Cyansäure
| Strukturformel | ||||||||||||||||
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| Struktur von Cyansäure | ||||||||||||||||
| Allgemeines | ||||||||||||||||
| Name | Cyansäure | |||||||||||||||
| Summenformel | HOCN | |||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | ||||||||||||||||
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| Eigenschaften | ||||||||||||||||
| Molare Masse | 43,02 g·mol−1 | |||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | ||||||||||||||||
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| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | ||||||||||||||||
Die Cyansäure ist eine instabile chemische Verbindung. Sie entsteht beim Ansäuern von Cyanaten,<ref name="HoWi">A. F. Holleman, E. Wiberg, N. Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie. 102. Auflage. Walter de Gruyter, Berlin 2007, ISBN 978-3-11-017770-1.</ref> tautomerisiert jedoch praktisch vollständig zur stabileren Isocyansäure. Eindeutig nachgewiesen werden konnte Cyansäure nach Bestrahlen von Isocyansäure mit UV-Licht (224 nm) in einer Argon- oder Stickstoff-Matrix bei 4 bzw. 20 K.<ref>Hans Beyer, Wolfgang Walter: Lehrbuch der Organischen Chemie. 24. Auflage. Hirzel, Stuttgart 2004, ISBN 3-7776-1221-9.</ref><ref>Eintrag zu Cyansäure. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref> Cyansäure ist isomer zu Knallsäure.
Cyanate
Cyanate sind die Salze mit dem Cyanat-Ion (NCO−) oder die Ester der Cyansäure mit der Struktur R–OCN.<ref>Bozzano G. Luisa: Organic Functional Group Preparations: Volume 1. Academic Press, 2012, ISBN 978-0-08-092556-1, S. 362 (books.google.com).</ref><ref>Ronald Rich: Inorganic Reactions in Water. Springer, 2007, ISBN 978-3-540-73962-3, S. 330 (books.google.com).</ref> Anorganische Cyanate wie Kaliumcyanat sind stabile wasserlösliche Verbindungen und farblos. Cyansäureester trimerisieren im Allgemeinen zu Cyanursäuretriestern.<ref name="HoWi" /> Dies geschieht bei Alkylcyanaten sehr schnell (schon während der Herstellung), bei Arylcyanaten langsam.<ref>Martin, D & Bauer, M & Pankratov, V. (2007). Cyclotrimerisation of Cyano-compounds into 1,3,5-Triazines. Russian Chemical Reviews. 47. 975. doi:10.1070/RC1978v047n10ABEH002288.</ref>
Verwendung
Für die freie Säure ist aufgrund ihrer Instabilität keine Anwendung bekannt. Anorganische Cyanate werden als Hilfsstoffe bei der Wärmebehandlung von Werkstoffen aus Stahl und als Ausgangsstoffe zur Herstellung von Pharmaka und Harnstoffherbiziden verwendet.<ref>Jürgen Falbe, Manfred Regitz: RÖMPP Lexikon Chemie, 10. Auflage, 1996-1999: Band 2: Cm - G. Georg Thieme Verlag, 2014, ISBN 978-3-13-199971-9, S. 833, 838 (books.google.com).</ref>
Einzelnachweise
<references/>
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- Anorganische Säure
- Cyanoverbindung
- Sauerstoffverbindung