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Cliffhanger – Nur die Starken überleben

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Vorlage:Medienbox/Kopf
Produktionsland USA, Frankreich, Italien
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1993
Länge 113<ref name="FSK" /> Minuten
Altersfreigabe

</ref>

Stab
Regie Renny Harlin
Drehbuch Michael France
Sylvester Stallone
Produktion Renny Harlin
Mario Kassar
Alan Marshall
Musik Trevor Jones
Kamera Norman Kent
Alex Thomson
Schnitt Frank J. Urioste
Besetzung und Synchronisation

Cliffhanger – Nur die Starken überleben (Originaltitel: Cliffhanger) ist ein US-amerikanischer Action- und Abenteuerfilm aus dem Jahr 1993. Die Regie führte Renny Harlin, das Drehbuch schrieben Michael France und Sylvester Stallone. Die Hauptrollen spielten Sylvester Stallone und John Lithgow.

Handlung

Die befreundeten Bergsteiger Gabe Walker und Hal Tucker arbeiten beim Bergrettungsdienst in den Rocky Mountains. Eines Tages unternehmen Tucker und seine Freundin Sarah einen Ausflug in die Berge. Auf dem Gipfel hat Tucker ein Problem mit seinem Meniskus und lässt sich von einem Helikopter des Bergrettungsdienstes abholen. Als bei der Rettung mit der Seilwinde der Sicherheitsgurt von Tuckers Freundin reißt, klettert ihr Gabe am waagerecht zwischen Berg und Helikopter gespannten Rettungsseil hinterher. Er hält sie fest, aber sie rutscht aus ihrem Handschuh und stürzt in den Tod. Walker kann dieses traumatische Erlebnis nicht verarbeiten, zieht sich zurück und will nie wieder einen Berg besteigen.

Einige Monate später wird aus der texanischen Münzanstalt in Fort Worth eine Summe von 100 Millionen US-Dollar mit einem Flugzeug transportiert, welches die Rocky Mountains überfliegt. Zwei der Crewmitglieder schießen die übrigen nieder. Sie gehören zur Bande des arroganten Finanzjongleurs Eric Qualen, der mit einem kleineren Flugzeug hinterherfliegt, um das Geld zu übernehmen. Weil einer der niedergeschossenen Geldboten nochmals Schüsse auf einen der beiden Verräter und die Verfolger abgibt, misslingt das Umladen von drei Geldkoffern über ein Seil zwischen den beiden Flugzeugen. Die Koffer fallen im Hochgebirge zu Boden und Qualens beschädigtes Flugzeug geht dort mit einer Bruchlandung nieder.

Die Flugzeugpilotin setzt einen Notruf ab und gibt vor, zusammen mit einer kleinen Gruppe auf dem Berg festzusitzen. Da das Wetter für den Bergungshubschrauber zu schlecht ist, steigt Tucker zur angegebenen Position auf. Walker, der sich zufällig auch dort befindet, um seine restlichen Sachen zu holen, wird von seiner Kollegin und Freundin Jessie überredet, ihm zu folgen, da ein Schneesturm wütet und Tucker Hilfe benötigt. Tucker, der Walker eine Mitschuld am Tod seiner Freundin gibt, lehnt jedoch seine Hilfe ab. Dennoch steigen beide weiter auf, werden von den Verbrechern in Empfang genommen und unter Waffengewalt gezwungen, sie zu den verlorenen Geldkoffern, die jeweils einen Peilsender enthalten, zu führen.

