Crans-Montana
Vorlage:Infobox Ort in der Schweiz
Crans-Montana (französisch <templatestyles src="IPA/styles.css" />
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|all= 1= |opt= 2= Tondatei= |template=Vorlage:IPA |errNS= 0 |cat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:IPA |format=@@@ }}]<ref>Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen. Hrsg. vom Centre de Dialectologie an der Universität Neuenburg unter der Leitung von André Kristol. Frauenfeld/Lausanne 2005.</ref>) ist eine Munizipalgemeinde im französischsprachigen Teil des Schweizer Kantons Wallis (Bezirk Siders). Sie entstand per 1. Januar 2017 aus dem Zusammenschluss der ehemaligen Munizipalgemeinden Chermignon, Mollens (VS), Montana und Randogne. Sie bildet zugleich eine Pfarrgemeinde des Dekanats Siders.
Crans-Montana gilt als nobler Skiort,<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> besitzt zwei Golfplätze und ist Austragungsort der Omega European Masters. Zum Kurort Crans-Montana zählt auch der Ortsteil Crans-sur-Sierre der Nachbargemeinde Lens VS.
Geschichte und Tourismus
Bekannt geworden ist die Ferienregion Crans-Montana ursprünglich als Fremdenverkehrszentrum auf dem Hochplateau um die Gemeinde Montana, die mit der 1929 neu entstandenen Feriensiedlung Crans-sur-Sierre zusammengewachsen und im touristischen Sprachgebrauch unter diesem Doppelnamen bekannt geworden ist.
Zum Feriengebiet Crans-Montana zählen ferner die beiden Gemeinden Icogne und Lens, die Dörfer Chermignon, Mollens und Randogne sowie eine Reihe kleinerer Siedlungen am Hang hoch über dem Tal der Rhone zwischen Sitten ({{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=fr|SCRIPTING=Latn|SERVICE=französisch}}) und Siders (französisch Sierre).
Die Begründung des Ortes Crans-Montana erfolgte 1892 durch die Eröffnung des Hôtel du Parc durch die Herren Antille und Zufferey aus Siders. Der eigentliche Begründer des Luftkurortes Crans-Montana war jedoch Théodore Stephani, der 1897 Kranke in diese von kleinen Seen und ausgedehnten Fichtenwäldern geschmückte Hochebene brachte und 1899 das Sanatorium Beauregard eröffnete. 1936 malte Albert Marquet<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> in Crans-Montana Winterlandschaften.
Am 7. April 1998 ereignete sich der Absturz einer F/A-18 Hornet der Schweizer Luftwaffe nordwestlich des Ortes. Die Maschine prallte auf 1800 m ü. M. in eine Bergflanke; beide Besatzungsmitglieder kamen ums Leben. Es war der erste Verlust einer F/A-18 in der Geschichte der Schweizer Luftwaffe.
In Crans-Montana befindet sich die international renommierte Hochschule Les Roches International School of Hotel Management.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Crans-Montana hat, wie der ganze Kanton Wallis, eine traditionell überwiegend römisch-katholische Bevölkerung. Seit 2024 hat sie auch die erste jüdische Gemeinde des Kantons, die Communauté Beit Yossef de Crans-Montana et du Canton de Valais CBYCM.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>
In der Nacht auf den 1. Januar 2026 kam es zu einer Brandkatastrophe in einer Bar, bei der 41 Personen starben und 115 meist schwer verletzt wurden.
Geographie und Verkehr
Crans-Montana liegt am Südhang der südlichen Kette der Berner Alpen, etwa 5 Kilometer nordwestlich von Siders. Der höchste Berg direkt oberhalb des Ortes ist der Fast-Dreitausender Mont Bonvin (Vorlage:Höhe), der auf einem Bergwanderweg von Nordwesten erreichbar ist.
