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Colònia de Sant Pere

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Colònia de Sant Pere
Gemeinde Artà
Datei:Colònia de Sant Pere.jpg
Ortsansicht
Wappen Karte von Spanien
Vorlage:Platzhalterbild
Hilfe zu Wappen
Basisdaten
Land: SpanienDatei:Flag of Spain.svg Spanien
Autonome Gemeinschaft: Balearische InselnDatei:Flag of the Balearic Islands.svg Balearische Inseln
Insel: Mallorca
Comarca: Vorlage:Metadaten Comarca ES
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Koordinaten: Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Provinz zu ISO Code_type:city(600) 39° 44′ N, 3° 17′ OKoordinaten: Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Provinz zu ISO Code_type:city(600) 39° 44′ N, 3° 17′ O
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Einwohner: 600 (2024) INE
Postleitzahl(en): 07579
Ortskennzahl: 07006000200

Colònia de Sant Pere (kastilisch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) ist ein Ort auf der spanischen Baleareninsel Mallorca. Er liegt im Westen des Gemeindegebietes von Artà in der Region (Comarca) Llevant.

Lage und Beschreibung

Colònia de Sant Pere wurde als Siedlung an der Ostseite der Bucht von Alcúdia (Badia d’Alcúdia) angelegt, dem größten Meereseinschnitt der Nordostküste Mallorcas. Der im Jahre 1880 gegründete Ort hatte 2020 641 Einwohner.<ref>Bevölkerungsstatistik für Colònia de Sant Pere des Instituto Nacional de Estadística español (INE) Abgerufen am 18. April 2015 (englisch/spanisch).</ref> Neben Colònia de Sant Pere befinden sich an der Ostküste der Bucht von Alcúdia noch einige abgelegene Siedlungen, „Urbanisationen“ genannt, die in den 1960er Jahren entstanden wie die Urbanització Betlem, die Urbanització Montferrutx und die Urbanització s’Estanyol.

Datei:Colònia de Sant Pere 20.jpg
Lage von Colònia de Sant Pere an der Badia d’Alcúdia
Datei:Vivers de la Colònia 04.jpg
„Fischteiche“ (Vivers) von Colònia Sant Pere

Die eigentliche Entwicklung von Colònia de Sant Pere war eine Folge des Tourismusbooms in den 1960er Jahren. Von diesem Zeitpunkt an wurde eine Reihe von Gebäuden um den ursprünglichen Ortskern herum errichtet, die die ursprüngliche Siedlung einschlossen. Der kleine Hafen des Ortes wurde in den 1980er Jahren von einem kleinen Fischerhafen zu einem Sporthafen umgebaut. Heute bietet er Platz für etwa 300 Boote und die Fischerei wird weiterhin noch in kleinem Umfang betrieben. Die Gebäude des Ortes sind ein- bis zweigeschossig, Hochbauten wie in anderen Touristenzentren fehlen. Im Ort selbst gibt es nur ein einziges Hotel und sonst überwiegen – auch außerhalb des Ortes – Ferienwohnungen und Ferienhäuser. Der Tourismus hat zwar auch hier Einzug gehalten, ist aber im Vergleich zu anderen Orten überschaubar und dementsprechend ruhig geht es an der Promenade und den Stränden zu.

Entlang des Ufers der Gemeinde fallen die „Fischteiche“ (Vivers) von Colònia Sant Pere auf, welche sich auf Felsvorsprüngen am Strand befinden. Diese sehen auf den ersten Blick aus wie kleine Bunker. Sie wurden um das 20. Jahrhundert aus lokalen Materialien erbaut und dienten dazu, Fische sowohl für den späteren Verzehr oder Verkauf sowie als Köder am Leben zu erhalten. Diese Teiche sind etwa 100 Meter voneinander entfernt. Sie besitzen einen kreisförmigen Sockel aus Steinen mit Mörtel und ein kreisförmiges, gewölbtes Dach aus Zement. Der Eingang besteht aus Marés-Steinplatten, und im Inneren befindet sich ein viereckiges Becken, in welchem die Fische aufbewahrt wurden.

