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Corps Lusatia Breslau

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Basisdaten
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Stiftungsdatum: 6. November 1832

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Auflösung: 6. November 1993

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Das Corps Lusatia Breslau war eine farbentragende, pflichtschlagende Studentenverbindung in Breslau (1832–1936). In der Nachkriegszeit wurde das Corps durch Mitglieder des Corps Moenania in Hamburg wiedergegründet und wurde später nach Köln und Aachen verlegt, bis es schließlich 1993 mit dem Corps Lusatia Leipzig fusionierte.

Geschichte

Breslau 1832–1936

Datei:Tasse, Wappen Corps Lusatia Breslau.jpg
Wappentasse der Lusatia, vor 1860
Datei:Ehem. Corpshaus Lusatia (Breslau).JPG
Links das ehemalige Corpshaus in Breslau
Datei:Gedenktafel Lusatia Breslau.jpg
Gedenktafel am Corpshaus

Nach der Kgl. preußischen Kabinettsorder vom 24. November 1811 wurde die Brandenburgische Universität Frankfurt nach Breslau verlegt. Nachdem sich im Oktober 1821 ein Corps Sileso-Lusatia in der schlesischen Hauptstadt aufgetan hatte, gründete stud. iur. Emil Thiele mit sechs anderen Stiftern am 6. November 1832 das Corps Lusatia.<ref>Thiele war Angehöriger der Corps Pomerania Greifswald, Vandalia Rostock und Pomerania Halle.</ref> Nach Borussia (1819) und Silesia (1821) war es das dritte Corps an der Schlesischen Friedrich-Wilhelms-Universität.<ref>1864 kam Marcomannia hinzu.</ref> Der Wahlspruch war Lusatia vita carior. Die blau-rot-goldenen Farben wurden 1843 in Dunkelblau-Gold-Rot, im Wintersemester 1848 in Hellblau-Gold-Rot geändert; damit sollten die ursprünglichen Landesfarben der Lausitz herausgestellt werden.

Im katholischen Schlesien wurden viele Breslauer Studenten der Katholischen Theologie Corpsstudenten. Neben einigen früh verstorbenen Kandidaten hatte Lusatia (mindestens) neun Erz-/Priester und Bischöfe in ihren Reihen. In den 1860er Jahren musste Lusatia einige Semester suspendieren. Mit dem Breslauer Preußen Waldemar Dyhrenfurth als Senior machte sie 1869 wieder auf. 1885 bezog Lusatia das erste eigene Corpsheim in der Kupferschmiedestraße 22/23, 1890 das zweite in der Altbüßerstraße 11. Das neue eigene Corpshaus in der Rosenthalerstraßer 5<ref>Ernst Hans Eberhard: Handbuch des studentischen Verbindungswesens. Leipzig 1924/25, S. 28</ref> (heute ul. Dubois) {{Coordinate{{#ifeq:|y|Simple|Complex}}|NS=51.117329|EW=17.033189|type=landmark|region=PL-02|globe=|dim=|elevation=|pop=|lw=|name={{#invoke:Coordinates/kml|kmlTitle|1=Corpshaus Rosenthalerstraße 5}}|article=|text=ICON1|sortkey=|tooltip=|tooltipformat=|map=|mapsize=|maplevel=|maptype=|maplabel=|maplayer=|mapcaption=}}{{#if:|{{#switch:5

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Zeit des Nationalsozialismus

Zu Beginn des Wintersemesters 1935/36 musste das Corps wie alle anderen freien Studentenverbindungen suspendieren. Das Corpshaus wurde 1936 von der NS-Kameradschaft Himmelwitz übernommen, die bis 1945 bestand. Engere Beziehungen zwischen Kameradschaft und der Altherrenschaft der Lusatia entwickelten sich nicht.<ref>Erich Bauer: Die Kameradschaften im Bereiche des Kösener SC in den Jahren 1937-1945. In: Einst und Jetzt. Jahrbuch des Vereins für corpsstudentische Geschichtsforschung 1 (1956), S. 21.</ref>

Im Zweiten Weltkrieg fielen 36 Breslauer Lausitzer, darunter die beiden Ritterkreuzträger Bruno von Brackel und Friedrich-Wilhelm Wandel.<ref>Wandel fiel als Hauptmann im I./GR 347 am 27. Oktober 1943.</ref> 1945 überstand das Corpshaus den Zweiten Weltkrieg und die Schlacht um Breslau. Es wurde beschlagnahmt und vorübergehend von einer polnischen Studentenvereinigung bewohnt.

