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Corps Pomerania Greifswald

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Basisdaten
Hochschulort: Greifswald

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Hochschule/n: Universität Greifswald

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Gründung: 5. November 1810

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Stiftungsdatum:

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Auflösung:

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Korporationsverband: KSCV

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Nummer im Verband:

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Zuständiger SC: Greifswald

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Kartell / Kreis / AG: Grüner Kreis

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Religion / Konfession:

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Stellung zur Mensur: [[Mensur (Studentenverbindung)#Einteilung der Verbindungen nach Einstellung zur Mensur|]]

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Wahlspruch: Ubi patria, ibi bene!
Blau wie der Äther ist unser Panier, fest wie die Eiche im Sturm stehen wir!

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Feldgeschrei (Panier): Pomerania sei's Panier!

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Waffenspruch: gladius noster vindex

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Wappenspruch: Unsern Bund trennt nur der Tod!

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Mitglieder insgesamt:

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Aktive:

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Das Corps Pomerania Greifswald ist eine schlagende und farbentragende Studentenverbindung und die älteste Korporation an der Universität Greifswald.

Geschichte

Das Corps wurde am 5. November 1810<ref>Ernst Hans Eberhard: Handbuch des studentischen Verbindungswesens. Leipzig, 1924/25, S. 54.</ref> an der damals schwedischen Alma Mater Gryphiswaldensis gestiftet. Im Gegensatz zu anderen Universitäten hatte es in Greifswald vorher keine ausgeprägteren Landsmannschaften gegeben, da die reicheren pommerschen Studenten an auswärtigen Universitäten studierten, Studenten aus anderen Teilen Deutschlands kaum nach Greifswald kamen und die Immatrikulierten daher zum größten Teil sogenannte „Kümmeltürken“, also weniger wohlhabenden Pommern waren. Die Studentenschaft teilte sich einzig in Pommern und Schweden und kannte ansonsten keine landsmannschaftlichen Zusammenschlüsse. Diesem Umstand bereitete die Stiftung der Pomerania ein Ende.<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> 1813 gründeten die aus Schwedisch-Vorpommern stammenden Mitglieder die Tochterverbindung Sueco-Pomerania, die nach der Eingliederung des Gebiets nach Preußen (1815) wieder in Pomerania aufging. Am 22. August 1816 konstituierte sich die Neopomerania, die schon Ende 1817 wieder einging. Der Name Neopomerania nahm ebenfalls auf das jetzt als „Neu-Vorpommern“ bezeichnete ehemals schwedische Territorium Bezug.<ref>Ludwig Denecke: Drei Stammbücher des Christian Heinrich Johannes Sueco-Pomeraniae, Pomeraniae, Neopomeraniae. Greifswald und Berlin 1813 bis 1819. In: Einst und Jetzt. Jahrbuch des Vereins für corpsstudentische Geschichtsforschung 38 (1993), S. 126.</ref>

1816 wurde Pomerania von den akademischen Behörden verboten. Noch im selben Jahr insgeheim rekonstituiert, wurde sie 1817 vertagt. Die Verbindung Pomerania Greifswald nahm 1819 den aktiven Betrieb wieder auf und rekonstituierte am 12. Juni 1829 mit den alten Farben und dem alten Wahlspruch. 1834, 1847, 1873 und 1876 musste jeweils für ein Semester vertagt werden. In seinen ersten Jahren pflegte das Landescorps Pommerns enge Verbindungen zu den gleichnamigen Corps in Frankfurt (Oder), Göttingen, Halle (Saale) und Berlin.

Schon 1858, zehn Jahre nach der Gründung des KSCV, stellte Pomerania mit Theodor Eiserhardt den Heidelberger oKC-Vorsitzenden. Dreimal war sie selbst präsidierendes Vorortcorps des KSCV und stellte 1870 mit Fritz Siemens (1870), Carl Colley (1890) und Alfred Solger (1908) den Vorsitzenden des oKC.

