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Nadia Comăneci

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Nadia Comăneci, 2010
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Nadia Comăneci, 1976

Nadia Elena Comăneci [<templatestyles src="IPA/styles.css" />koməˈnetʃʲ] (<phonos file="Ro-Nadia Comăneci.ogg">Aussprache</phonos>/?; * 12. November 1961 in Onești) ist eine ehemalige Kunstturnerin und Sportunternehmerin. Sie ist die bis dato erfolgreichste rumänische Sportlerin bei Olympischen Spielen. Comăneci gilt als eine der besten Turnerinnen der Geschichte.<ref>Die großen Olympia-Geschichten: Nadia Comăneci - das unvergessene Meisterstück des Turn-Wunderkinds. In: eurosport.de. 8. Juni 2021, abgerufen am 16. August 2021.</ref> Bei den Olympischen Spielen 1976 und 1980 gewann sie insgesamt fünf Gold-, drei Silber- und eine Bronzemedaille.<ref name="spox-">Nadia Comaneci - Rumäniens Turnlegende. In: spox.com. 20. Dezember 2010, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 28. Februar 2021; abgerufen am 15. Februar 2015.</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />www.jurnalul.ro (Memento vom 14. Januar 2014 im Internet Archive) (in rumänischer Sprache)</ref> Sie gewann ferner zwei Goldmedaillen bei Weltmeisterschaften, neun Goldmedaillen bei Europameisterschaften und fünf Goldmedaillen bei den Universiaden.

Leben und Karriere

Zum ersten Mal machte sie unter dem ungarischstämmigen Trainer Béla Károlyi bei den Europameisterschaften 1975 mit insgesamt vier Siegen auf sich aufmerksam. Bei den Olympischen Spielen 1976 in Montreal erhielt sie am 18. Juli im Alter von 14 Jahren als erste Turnerin überhaupt eine 10,0 am Stufenbarren. Dies war auch das erste Mal, dass eine perfekte 10 im Turnen erreicht wurde.<ref>First perfect 10 awarded in Olympic gymnastics. Abgerufen am 5. Juni 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Note wurde auf der Anzeigetafel als 1,00 angezeigt, weil die Tafeln eine zweistellige Note nicht darstellen konnten: Die Höchstnote 10,0 galt bis dahin als unerreichbar. Comăneci gewann darüber hinaus Gold am Schwebebalken und im Mehrkampf, Silber mit der Mannschaft und Bronze am Boden. Im selben Jahr wurde sie mit der Sportler-des-Jahres-Auszeichnung von Associated Press geehrt und zu Europas Sportlerin des Jahres gewählt. Bei den Olympischen Spielen 1980 in Moskau gewann sie Gold am Schwebebalken und am Boden sowie Silber im Mehrkampf und mit der Mannschaft. Im Jahr darauf erklärte Comăneci ihren Rücktritt vom Wettkampfsport.<ref>Das muskulös-materiellste Mädchen, das die Welt je kannte</ref>

Ende November 1989, kurz vor der Rumänischen Revolution, floh Comăneci über Ungarn und Österreich in die USA. Als Grund für ihre Flucht gab sie an, die Freiheit gewählt zu haben, und beklagte das von den rumänischen Behörden verhängte Verbot für Reisen ins westliche Ausland. Kurz vor ihrer Flucht war auch ein von Comăneci gestellter Antrag auf einen Kurzaufenthalt in Ungarn nicht bewilligt worden.<ref>„Ich habe die Freiheit gewählt“. In: Hamburger Abendblatt. 30. November 1989, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 6. Oktober 2022; abgerufen am 6. Oktober 2022.</ref> 1996 heiratete sie in Bukarest den ehemaligen US-amerikanischen Turner Bart Conner.<ref>Nadia Comaneci die Traumfrau des Turnens</ref> Das Paar hatte sich 1976 beim American Cup kennengelernt, den sie beide gewinnen konnten. Sie besitzen die Bart Conner Gymnastics Academy<ref>About Nadia Comaneci | Bart Conner Gymnastics Academy. Abgerufen am 2. Juli 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> sowie mehrere Sportläden und sind Herausgeber des Magazins International Gymnast. Daneben engagieren sich beide für wohltätige Zwecke.