Hamburg 1952–1956

1950 wurde ein besonderes Freundschaftsabkommen mit dem Corps Moenania vereinbart. Beim 119. Stiftungsfest beschloss der Altherrenverband die Rekonstitution des Corps an der Universität Hamburg. Mit drei Mainländern konnte sie am 9. Mai 1952 im Adolph-Woermann-Haus vollzogen werden.<ref>Thomas Brinkmann: Rekonstituierung der Lusatia Breslau 1952. Lausitzer-Zeitung 2014 Nr. 2.</ref>

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Köln 1956–1993

Wie viele der vertriebenen Corps verlegte auch Lusatia bei dem schweren Stand der Studentenverbindungen in der Kaufmannsstadt Hamburg bereits 1956 nach Köln und Aachen, wo schon die drei anderen Breslauer Corps Borussia, Silesia und Marcomannia und Hansea Köln (1901) aktiv waren. Sie nahmen Lusatia in den SC zu Köln auf. 1957 wurde die letzte Fassung der Konstitution beschlossen. Im Januar 1964 wurde ein Corpshaus in Köln-Lindenthal (Rautenstrauchstraße 81) angemietet. Fünf Jahre später wurde das letzte Corpshaus in Köln-Marienburg (Schillingsrotter Weg 15) gekauft.<ref>Werneburg: Corps Lusatia Breslau, Auszug aus der Corpsgeschichte. Kösener Handbuch 1985 II, S. 8/7–8/10</ref> Beim Festakt zum 150. Stiftungsfest im Sommer 1982 sprach Kölns Bürgermeister Heribert Blens. Aus Nachwuchsmangel musste Lusatia suspendieren. Ihre Tradition wird seit dem 6. November 1993 von Lusatia Leipzig fortgeführt. Die gleichen Bänder sind zu einem verschmolzen.

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KSCV

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Sehr früh, im Mai 1850, wurde der SC zu Breslau mit Borussia, Silesia, Lusatia und Marchia II Mitglied des KSCV. 1880 initiierte Leonhard Zander die Kösener Reformen. 1974 war Lusatia präsidierendes Vorortcorps und stellte mit Heinrich Jüttner den Vorortsprecher.

Von 1972 bis 1976 gehörte mit Karl Waltzinger fr. Moenaniae ein Lausitzer dem Vorstand des Verbandes Alter Corpsstudenten an. Ihm folgte von 1977 bis 1981 Gottfried Werneburg († 2009), der die Gutachterkommission von 1991 bis 2009 leitete.

Verhältniscorps

Datei:Breslau Lusatia.jpg
1912

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Kartelle

Befreundete

Vorstellungen

Corpsmitglieder

Literatur

  • Kurt Beyer, Hans-Ulrich Jerschke: Geschichte des Corps Lusatia Breslau 1832 bis 1952. Köln 1982.
  • Walter M. Brod: Das hundertste Stiftungsfest der Lusatia zu Breslau. In: Corps Moenania (Würzburg). Corpsbericht 25, 1932, S. 10 f.
  • Heiner Jüttner: Geschichte des Corps Lusatia-Breslau von 1950 bis 1993. Aachen Leipzig 2002.
  • Krzysztof Popinski, Detlef Frische und Thorsten Möllenbeck: Studenten an der Universität Breslau 1871 bis 1921. Eine sozialgeschichtliche Untersuchung. Historia Academica, Schriftenreihe der Studentengeschichtlichen Vereinigung des Coburger Convents, Band 46. Würzburg 2009.
  • Hans-Joachim Weber: Erinnerungen an Breslauer Korporationen. Eine Postkarte aus dem Jahre 1911. In: Einst und Jetzt, Bd. 11 (1966), S. 91–104.

Weblinks

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Einzelnachweise

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