Walker wird zum ersten Koffer ohne seine Ausrüstung hochgeschickt und flüchtet bei dieser Gelegenheit zu einer Schutzhütte, wo er auf seine Freundin Jessie trifft, die dorthin aufgestiegen ist, weil Tucker und Walker per Funk nicht geantwortet hatten. Dank seiner Ortskenntnis gelingt es Walker, die beiden anderen Koffer vor der Bande aufzuspüren, die Tucker weiterhin in ihrer Gewalt hat. Qualen kapert den Helikopter des Bergrettungsdienstes, der auf der Suche nach Tucker und Walker gestartet ist, und erschießt zunächst den Hubschrauberpiloten der Bergrettung und dann auch die Pilotin, um sich als einziger Pilot unentbehrlich zu machen. Der angeschlagene Tucker kann den Spieß umdrehen, als einer der größtenteils schon dezimierten Bande ihn beseitigen will und Walker in lebensgefährlicher Lage den letzten Handlanger Qualens erschießen. Qualen bringt Jessie in seine Gewalt und vereinbart mit Walker ihren Austausch gegen die Banknoten, die dieser aus dem letzten Koffer in seinen Rucksack gepackt hat.

Im finalen Kampf bringt Walker Qualen dazu, Jesse freizulassen, wirft den Geldrucksack aber statt in den Hubschrauber in dessen Rotorblätter, wodurch der Hubschrauber ins Trudeln gerät. Walker klinkt die aus dem Helikopter hängende Seilwinde an einer am Berg befestigten Eisentreppe ein und führt so den Absturz des Hubschraubers herbei. Qualen stirbt, Walker, der im Felsen festsitzt, wird von Tucker und Jessie gerettet und das FBI, das Qualen schon auf den Fersen war, trifft mit einem Hubschrauber ein und kündigt den drei Überlebenden ihre spätere Rettung an.

Entstehung

Die Produktionskosten betrugen geschätzte 65 Millionen US-Dollar.<ref name="IMDb_business" />

Als Regisseur wurde der Finne Renny Harlin engagiert, der sich bereits drei Jahre zuvor mit Stirb langsam 2 einen Namen gemacht hatte.<ref name=":0">Rita Kempley: Cliffhanger. In: Washington Post. 28. Mai 1993, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 28. April 2014; abgerufen am 21. Januar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Harlin hinterließ auch in diesem Film einen Hinweis auf seine Heimat Finnland: Ein Fallschirm hatte das Design der finnischen Flagge.<ref name="IMDb_trivia" /> Zudem stellte er gegenüber seiner Filmcrew sein Vertrauen in die Sicherheitsausrüstung unter Beweis, indem er sich an einem Stahlseil hängend über eine Klippe schwang.<ref name="IMDb_trivia" />

Das Drehbuch von Michael France wurde von Hauptdarsteller Sylvester Stallone umgeschrieben.<ref name=":0" />

Ursprünglich sollte Christopher Walken die Rolle des Eric Qualen übernehmen. Die Dreharbeiten erwiesen sich als äußerst hart für Sylvester Stallone, da er unter extremer Höhenangst leidet.<ref name="IMDb_trivia" />

Die Dreharbeiten, die vom 11. April 1992 bis zum 19. August 1992 andauerten, fanden in den Dolomiten (Italien) in der Nähe von Cortina d’Ampezzo statt.<ref name="IMDb_business">Budget und Einspielergebnisse laut Internet Movie Database</ref><ref>Drehorte laut Internet Movie Database</ref> Ursprünglich sollte in den Rocky Mountains gedreht werden, wo die Handlung des Films angesiedelt ist, doch die amerikanische Umweltbehörde verweigerte die Drehgenehmigung, weil durch die Dreharbeiten zu große Umweltschäden erwartet wurden.<ref name="IMDb_trivia">Hintergrundinformationen laut Internet Movie Database</ref> Wegen der gleichen Befürchtungen der italienischen Behörden mussten hohe Kautionen für mögliche Aufräumarbeiten hinterlegt werden.<ref name="IMDb_trivia" />