Wegen des Ersten Weltkriegs war Pomerania von 1914 bis 1919 inaktiv. In der Zeit des Nationalsozialismus musste sie 1935 wie alle Corps suspendieren. Die Alten Herren unterstützten die SC-Kameradschaft Yorck, die von August 1937 bis März 1945 bestand und sich an die Tradition des Corps Borussia anlehnte.<ref>Erich Bauer: Die Kameradschaften im Bereiche des Kösener SC in den Jahren 1937-1945. In: Einst und Jetzt. Jahrbuch des Vereins für corpsstudentische Geschichtsforschung 1 (1956), S. 25.</ref> Nach dem Zweiten Weltkrieg war eine Rekonstitution in der Sowjetischen Besatzungszone und in der Deutschen Demokratischen Republik unmöglich; das Corpserbe wurde jedoch von Mitgliedern des Corps Saxonia Göttingen bis zum Mauerfall gepflegt. Altherrensöhne bei Saxonia erhielten das Pommernband, wenn sie auf ihre Farben eine Mensur gefochten hatten. In Ermangelung aktiver Mitglieder musste eine Rekonstitution seither zweimal vertagt werden. Pomerania ist seit 2005 wieder aktiv und hat seit 2006 ihren Sitz in Greifswald. Beim 200. Stiftungsfest (2010) hielt der frühere Ministerpräsident von Mecklenburg-Vorpommern Alfred Gomolka die Festrede.<ref>Wolfgang v. der Groeben: 200 Jahre Pomerania. Ministerpräsident a. D. Prof. Dr. Alfred Gomolka hielt den Festvortrag in der Aula der Ernst-Moritz-Arndt-Universität zu Greifswald. Corps Magazin (Deutsche Corpszeitung 112. Jahrgang) 3/2010, S. 26</ref>

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Couleur und Wahlsprüche

Datei:Pommernhaus.jpg
Altes Corpshaus der Pomerania (1910)
Datei:Haus des Corps Pomerania Greifswald (2021).jpg
Heutiges Corpshaus der Pomerania (2021)

Das Corpsburschenband ist ätherblau-silber-ätherblau, das Fuchsband weiß-ätherblau auf silberner Perkussion. Die Studentenmütze ist ätherblau.

Wahlsprüche
Ubi patria, ibi bene!
Blau wie der Äther ist unser Panier, fest wie die Eiche im Sturm stehen wir!
Wappensprüche
Unsern Bund trennt nur der Tod!
v. f. i. f. i. = vivat fratres intimo foedere iuncti
Pomerania sei's Panier!
g n v = gladius noster vindex

Auswärtige Beziehungen

Ein Kartellverhältnis besteht zum Corps Saxonia Göttingen. Befreundet ist Pomerania mit den Corps Hansea Bonn, Franconia-Jena, Guestphalia Halle und Franconia München. Bis zu ihrer Suspension 1866 bestand ein Kartell mit Marchia Halle. Weiterhin besteht ein, nie aufgelöstes, Freundschaftsverhältnis zum Corps Guestphalia Heidelberg aufgegangen in das Corps Vandalo-Guestphalia Heidelberg.

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Mitglieder

In alphabetischer Reihenfolge

Datei:Pommernliste02.jpg
Erste Mitgliederliste der Pomerania in den Akten der Universität Greifswald

Literatur

  • Chronik des Corps Pomerania, Greifswald 1897.
  • Mitgliederverzeichnis der Pomerania, Greifswald 1897.
  • Aus der Geschichte der Universität Greifswald: Festschrift zum 450jährigen Jubiläum der Universität Greifswald, dargebracht von der Gesellschaft für pommersche Geschichte und Altertumskunde, Stettin 1906.
  • Arno Schmidt: Aus dem Greifswalder Studentenleben um 1812. Einst und Jetzt, Band 4 (1959), S. 42–57.
  • Wolfgang von der Groeben: Pomerania! Saxonia! Düsseldorf 2010.

Weblinks

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Einzelnachweise

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