Das Paar hat einen Sohn, Dylan Paul Conner (* 3. Juni 2006), und lebt in Norman, Oklahoma.<ref>GYMmedia.com: Baby boy arrives for Comaneci, Conner, abgerufen am 14. Juni 2021.</ref> 2001 wurde Comăneci US-Staatsbürgerin.<ref>Nadia Comaneci becomes US citizen. In: Irish Examiner. 30. Juni 2001, abgerufen am 25. April 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Comăneci bezeichnete sich 2016 selbst als „eine Rumänin, die von den USA adoptiert wurde“.<ref>Nadia Comăneci: "Ich suche nie nach dem leichtesten Weg". In: Euronews. 8. August 2016, abgerufen am 6. Oktober 2022.</ref>

1984 wurde ihr Leben unter dem Titel Nadia für das Fernsehen verfilmt. 2014 erschien unter dem Titel Die kleine Kommunistin, die niemals lächelte ein fiktionaler Roman von Lola Lafon über Comănecis Leben.<ref>Romanbesprechung: Die kleine Kommunistin, die niemals lächelte/Eine Unmöglichkeit namens Nadia.</ref><ref name=Detemple>Yves-Pierre Detemple: Rezension: Nadia Comăneci und die perfekte 10, in Decadi 21, am 18. März 2015.</ref> Von 2015/16 stammt die ARTE-Dokumentation Nadia Comaneci – Die Turnerin und der Diktator (Nadia Comaneci – La gymnaste et le dictateur) von Pola Rapaport.<ref>www.fernsehserien.de: Nadia Comăneci – Die Turnerin und der Diktator</ref><ref>Roche Productions: Nadia Comaneci, the gymnast and the dictator</ref> 1993 wurde sie als zweite Turnerin nach Olga Korbut in die International Gymnastics Hall of Fame aufgenommen. 2021 wurde sie mit dem Nationalorden „Stern von Rumänien“ im Rang eines Großoffiziers ausgezeichnet, „als Zeichen hoher Wertschätzung und Anerkennung für ihre Sportkarriere“.<ref>AGERPRES: Gimnasta Nadia Comăneci - decorată de preşedintele Iohannis cu Ordinul Naţional. Abgerufen am 11. Mai 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele 2024 in Paris gehörte Comăneci zu den Trägern der olympischen Fackel.<ref>Matt Nelson: France’s 100-year-old Olympic champion Charles Coste participates in torch relay's final leg. In: olympics.com. 27. Juli 2024, abgerufen am 27. Juli 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Schriften

Literatur

  • Lola Lafon: Die kleine Kommunistin, die niemals lächelte. Roman. Piper, München Zürich 2014, ISBN 978-3-492-05670-0.
  • Stejărel Olaru: Nadia Comăneci and the Secret Police. A Cold War escape, Bloomsbury Academic, London 2023, ISBN 978-1-350-32129-8 (englisch).

Weblinks

Commons: Nadia Comăneci – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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Vorlage:Klappleiste/Anfang 1952: Sowjetunion 1923Datei:Flag of the Soviet Union (1936–1955).svg Maria Gorochowskaja | 1956: Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Larissa Latynina | 1960: Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Larissa Latynina | 1964: TschechoslowakeiDatei:Flag of the Czech Republic.svg Věra Čáslavská | 1968: TschechoslowakeiDatei:Flag of the Czech Republic.svg Věra Čáslavská | 1972: Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Ljudmila Turischtschewa | 1976: Rumänien 1965Datei:Flag of Romania (1965–1989).svg Nadia Comăneci | 1980: Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Jelena Dawydowa | 1984: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Mary Lou Retton | 1988: SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Jelena Schuschunowa | 1992: Vereintes TeamDatei:Olympic flag.svg Tetjana Huzu | 1996: UkraineUkraine Lilija Podkopajewa | 2000: RumänienDatei:Flag of Romania.svg Simona Amânar | 2004: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Carly Patterson | 2008: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Nastia Liukin | 2012: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Gabrielle Douglas | 2016: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Simone Biles | 2020: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Sunisa Lee | 2024: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Simone Biles

Liste der Olympiasieger im Turnen Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang 1952: Ungarn 1949Datei:Flag of Hungary 1949-1956.svg Ágnes Keleti | 1956: Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Larissa Latynina und Ungarn 1956Datei:Flag of Hungary (1946-1949, 1956-1957).svg Ágnes Keleti | 1960: Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Larissa Latynina | 1964: Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Larissa Latynina | 1968: TschechoslowakeiDatei:Flag of the Czech Republic.svg Věra Čáslavská und Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Larissa Petrik | 1972: Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Olga Korbut | 1976: Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Nelli Kim | 1980: Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Nelli Kim und Rumänien 1965Datei:Flag of Romania (1965–1989).svg Nadia Comăneci | 1984: Rumänien 1965Datei:Flag of Romania (1965–1989).svg Ecaterina Szabó | 1988: Rumänien 1965Datei:Flag of Romania (1965–1989).svg Daniela Silivaș | 1992: RumänienDatei:Flag of Romania.svg Lavinia Miloșovici | 1996: UkraineUkraine Lilija Podkopajewa | 2000: RusslandRussland Jelena Samolodtschikowa | 2004: RumänienDatei:Flag of Romania.svg Cătălina Ponor | 2008: RumänienDatei:Flag of Romania.svg Sandra Izbașa | 2012: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Alexandra Raisman | 2016: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Simone Biles | 2020: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Jade Carey | 2024: BrasilienDatei:Flag of Brazil.svg Rebeca Andrade