Die Szene, bei der Stuntman Simon Crane an einem Seil zwischen zwei Flugzeugen in ca. 4.500 m Höhe hinabgelassen wird, kostete eine Million US-Dollar und wurde im Guinness-Buch der Rekorde als bis dahin kostspieligster Stunt erwähnt.<ref name="IMDb_trivia" /> Der Stunt gelang nicht vollständig, da Crane aus dem zweiten Flugzeug wieder herausgesogen wurde und sich mit dem Fallschirm retten musste. Die Szene, die in den USA gedreht worden war, konnte im Film aber durch entsprechende Schnitte verwendet werden.<ref name="IMDb_business" />

Der Film ist unter anderem Wolfgang Güllich gewidmet, der neben Ron Kauk und weiteren 29 für den Film unter Vertrag genommenen Kletterern als Stuntdouble von Stallone die meisten Stunts übernahm.<ref name="IMDb_trivia" /> Güllich starb noch vor der Filmpremiere durch einen Autounfall. Ron Kauk musste für die Dreharbeiten täglich fünf Mahlzeiten zu sich nehmen, um die Energiezufuhr für entsprechenden Muskelaufbau zu gewährleisten.<ref name="IMDb_trivia" /> Sein Trainer versuchte ihn sogar zu einer sechsten Mahlzeit mitten in der Nacht zu bewegen.<ref name="IMDb_trivia" />

Für die Darstellung der Hubschrauber im Film kamen Maschinen der Agrarflugfirma Helilift aus Ahlen zum Einsatz. Es existiert noch immer ein Rumpf einer ausgedienten Maschine, die für die Darstellung des Wracks benötigt wurde. Auf diesem lieferte sich Sylvester Stallone den finalen Kampf mit seinem Widersacher.<ref name="IMDb_trivia" />

Um ein „R“ Rating in den USA zu bekommen, mussten viele der brutaleren Stellen des Filmes entschärft werden, was sich vor allem gegen Ende hin in einer Szene bemerkbar macht, als Stallone seinen Widersacher auf einem zugefrorenen See erschießt.<ref name="IMDb_trivia" /> Des Weiteren kam es nach einem Sneak Preview in den USA zu Protesten von Kinogängern, da der Hase, auf den im Film geschossen wird, in der ersten Version verendet. Daraufhin investierte Stallone 100.000 US-Dollar seines Privatvermögens, um die entsprechende Szene nachdrehen zu lassen, so dass der Hase verfehlt wird und überlebt.<ref name="IMDb_trivia" />

Veröffentlichung

Bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes wurde der Film am 20. Mai 1993 erstmals öffentlich aufgeführt.<ref name="IMDb_releaseinfo">Starttermine laut Internet Movie Database</ref> Ab dem 29. Juli 1993 war er in den deutschen Kinos zu sehen.<ref name="IMDb_releaseinfo" />

Der Film spielte weltweit über 255 Millionen US-Dollar ein und konnte somit mehr als das dreifache seines Budgets einspielen.<ref name="IMDb_business" />

In Deutschland war die ab 18 Jahren freigegebene Originalfassung vor 2003 durch die BPjS indiziert. Daher wurden diverse in unterschiedlichem Ausmaß gekürzte Versionen für die Auswertung auf DVD und im Fernsehen erstellt, die von der FSK je nach Grad der Kürzungen eine Altersfreigabe ab 16 oder 18 Jahren erhielten. Die deutsche DVD-Fassung mit der Altersfreigabe FSK 18 ist ungekürzt.<ref>schnittberichte.com: Cliffhanger – Nur die Starken überleben</ref> Im Jahr 2013 wurde der Film vorzeitig vom Index gestrichen und der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) zur Neuprüfung vorgelegt. Diese ergab für die ungeschnittene Fassung die Freigabe „ab 16 Jahren“.<ref>Gerald Wurm: Cliffhanger nach Neuprüfung ab 16 Jahren freigegeben (Schnittberichte.com). Abgerufen am 1. April 2022.</ref> Der damalige Pay-TV-Kanal Premiere sendete eine bislang eigene FSK-18-Fassung, die in drei Gewaltszenen gekürzt wurde, obwohl zu damaliger Zeit andere indizierte Filme ungekürzt zu sehen waren.<ref>Gerald Wurm: Cliffhanger - Nur die Starken überleben - Schnittbericht: Premiere ab 18 (Schnittberichte.com). Abgerufen am 1. April 2022.</ref>

