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Corbassièregletscher

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Vorlage:Infobox Gletscher Der Corbassièregletscher (französisch Glacier de Corbassière) ist ein Talgletscher auf der Nordseite des Grand Combin in den südwestlichen Walliser Alpen, in der Schweiz. Er ist 9,6 km lang<ref name="bfs_2014"/> und bedeckt zusammen mit seinen Tributärgletschern eine Fläche von etwa 14 km²<ref name="GletschermessnetzVAW"/>. Damit ist er der grösste Gletscher im Unterwallis und nach dem Aletschgletscher, dem Fieschergletscher, dem Gornergletscher und dem Unteraargletscher der fünftlängste der Schweiz.

Lage

Seinen Ursprung hat der Corbassièregletscher am Nordhang des Grand Combin auf über Vorlage:Höhe Auf einer Höhe von 3'300 bis Vorlage:Höhe befindet sich eine ausgedehnte, kaum geneigte Eisfläche, die im Westen von den Felsspitzen der Maisons Blanches (bis Vorlage:Höhe) begrenzt wird. Danach fliesst der Gletscher mit einer leichten Krümmung nach Norden, flankiert von den Gipfeln des Combin de Corbassière (Vorlage:Höhe) und Petit Combin (Vorlage:Höhe) im Westen sowie von Tournelon Blanc (Vorlage:Höhe) und Grand Tavé (Vorlage:Höhe) im Osten. Der Corbassièregletscher entwässert durch den Torrent de Corbassière in die Dranse de Bagnes, welche durch das Val de Bagnes zur Rhone fliesst.

Im frühen 19. Jahrhundert, in der Spätphase der Kleinen Eiszeit, reichte die Gletscherzunge bis in die Waldzone hinab.<ref>Paul-Louis Mercanton: Les glaciers du val de Bagnes en 1818 d'après quelques documents inédits. In: Jahrbuch des Schweizer Alpenclub 51 ("1916"): 151–155; 1917.</ref> Moränenreste befinden sich in rund 1800 m Höhe, nicht weit von der Einmündung des Wildbachs Dyure de Sery.<ref>Hans Kinzl: Die größten nacheiszeitlichen Gletschervorstöße in den Schweizer Alpen und in der Mont Blanc-Gruppe. In: Zeitschrift für Gletscherkunde, für Eiszeitforschung und Geschichte des Klimas 20: 269–397; 1932.</ref> Die Gletscherzunge endete 2005 auf etwa Vorlage:Höhe.<ref name="FoGDB"/> Seit einem Hochstadium um die Mitte des 19. Jahrhunderts hat sich der Gletscher um mehr als 3 km zurückgezogen.

Auf der Seitenmoräne am Ostrand des unteren Gletscherabschnitts steht die Cabane François-Xavier Bagnoud (Vorlage:Höhe, früher Cabane de Panossière genannt), welche Ausgangspunkt für Bergbesteigungen und Gletschertouren im Grand Combin-Massiv ist.

Entwicklung

Entwicklung des Gletschers<ref name="bfs_2014" />
Jahr 1850 1973 1999/2000 2013
Fläche (km²) 20,7 18,3 16,3 14,08 (2023)<ref name="GletschermessnetzVAW" />
Länge (km) 12,9 10,1 10,1 9,6

Vorlage:Chart

Weblinks

Vorlage:Commonscat

Einzelnachweise

<references />