Liste der Olympiasieger im Turnen Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang 1952: Sowjetunion 1923Datei:Flag of the Soviet Union (1936–1955).svg Nina Botscharowa | 1956: Ungarn 1956Datei:Flag of Hungary (1946-1949, 1956-1957).svg Ágnes Keleti | 1960: TschechoslowakeiDatei:Flag of the Czech Republic.svg Eva Bosáková | 1964: TschechoslowakeiDatei:Flag of the Czech Republic.svg Věra Čáslavská | 1968: Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Natalia Kutschinskaja | 1972: Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Olga Korbut | 1976: Rumänien 1965Datei:Flag of Romania (1965–1989).svg Nadia Comăneci | 1980: Rumänien 1965Datei:Flag of Romania (1965–1989).svg Nadia Comăneci | 1984: Rumänien 1965Datei:Flag of Romania (1965–1989).svg Simona Păuca und Rumänien 1965Datei:Flag of Romania (1965–1989).svg Ecaterina Szabó | 1988: Rumänien 1965Datei:Flag of Romania (1965–1989).svg Daniela Silivaș | 1992: Vereintes TeamDatei:Olympic flag.svg Tetjana Lyssenko | 1996: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Shannon Miller | 2000: China VolksrepublikDatei:Flag of the People's Republic of China.svg Liu Xuan | 2004: RumänienDatei:Flag of Romania.svg Cătălina Ponor | 2008: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Shawn Johnson | 2012: China VolksrepublikDatei:Flag of the People's Republic of China.svg Deng Linlin | 2016: NiederlandeNiederlande Sanne Wevers | 2020: China VolksrepublikDatei:Flag of the People's Republic of China.svg Guan Chenchen | 2024: ItalienItalien Alice D’Amato

Liste der Olympiasieger im Turnen Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang 1952: Ungarn 1949Datei:Flag of Hungary 1949-1956.svg Margit Korondi | 1956: Ungarn 1956Datei:Flag of Hungary (1946-1949, 1956-1957).svg Ágnes Keleti | 1960: Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Polina Astachowa | 1964: Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Polina Astachowa | 1968: TschechoslowakeiDatei:Flag of the Czech Republic.svg Věra Čáslavská | 1972: Deutschland Demokratische Republik 1949Datei:Flag of East Germany.svg Karin Janz | 1976: Rumänien 1965Datei:Flag of Romania (1965–1989).svg Nadia Comăneci | 1980: Deutschland Demokratische Republik 1949Datei:Flag of East Germany.svg Maxi Gnauck | 1984: China VolksrepublikDatei:Flag of the People's Republic of China.svg Ma Yanhong und Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Julianne McNamara | 1988: Rumänien 1965Datei:Flag of Romania (1965–1989).svg Daniela Silivaș | 1992: China VolksrepublikDatei:Flag of the People's Republic of China.svg Lu Li | 1996: RusslandRussland Swetlana Chorkina | 2000: RusslandRussland Swetlana Chorkina | 2004: FrankreichFrankreich Émilie Le Pennec | 2008: China VolksrepublikDatei:Flag of the People's Republic of China.svg He Kexin | 2012: RusslandRussland Alija Mustafina | 2016: RusslandRussland Alija Mustafina | 2020: BelgienDatei:Flag of Belgium (civil).svg Nina Derwael | 2024: AlgerienDatei:Flag of Algeria.svg Kaylia Nemour

Liste der Olympiasieger im Turnen Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang

1950: Helena Rakoczy | 1954: Keiko Tanaka | 1958: Larissa Latynina | 1962: Eva Bosáková | 1966: Natalja Kutschinskaja | 1970: Erika Zuchold | 1974: Ljudmilla Tourischtschewa | 1978: Nadia Comăneci | 1979: Věra Černá | 1981: Maxi Gnauck | 1983: Olga Mostepanowa | 1985: Daniela Silivaș | 1987: Aurelia Dobre | 1989: Daniela Silivaș | 1991: Swjatlana Bahinskaja | 1992: Kim Zmeskal | 1993: Lavinia Miloșovici | 1994: Shannon Miller | 1995: Mo Huilan | 1996: Dina Kotschetkowa | 1997: Gina Gogean | 1999: Ling Jie | 2001: Andreea Răducan | 2002: Ashley Postell | 2003: Fan Ye | 2005: Nastia Liukin | 2006: Iryna Krasnjanska | 2007: Nastia Liukin | 2009: Deng Linlin | 2010: Ana Porgras | 2011: Sui Lu | 2013: Alija Mustafina | 2014: Simone Biles | 2015: Simone Biles | 2017: Pauline Schäfer | 2018: Liu Tingting | 2019: Simone Biles | 2021: Urara Ashikawa | 2022: Hazuki Watanabe | 2023: Simone Biles | 2025: Zhang Qingying

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