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Die deutsche Synchronfassung entstand bei der Legard Synchron in Berlin. Das Dialogbuch stammte von Klaus Hüttmann, die Dialogregie übernahm Michael Richter.<ref>Cliffhanger – Nur die Starken überleben. In: Deutsche Synchronkartei. Abgerufen am 4. Oktober 2020.</ref>

Rolle Darsteller Synchronsprecher
Gabe Walker Sylvester Stallone Thomas Danneberg
Qualen John Lithgow Hans-Werner Bussinger
Hal Tucker Michael Rooker Helmut Gauß
Jessie Deighan Janine Turner Franziska Pigulla
Richard Travers Rex Linn Reinhard Kuhnert
Kristel Caroline Goodall Liane Rudolph
Kynette Leon Robinson Manfred Lehmann
Delmar Craig Fairbrass Stefan Fredrich
Ryan Gregory Scott Cummins Martin Keßler
Heldon Denis Forest Roman Kretschmer
Sarah Michelle Joyner Evelyn Maron
Evan Max Perlich Timmo Niesner
Walter Wright Paul Winfield Engelbert von Nordhausen
Frank Ralph Waite Gerhard Paul
Brett Trey Brownell Björn Schalla
Davis Zach Grenier Andreas Rüdiger
Matheson Vyto Ruginis K. Dieter Klebsch
Stuart Don S. Davis
Agent Hayes Scott Hoxby Ingo Albrecht
Agent Michaels John Finn Norbert Langer

Kritiken

Quelle Bewertung
Rotten Tomatoes (Tomatometer) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)<ref name="rotten tomatoes">Cliffhanger – Nur die Starken überleben. In: Rotten Tomatoes. Fandango, abgerufen Format invalid (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), aggregiert aus Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Kritiken).</ref>
Metacritic (Metascore) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)<ref name="metacritic">Cliffhanger – Nur die Starken überleben. In: Metacritic. Abgerufen Format invalid (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), aggregiert aus Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Kritiken).</ref>

Deutsche

Das Lexikon des internationalen Films fällte folgendes Urteil: „Extreme Bergsteigerei und ein Marathon riskanter Situationen verhelfen dem Publikum vielleicht zu schweißnassen Händen, verleihen der Handlung jedoch kaum Sinn und Verstand. Überflüssige Brutalitäten mindern die (ohnehin nachlassende) Unterhaltsamkeit.“<ref>Cliffhanger – Nur die Starken überleben. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 2. März 2017.</ref>

Der Fischer Film Almanach meinte: „Der Geld-Bazillus steckt doch alle an. Besser als anderswo weiß man das in Hollywood, wo man mit »Cliffhanger« eine Art »Stirb langsam in den Dolomiten« produziert hat, in dem es keine Handlung, riskante Stunts und Pappmaché-Berge gibt. Das ist zwar Extrem-Action, aber mit derart überstrapazierten Unwahrscheinlichkeiten, daß man schnell das Interesse verliert.“<ref>Walter Schobert & Horst Schäfer (Hgg.): Fischer Film Almanach 1994. Fischer, Frankfurt am Main 1994, ISBN 3-596-12229-5, S. 70–71</ref>

Cinema schreibt: „Actionregisseur Renny Harlin […] zelebriert schwindelerregende Kamerafahrten, schweißtreibende Stunts und einen spektakulären Showdown – bei immerhin leicht verständlichen Dialogen.“<ref>Cliffhanger – Nur die Starken überleben. In: cinema. Abgerufen am 28. März 2022.</ref>

