Constructions Mécaniques de Normandie
| Constructions Mécaniques de Normandie
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| colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Logo CMN.jpg | |
| Rechtsform | S.A. |
| Gründung | 1946 |
| Sitz | Paris Datei:Flag of France.svg Frankreich |
| Leitung | Serge Quaranta |
| Mitarbeiterzahl | 450 (2024)<ref name="Kennzahlen 2024">Société CMN Constructions Mecaniques de Normandie: Chiffre d'affaires, statuts, extrait d'immatriculation. In: Pappers. Abgerufen am 17. November 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> |
| Umsatz | 158 Mio. Euro (2024)<ref name="Kennzahlen 2024" /> |
| Branche | Schiffbau |
| Website | www.cmn-group.com |
Constructions Mécaniques de Normandie (CMN) ist eine Werft im französischen Cherbourg. Das Unternehmen zählt etwa 450 Mitarbeitende in verschiedenen Bereichen. Die Werft ist auf den Bau von Marineschiffen und Forschungsschiffen ausgerichtet und gehört als Tochtergesellschaft zur CMN-Naval-Gruppe.
Geschichte
Die Werft wurde im Jahr 1946 von dem Flugzeugkonstrukteur Félix Amiot gegründet.<ref>About – History. In: CMN Group. Abgerufen am 17. November 2025.</ref><ref>Jacques-Olivier Gasly: Cherbourg: CMN décroche un nouveau contrat militaire. In: Normandinamik. 5. Dezember 2023, abgerufen am 17. November 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Als erstes Fahrzeug lief am 23. Juni 1948 der Fischkutter Annie vom Stapel, seitdem wurden 350 Wasserfahrzeuge hergestellt. CMN spezialisierte sich zunächst auf den Holzschiffbau und produzierte Anfang der 1970er-Jahre eine Serie von Minenjagdbooten der Circé-Klasse mit Holzrumpf für die französische Marine. Hinzu kamen Minensuchboote, Patrouillenboote, Fahrzeuge für den Thunfischfang und kleine Frachtschiffe für den Küsten- und Binnenbereich.
Ab 1967 spezialisierte sich CMN auf den Bau von modernen Flugkörper-Schnellbooten und erwarb sich mit dem Typ Combattante, der in mehreren Versionen hergestellt wurde, eine international führende Position. Der Bootstyp ging auf einen Entwurf der deutschen Lürssen-Werft zurück, der für Israel entwickelt wurde. Als diese Boote aus politischen Gründen nicht in Deutschland gebaut werden durften, wurde CMN mit dem Bau von zwölf Booten der Sa’ar-1-Klasse beauftragt. Nach deren Fertigstellung hatte auch Frankreich ein Exportverbot erlassen. Daraufhin wurden die noch nicht ausgelieferten fünf Boote am 24. und 25. Dezember 1969 in einer Geheimaktion aus Cherbourg entführt und gegen den offiziellen Willen der französischen Stellen nach Israel gebracht. Durch diese Aktion wurden die Boote der CMN als Vedettes de Cherbourg weltweit bekannt.
Die deutsche Bundesmarine bestellte 1970 bei CMN 20 aus dem Entwurf Combattante-II entwickelte Schnellboote der Tiger-Klasse, von denen acht in Deutschland endausgerüstet wurden. Die übrigen wurden bei CMN komplett gefertigt. Alle Boote wurden zwischen 1972 und 1975 in Dienst gestellt.<ref>Hans Frank (Hrsg.); Die deutschen Schnellboote im Einsatz - 1956 bis heute; Hamburg, Berlin, Bonn 2007; ISBN 978-3-8132-0880-1, S. 58ff.</ref>
In den 2000er Jahren entwickelte CMN den Entwurf der Combattante BR70, der die Grundlage für die Korvetten der Baynunah-Klasse der Marine der Vereinigten Arabischen Emirate bildete. Das Führungsschiff der Klasse wurde in der CMN-Werft in Cherbourg gebaut, während die übrigen Schiffe im Rahmen eines Technologietransferprogramms von Abu Dhabi Ship Building (ADSB) in Abu Dhabi gebaut wurden.<ref>Tom Barton: CMN and Edge Group launch first BR71 Mk II corvette for Angola. In: Janes. 11. März 2026, abgerufen am 17. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Im Juli 2019 lieferte die Werft zwei Kriegsschiffe an Saudi-Arabien aus.<ref>Sébastien Fontenelle: Soumission ? Le Figaro, Valeurs actuelles et les pays du Golfe. In: OrientXXL. 10. Juni 2020, abgerufen am 17. November 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Im März 2026 lief die erste Korvette der BR71 Mk II-Klasse, die NRA Ekuikui II (F 300), für die angolanische Marine vom Stapel. Die BR71 Mk II war eine modernisierte Version der Korvetten der Baynunah-Klasse, von denen die Marine der Vereinigten Arabischen Emirate Stand 2026 sechs Schiffe im Dienst hat. Der Marinebereich der EDGE Group, ADSB, vergab den Entwurf und den Bau des ersten und dritten Schiffes als Unterauftrag an CMN, während die zweite Korvette in Abu Dhabi von ADSB gebaut wird.<ref>Dimitris Mitsopoulos: Angolan Navy BR71 MKII Corvette Program Progresses. In: Naval News. 18. Juli 2025, abgerufen am 24. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Tom Barton: CMN and Edge Group launch first BR71 Mk II corvette for Angola. In: Janes. 11. März 2026, abgerufen am 24. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Unternehmensstruktur
CMN ist Teil von CMN Naval, einem multinationalen Schiffbau- und Yachtbaukonzern. Zu diesem Konzern gehören auch Werften wie German Naval Yards in Deutschland und Isherwoods im Vereinigten Königreich.<ref>CMN Naval : le pionnier de l'innovation navale et de l'énergie marémotrice. In: Le Figaro. 4. Dezember 2023, abgerufen am 17. November 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Darüber hinaus sind auch die Tochtergesellschaften HydroQuest, AMT und ACE Teil von CMN Naval.<ref>European Naval Defence Group. In: CMN Naval. Abgerufen am 17. November 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Aktivitäten
CMN baut Marineschiffe, Yachten und Forschungsschiffe und ist über die Tochtergesellschaft Hydroquest auch im Bereich der Meeresenergien tätig.<ref>Le groupe CMN Naval lève 85 millions d’euros de financement pour soutenir sa croissance. In: Le marin. 29. Juli 2025 (ouest-france.fr [abgerufen am 17. November 2025]).</ref>
Am Standort Cherbourg verfügt CMN über mehrere Produktionshallen (insgesamt rund 48.000 m2 überdachte Flächen, Grundstücksfläche ca. 110.000 m2) sowie über spezielle Einrichtungen wie eine Slipanlage für Schiffe unter 700 Tonnen und einen Syncrolift mit einer Tragkraft von 3.000 Tonnen.<ref>CMN Shipyard. In: CMN Naval. 27. März 2022, abgerufen am 17. November 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Weblinks
- Homepage von CMN
- Übersicht über die bei CMN gebauten Kriegsschiffe der französischen Marine (französisch)
Einzelnachweise
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