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Curium(III)-bromid

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Vorlage:Infobox Chemikalie

Curium(III)-bromid ist ein Bromid des künstlichen Elements und Actinoids Curium mit der Summenformel CmBr3. In diesem Salz tritt Curium in der Oxidationsstufe +3 auf. Da alle Isotope des Curiums nur künstlich hergestellt sind, besitzt es keine natürlichen Vorkommen.

Darstellung

Curium(III)-bromid kann durch die Umsetzung von Curium(III)-chlorid mit Ammoniumbromid bei 400–450 °C unter Wasserstoffatmosphäre gewonnen werden.<ref name=asprey/>

<chem>CmCl3 + 3 NH4Br -> CmBr3 + 3 NH4Cl</chem>

Eine weitere Möglichkeit besteht in der Reaktion zwischen Curium(III)-oxid und Bromwasserstoffsäure bei 600 °C.<ref name=burns/>

Eigenschaften

Curium(III)-bromid ist eine farblose Ionenverbindung bestehend aus Cm3+- und Br-Ionen. Es kristallisiert im orthorhombischen Kristallsystem in der Vorlage:Raumgruppe mit den Gitterparametern a = 405 pm, b = 1266 pm und c = 912 pm und vier Formeleinheiten pro Elementarzelle.<ref name=asprey>L. B. Asprey, T. K. Keenan, F. H. Kruse: Crystal Structures of the Trifluorides, Trichlorides, Tribromides, and Triiodides of Americium and Curium, in: Inorg. Chem., 1965, 4 (7), S. 985–986 (Vorlage:DOI).</ref> Seine Kristallstruktur ist isotyp mit Plutonium(III)-bromid.

Sicherheitshinweise

Einstufungen nach der CLP-Verordnung liegen nicht vor, weil diese nur die chemische Gefährlichkeit umfassen und eine völlig untergeordnete Rolle gegenüber den auf der Radioaktivität beruhenden Gefahren spielen. Auch Letzteres gilt nur, wenn es sich um eine dafür relevante Stoffmenge handelt.

Einzelnachweise

<references/>

Literatur

  • Gregg J. Lumetta, Major C. Thompson, Robert A. Penneman, P. Gary Eller: Curium, in: Lester R. Morss, Norman M. Edelstein, Jean Fuger (Hrsg.): The Chemistry of the Actinide and Transactinide Elements, Springer, Dordrecht 2006; ISBN 1-4020-3555-1, S. 1397–1443 (Vorlage:DOI).