Kino.de urteilt: „Sylvester Stallones Comeback ist perfekt: […] Die Handlung mag dünn ausgefallen sein, „Cliffhanger“ ist dennoch ein Volltreffer, der Actionfans begeistern wird.“<ref>Filmkritik, Kino.de</ref>

Carsten Baumgardt von Filmstarts.de vergibt 3,5 von 5 Punkten. Ihmzufolge präsentiere sich Cliffhanger, obwohl 1993 entstanden, als Archetyp eines 80er-Jahre-Actionfilms. Regisseur Harlin halte das Tempo des blut- und bleihaltigen Action-Reißers hoch. Dank der straffen Inszenierung samt spektakulärer Stunts und umwerfenden Bergbildern würden die dünne, hanebüchene Story und Logiklöcher gut kaschiert. Wer auf krachendes 80er und 90er Jahre Actionkino stehe, sei hier mit Stallone als wortkargen, gebeutelten, aber aufrichtigen Naturburschen und John Lithgow als fiese Bösewichtkarikatur bestens bedient.<ref>Carsten Baumgardt: Die Filmstarts-Kritik zu Cliffhanger. In: Filmstarts.de. Abgerufen am 21. Januar 2026.</ref>

Christoph Uitz von der Filmseite Moviebreak vergibt 8 von 10 Punkten und bezeichnet Cliffhanger als fesselnder Actionthriller in außergewöhnlicher Umgebung, der auch zwei Jahrzehnte später nichts von seiner Faszination einbüße. Er lobt die atemberaubende Stuntarbeit, die packenden Kletterszenen, die einzigartigen Panoramaaufnahmen in den Dolomiten, die harten Actionszenen und den Soundtrack. All dies mache den Film trotz seiner vorhersehbaren Story und realitätsfremder Sequenzen zu einem Meilenstein des Actiongenres.<ref>Christoph Uitz: Cliffhanger - Nur die Starken überleben - Kritik. In: Moviebreak.de. Abgerufen am 21. Januar 2026.</ref>

Nils Bothmann von Actionfreunde.de vergibt 10 von 10 Punkten und bezeichnet Cliffhanger als Stirb langsam auf einem Berg. Er würdigt Cliffhanger als genialen, absolut empfehlenswerten Actionfilm, dessen Hochspannung und gewaltige Action nicht nur für Genrefans hervorragende Unterhaltung böten. Gelobt werden die famose Regie und die malerischen Bergpanoramen. Im puncto Action biete Cliffhanger atemberaubende Stunts, harte Prügeleien und temporeiche Verfolgungsjagden durch das verschneite Gebirge. Für Spannung sorgten u. a. die Klettersequenzen, die mit einer Mischung aus realen Stunts und eingefügten Studioaufnahmen die Illusion von Lebensgefahr ins Wohnzimmer brächten. Zwar sei Cliffhanger weniger humoristisch angelegt als ähnliche Actionreißer der Ära, doch schade dies dem Film nicht und passe zu Stallones Rolle. Im Gegensatz zu Standard-Actionfilmen seien die Bösewichte hier ein zusammengewürfelter Haufen, deren unterschiedliche Persönlichkeiten für Spannungen innerhalb ihrer Gruppe sorgten und Farbe ins Geschehen brächten. Auch wenn Stallone nicht das Niveau von Rocky oder Assassins erreiche, spiele er genauso klasse wie der Rest der Schauspieler. Vor allem John Lithgow gehe in der Rolle des nihilistischen Psychopathen Qualen richtig auf.<ref>Nils Bothmann: Cliffhanger – Nur die Starken überleben. In: Actionfreunde.de. 15. Juni 2013, abgerufen am 21. Januar 2026.</ref>

Kinozeit.de schreibt, die 65-Millionen-Dollar-Produktion mache auch heute noch Spaß, da sie in zwei Stunden nonstop spannende Situationen erzeuge, die zwar übertrieben, aber dennoch nachfühlbarer erscheinen als Action-Einlagen aktueller Werken wie Fast & Furious 10 (2023).