Auf den Bergkämmen in ca. Vorlage:Höhe Höhe vorbei am Wildstrubel, entlang des Plaine-Morte-Gletschers, Weisshorn, Mittaghorn, Rohrbachstein und Wetzsteinhorn verläuft die Sprachgrenze zwischen der französisch- und der deutschsprachigen Schweiz und zugleich die Grenze zum Kanton Bern. Gen Nordosten reicht das Gemeindegebiet bis zur Sprachgrenze; jenseits liegt die deutschsprachige Gemeinde Salgesch.
Vom Aussichtspunkt unterhalb der Bella Lui (Vorlage:Höhe) sind bei klarem Wetter die Gletscher der Walliser Alpen südlich der Rhone auf einem Spektrum von der Mischabel-Gruppe im Osten bis zu den Gipfeln im unteren Wallis im Westen zu sehen, einschliesslich des Matterhorns und des Mont Blanc.
Sowohl ab Sitten als auch von Siders aus führen kurvenreiche Zufahrtsstrassen von der durch das Rhonetal verlaufenden Autobahn A9. Auf 13 Kilometern wird dabei eine Höhendifferenz von 1000 Metern überwunden. Die Auffahrt durch die Rebhänge und Alpwiesen dauert von Sitten aus etwa 35, von Siders aus etwa 20 Minuten.
Von Siders aus ist der Ort zusätzlich mit einer Standseilbahn erreichbar, von Sitten aus mit einer Buslinie. Die von der Chemin de Fer et d’Autobus Sierre–Montana-Crans (SMC) betriebene Standseilbahn Sierre-Montana-Crans wurde wegen ihrer grossen Länge mit zwei Sektionen erbaut und 1911 eröffnet. Bei der Erneuerung 1997 wurden die beiden Sektionen verbunden, um das Umsteigen in der Mittelstation St-Maurice-de-Laques zu vermeiden. Seither ist die Anlage mit 4191 Metern Länge und mit 927 Metern Höhenunterschied eine der längsten Standseilbahnen Europas.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>
Zwischen den einzelnen Hangsiedlungen verlaufen zudem zahlreiche Velo- und Wanderwege.
Politik
Während der COVID-19-Pandemie stimmte die Gemeinde über die Einführung eines Gemeindeparlaments ab und lehnte es ab.<ref>Benno Tuchschmid: Stürzt Crans-Montana nach der Tragödie in eine wirtschaftliche Krise? In: Berner Zeitung, 24. Januar 2026.</ref>
Bei den Schweizer Parlamentswahlen 2023 betrugen die Wähleranteile in Crans-Montana: Die Mitte 30,4 % (+4,3 %), SVP 23,8 % (+3,1 %), FDP 17,6 % (−3,8 %), SP 15,4 % (−1,0 %), Grüne 10,4 % (−2,6 %), GLP 2,1 % (+1,4 %), übrige 0,3 % (−0,5 %).<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>
Tourismus und Sport
Enge Strassenzüge mit Hotels und Appartements, Cafés und Restaurants, Geschäften und administrativen Einrichtungen prägen jeweils das Zentrum von Crans-sur-Sierre und Montana. Zur Hauptsaison herrscht ein hohes Verkehrsaufkommen. An den Ortsrändern liegen mehrere Weiher mit Grünflächen.
Bekannt geworden ist Crans-Montana durch zahlreiche Veranstaltungen im alpinen Skisport. So wurden hier die Alpinen Skiweltmeisterschaften 1987 ausgetragen. Insgesamt gibt es 160 Kilometer Skipisten. Am Südrand des Plaine-Morte-Gletschers ist Sommerski möglich. Das Skigebiet wurde 2024 vom amerikanischen Konzern Vail Resorts übernommen.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>
Im Sommer ist Crans-Montana ein Zentrum des Golfsports. Der mit zwei Golfplätzen (9- und 18-Loch) präsente Golf-Club Crans-sur-Sierre veranstaltet hier jährlich das Omega European Masters, eines der bekanntesten Golfturniere Europas.
In den späten 1960er-Jahren wurde auf der Strasse von Siders nach Crans-Montana ein Automobil-Bergrennen ausgetragen, das auch zur Europa-Bergmeisterschaft zählte.