An der mit Bänken unter Tamarisken ausgestatteten Uferpromenade nördlich des Hafens haben sich einige Bars und Restaurants angesiedelt. Unterhalb der Promenade befindet sich der von Norden durch einen Wellenbrecher geschützte Ortsstrand. Er ist etwa 80 Meter lang und 20 Meter breit und dieser Strand wird im Sommer gut besucht. Grundbedürfnisse werden gedeckt durch eine Apotheke und drei kleine Supermärkte sowie einem Markt am Samstag. Busverbindungen bestehen mehrmals am Tag nach Artà.

Umgebung

Datei:Cala des Camps 18.jpg
Strand von es Camps

Einladend ist ein Spazierweg vom Dorf zur Cala des Camps, einer kleinen Bucht. Der Weg ist asphaltiert und verkehrsberuhigt. Teilweise kann man ihm auch entlang der Küste folgen. Der Höhenunterschied ist minimal. Von der Cala des Camps (Ca los Cans) führt ein Wanderweg weiter nach Betlem.

Weitere Strände finden sich vor allem südwestlich von Colònia de Sant Pere. Vorbei am kleinen Strand des Ortsteils S’Estanyol ist der 1800 Meter lange Strand von s’Arenal de Sa Canova einen Ausflug wert. Hinter dem Strand befindet sich das Waldgebiet sa Canova d’Artà, in dem sich die Talaiotische Siedlung von Sa Canova, Siedlungsreste der Talaiot-Kultur, einer frühgeschichtlichen Megalithkultur, befindet. Über den Strand oder den dahinter liegenden Wanderweg gelangt man nach Son Serra de Marina.

Küstenwege

Am Küstenweg in Richtung Urbanització Betlem sind die Reste des Dolmens von S’Aigua Dolça zu finden. Dieses als Dolmen bekannte Grabbauwerk wurde um 2000 v. Chr. als Gemeinschaftsnekropole errichtet und bis zu seiner Aufgabe um 1650 v. Chr. genutzt. Ein schmaler Gang führte zu einer zentralen, annähernd rechteckigen Kammer, in der die Überreste der Gemeinschaft beigesetzt wurden. Zu den Grabbeigaben gehörten Keramikfragmente, Knochenwerkzeuge wie V-förmige Bohrer und Ahlen sowie Kupfer- oder Bronzegegenstände wie Messer und Dolche. Gang und Kammer waren von einem Kreis senkrecht angeordneter Marés-Steinplatten umgeben. Das Bauwerk war von einem Hügel aus Stein und Erde bedeckt. Ursprünglich ähnelte es einem großen Felsvorsprung mit einem kleinen, höhlenartigen Eingang zur Grabkammer. Heute sind nur noch der Rand des Grabhügels und der Boden des Ganges und der Grabkammer erkennbar. Die Ausgrabungsstätte wurde von der Universität der Balearen in Palma untersucht.

Von Betlem führt in nördlicher Richtung ein bequem begehbarer Schotterweg in die Bucht Es Caló am Fuß der Serres de Llevant.<ref>Rolf Goetz: Mallorca. Rother Wanderführer, München 2024, ISBN 978-3-7633-4618-9, S. 202.</ref>

Nach Westen kann von Colònia de Sant Pere der Küste auf dem als GR 222 über die Platja de Son Serra de Marina bis nach Can Picafort gefolgt werden.

Weitere Ausflugsziele für Wanderer liegen in den angrenzenden Bergen. Über die Ermita de Betlem sind Wanderwege zu den Wehrtürmen Talaia Freda und Talaia Moreia (seit 2021 aus Gründen des Naturschutzes gesperrt) sowie zum Puig de sa Tudossa oberhalb des Cap de Ferrutx ausgewiesen. Die Ermita de Betlem ist zudem Ausgangspunkt für die Besteigung des Puig de Ferrutx.<ref>Rolf Goetz: Mallorca. Rother Wanderführer, München 2024, ISBN 978-3-7633-4618-9, S. 208.</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />