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Crittenden-Kompromiss

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Der Crittenden-Kompromiss oder auch das Crittenden Amendment (engl. Crittenden Compromise bzw. Crittenden Amendment) (18. Dezember 1860)<ref name="Politik303">James M. Hiatt, Das Handbuch der Politik, enthaltend eine Auswahl der wichtigsten Urkunden aus der politischen Geschichte Amerika´s, Asher & Adams, Indianapolis 1865, Seite 303</ref> war ein erfolgloser Versuch des Senators John J. Crittenden aus Kentucky, die Südstaaten der USA davon abzuhalten, die Union zu verlassen und somit den sich anbahnenden Sezessionskrieg zu verhindern.

Inhalt

Der Crittenden-Kompromiss sollte die Verfassung der Vereinigten Staaten um sechs Zusatzartikel erweitern. Diese Amendments würden den Missouri-Kompromiss so erweitern, dass er die Sklaverei nördlich vom Breitengrad 36° 30’ verbot. Südlich dieser Demarkationslinie, die bis zum Pazifik erweitert werden sollte, sollte die Sklaverei in allen bestehenden und künftig erworbenen Territorien Bestand haben. Das hätte aber auch bedeutet, dass in Staaten wie Kalifornien, wo die Sklaverei zu diesem Zeitpunkt verboten war, die sofortige Einführung der Sklaverei erfolgen müsste.<ref name="Bürgerkrieg61">Michael Hochgeschwender, Der amerikanische Bürgerkrieg, C. H. Beck oHG, München 2010, Seite 61, ISBN 978-3406-56251-8</ref> Eine Einmischung der Bundesregierung in die Angelegenheiten der Einzelstaaten sollte nicht mehr erfolgen. Dem Kongress war es ebenfalls untersagt die Sklaverei auf Bundesbesitz (Forts, Arsenale, Flottenstützpunkte usw.) innerhalb eines Sklavenstaates abzuschaffen.<ref name="Freiheit240">James M. McPherson, Für die Freiheit sterben - Die Geschichte des amerikanischen Bürgerkrieges, Anaconda Verlag GmbH, Köln 2011, Seite 240, ISBN 978-3-86647-267-9</ref> Sklavenhalter, deren Besitz in den Norden geflüchtet und nicht zurückzubekommen war, sollten vom Staat entschädigt werden. Ebenso wäre es dem Kongress untersagt gewesen, im District of Columbia die Sklaverei ohne Zustimmung seiner Bürger aufzuheben und auch nur dann, wenn sie zuvor in Virginia und Maryland abgeschafft wäre. Kein zukünftiges Nachtragsgesetz hätte es aufheben können.<ref name="Freiheit241">James M. McPherson, Für die Freiheit sterben - Die Geschichte des amerikanischen Bürgerkrieges, Anaconda Verlag GmbH, Köln 2011, Seite 241, ISBN 978-3-86647-267-9</ref>

Ergebnis

Abraham Lincoln schrieb aus Springfield an einflussreiche Senatoren und Mitglieder des Repräsentantenhauses:

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Im Senatskomitee stimmten daraufhin alle Republikaner gegen den Kompromiss. Die Demokraten Toombs und Davis stimmten ebenfalls mit Nein und so fiel der Vorschlag mit 7:6 Stimmen durch. Crittenden trug daraufhin den Plan in einer öffentlichen Senatssitzung vor, wo er am 16. Januar mit 25:23 Stimmen abgelehnt wurde. Obwohl der Kompromiss später noch einmal auftauchte, war er wegen der Ablehnung der Republikaner und der Interessenlosigkeit des Südens zum Scheitern verurteilt.

Literatur

  • Paul G. Pierpaoli Jr.: Crittenden Compromise. In Spencer C. Tucker (Hrsg.): American Civil War: The Definitive Encyclopedia and Document Collection (= Volume I: A–C). ABC-Clio, Santa Barbara 2013, ISBN 978-1-85109-677-0, S. 465.

Einzelnachweise

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