnis der Baudenkmale gem. § 4 (NDSchG) (ausgenommen Baudenkmale der archäologischen Denkmalpflege) / Stand: 1. Juli 1985 / Stadt Hannover, S. 19f.</ref> ehemaliger Friedhof im Stadtteil Döhren.<ref name="SLH">Peter Schulze: Friedhöfe. In: Klaus Mlynek, Waldemar R. Röhrbein (Hrsg.) u. a.: Stadtlexikon Hannover. Von den Anfängen bis in die Gegenwart. Schlütersche, Hannover 2009, ISBN 978-3-89993-662-9, S. 193–196, hier: S. 195.</ref> Standort der heute zum Park umgewandelten Grünfläche ist das Karree zwischen der Fiedelerstraße, Helenenstraße, Ziegelstraße und Abelmannstraße.<ref>Anmerkung: Die genaue Ortsangabe erschließt sich erst über die Geokoordinaten, die oben rechts über diesem Artikel angegeben sind (dort anklicken!)</ref>
Geschichte
Der Friedhof wurde im Jahr 1810 mitten in der sogenannten Franzosenzeit angelegt und 1920 aufgelassen.<ref name="SLH" /> Die Anzahl der vergleichsweise wenigen erhaltenen Grabmäler erklärt sich daraus, dass auf dem Gebiet des ab 1919 geplanten Stadtfriedhofs Seelhorst zuvor bereits eine zweite Bestattungsfläche für die Bürger aus Döhren (1,58 Hektar) und Wülfel (1,15 Hektar) angelegt worden war.<ref>Ulrich Prote (V.i.S.d.R), Beate Räckers (Text), Cordula Wächter, Silke Beck: Stadtfriedhof Seelhorst, hrsg. vom Fachbereich Umwelt und Stadtgrün der Landeshauptstadt Hannover, August 2020, Broschüre oder herunterladbar als PDF-Dokument</ref>
Erst nach der Schließung des alten Döhrener Friedhofes wurde auf seinem Gelände ein Mahnmal für die im und nach dem Ersten und Zweiten Weltkrieg Gefallenen und Kriegsopfer Döhrens aufgestellt. Die namentlich gelisteten Opfer – auch aus dem Stadtteil Waldhausen – sollen an zentraler Stelle den Hinterbliebenen einen Ort der Trauer und des Gedenkens ermöglichen.<ref>siehe zum Beispiel dieses Foto des Mahnmals</ref>
2011 schlug die Umgestaltung des Eingangsbereiches mit Bänken und Blumen und einer Wegebefestigung mit einer Investition von insgesamt 235.000 Euro zu Buche. Der Umweltdezernent Hans Mönninghoff und die Bezirksbürgermeisterin Christine Ranke-Heck eröffneten die neugestaltete Anlage.<ref>Michael Zgoll: Zentrale Naherholung / Historischer Friedhof in Döhren umgestaltet (siehe Literatur)</ref> Im selben Jahr waren vom Bezirksrat Döhren-Wülfel für die Restaurierung der denkmalgeschützten Grabmäler rund 5.400 Euro als Zuschuss bewilligt worden.<ref>Michael Zgoll: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Zuschüsse/Bezirksrat Döhren-Wülfel unterstützt Vereine und Institutionen ( des Vorlage:IconExternal vom 24. Oktober 2021 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., online-Ausgabe der HAZ vom 6. Oktober 2011, zuletzt abgerufen am 15. Juli 2012</ref> Erheblich preiswerter fiel die Aufstellung einer Spenderbox für Hundekot-Tüten aus.<ref>Michael Zgoll: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Döhren-Wülfel / Spitzenreiter bei Tütenspendern ( des Vorlage:IconExternal vom 24. Oktober 2021 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. in der online-HAZ vom 21. März 2012, zuletzt abgerufen am 15. Juli 2012</ref>
Erhaltene Grabdenkmäler (unvollständig)
- Familiengrab des Hermann Fiedeler, Namensgeber der 1902 angelegten Fiedelerstraße<ref>Helmut Zimmermann: Fiedelerstraße. In: Die Strassennamen der Landeshauptstadt Hannover, Verlag Hahnsche Buchhandlung, Hannover 1992, ISBN 3-7752-6120-6, S. 78</ref> und den 1905 angelegten Fiedelerplatz<ref>Helmut Zimmermann: Fiedelerplatz. In: Die Straßennamen …, S. 78</ref><ref name="Commons">siehe auch die unter dem Abschnitt Weblinks hochgeladenen, verschiedenen (Foto)Dokumente</ref>
- Grabsteine des Carl Anton Terlinden (1759–1834), Königlich Hannoverscher Justizrat, und dessen Ehefrau Johanna Friderike Raht (1755–1842)<ref name="Commons" />
Siehe auch
Literatur
- Michael Zgoll: Zentrale Naherholung / Historischer Friedhof in Döhren umgestaltet in der online-Ausgabe der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung (HAZ) vom 7. Juli 2011, zuletzt abgerufen am 15. Juli 2012
Weblinks
- <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Jens Schade: Alter Döhrener Friedhof: Stadt will alte Grabsteine retten – Suche nach Drittmitteln auf der Seite des SPD-Ortsvereins Döhren-Wülfel vom 28. Februar 2010 ( vom 22. Dezember 2015 im Internet Archive)
Einzelnachweise und Anmerkungen
<references />
Koordinaten: 52° 20′ 17,3″ N, 9° 45′ 50,5″ O
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