Crans-Montana war Austragungsort der Berglauf-Weltmeisterschaften 2008.
Gondellifte und Seilbahnen sowie ein 135 km langes Wegenetz für Wanderer und Mountainbiker erschliessen nördlich der Höhenterrasse von Crans-Montana die Gletscher, Felsgruppen, Bergseen, Alpen, Matten und Nadelwälder am Südrand der Berner Alpen. Eingebunden in dieses Wegenetz ist auch der Stausee Lac de Tseuzier (Vorlage:Höhe).
Die Gondelbahn Crans–Cry d’Er ging 1950 in Betrieb. Sie war eine der weltweit ersten Bahnen nach dem System Bell/Wallmannsberger.
Radsport
Crans-Montana war bereits sieben Mal Zielort der Tour de Suisse (1952, 1969, 2001, 2007, 2009, 2011, 2013). Die erste Zielankunft erfolgte im Jahr 1952 im Rahmen eines Einzelzeitfahrens, das in Monthey gestartet wurde. Mit Eddy Merckx (1974), Fränk Schleck (2009) und Ryder Hesjedal (2013) waren mehrere bekannte Radsportler in Crans-Montana erfolgreich.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>
Die 20. Etappe der Tour de France ging im Jahr 1984 in Crans-Montana zu Ende. Die Etappe wurde in Morzine gestartet und stellte die letzte Bergankunft der 71. Austragung dar. Etappensieger wurde der gesamtführende Laurent Fignon, der wenige Tage später seine zweite Tour de France gewann.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>
Die 13. Etappe des Giro d’Italia ging im Jahr 2023 mit einer Bergankunft in Crans-Montana zu Ende.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Etappensieger wurde der Kolumbianer Einer Rubio.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>
| Rundfahrt | Jahr | Etappe | Bergwertung | Fahrer | Auffahrt |
|---|---|---|---|---|---|
| Tour de France | 1984 | 20. Etappe | 1. Kategorie | Vorlage:FRA Laurent Fignon | Von Sierre über Venthône |
| Giro d’Italia | 2023 | 13. Etappe | 1. Kategorie | Vorlage:COL Einer Rubio | Von Granges über Lens |
Klima
Für die Normalperiode 1991 bis 2020 beträgt die Jahresmitteltemperatur 6,3 Grad Celsius, wobei im Januar mit −1,6 Grad Celsius die kältesten und im Juli mit 15,0 °C die wärmsten Monatsmitteltemperaturen gemessen werden. Im Mittel sind hier rund 142 Frosttage und 34 Eistage zu erwarten. Sommertage gibt es im Jahresmittel rund zwölf, während statistisch gesehen in einem von drei Jahren ein Hitzetag, ein Tag, an denen die Tageshöchsttemperatur 30 Grad Celsius erreicht, zu erwarten ist. Die Messstation von MeteoSchweiz liegt auf einer Höhe von Vorlage:Höhe
Sehenswürdigkeiten
Bilder
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Dorfkern
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Etang Grenon
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Hotel Ambassador
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Bergstation und Restaurant «Bella Lui»
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Standseilbahn, Blick aus Richtung Siders
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Etang Grenon im Sommer 2020
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Der Wegweiser am Passübergang auf der Plaine Morte in Vorlage:Höhe Höhe. Die Spitze des Bergs ist Vorlage:Höhe hoch.
Persönlichkeiten
- Roger Moore (1927–2017), britischer Schauspieler, wohnte in Crans-Montana und Monaco
- Susanne Ruoff (* 1958), Managerin, wohnt in Crans-Montana
- Radovan Vítek (* 1971), tschechischer Unternehmer, wohnt in Crans-Montana
Literatur
Weblinks
- Website der Munizipalgemeinde Crans-Montana
- Offizielle Tourismusseite von Crans-Montana
- Website des Skigebietbetreibers
Einzelnachweise
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