Günter H. Jekubzik nennt den Film auf filmtabs.de anspruchslos, aber spannend.<ref>Filmkritik, Günter H. Jekubzik</ref>

US-amerikanische

James Berardinelli verglich den Film auf ReelViews mit Stirb langsam 2, bei dem ebenfalls Harlin die Regie führte. Die Anleihen aus diesen Filmen seien offensichtlich, trotzdem könne Cliffhanger genügend Originalität aufweisen. Die Handlung bezeichnete er als einen „Witz“. Berardinelli meinte außerdem, wenn dieser Film Stallone nicht wieder zu einem „Top-Rang“ unter den Actionfilm-Stars verhelfen könne, sei dies wohl unmöglich.<ref>Filmkritik, reelviews.net, James Berardinelli, 1993</ref>

Roger Ebert schrieb in der Chicago Sun-Times vom 28. Mai 1993, der Film funktioniere, denn er liefere genau das, was er verspreche. Ebert meinte, Filme dieser Art brauchten starke Bösewichte, und John Lithgow erfülle diese Anforderung.<ref>Filmkritik, rogerebert.com, Roger Ebert, 1993</ref>

Scott Weinberg bezeichnete den Film auf efilmcritic.com als einen der besten Filme mit Stallone, ähnlich wie James Sanford in der Kalamazoo Gazette.<ref>Filmkritik, Scott Weinberg</ref><ref>Filmkritik, James Sanford</ref>

Rita Kempley von der Washington Post schrieb, Stallone kehre nach seinen komödiantischen Reinfällen Oscar – Vom Regen in die Traufe und Stop oder meine Mami schießt ins Action-Genre zurück. Der Film sei so bösartig wie Die City-Cobra und eine weitere Bestätigung von Stallones Männlichkeit, dessen Karriere sich bei Blut und Testosteron eingependelt habe. Regisseur Harlin behandle das Thema episch und ehrfürchtig, von den spektakulären Aufnahmen in den malerischen Bergen, über das Grübeln eines harten, aber verletzlichen Angebers im Kampf gegen sich selbst und die Natur, bis hin zu Action-Packing und schließlich Unerbittlichkeit. Obwohl der Schurke Qualen selbst für Rambo-Verhältnisse rücksichtslos sei, stelle er keinen würdiger Filmgegner für Stallone dar, da er kein größeres Übel oder Feind der amerikanischen Lebensweise repräsentiere. Stallone sei etwas wortgewandter als sonst, wenngleich die Zeilen von seinen Lippen immer noch wie geschlagene Boxer auf die Matte fielen, was dem Film jedoch keinerlei Abbruch tue.<ref name=":0" />

Auszeichnungen

Der Film wurde 1994 in drei Kategorien für den Oscar nominiert: Für die Besten visuellen Effekte, für die Besten Toneffekte und für den Besten Ton.<ref name="IMDb_awards">Nominierungen und Auszeichnungen laut Internet Movie Database</ref>

Darüber hinaus wurde er im selben Jahr für den MTV Movie Award, den Cinema Audio Society Award und den Award of the Japanese Academy sowie für die Goldene Himbeere in vier Kategorien nominiert.<ref name="IMDb_awards" />

Trevor Jones gewann 1994 den ASCAP Film and Television Music Award.<ref name="IMDb_awards" />

Fortsetzung

Im Herbst 2026 soll die Fortsetzung Cliffhanger in die Kinos kommen, die inhaltlich an den Film anknüpft.

Weblinks

Vorlage:Filmdaten

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang Born American | Prison | Nightmare on Elm Street 4 | Stirb langsam 2 | Ford Fairlane – Rock ’n’ Roll Detective | Cliffhanger – Nur die Starken überleben | Die Piratenbraut | Tödliche Weihnachten | Deep Blue Sea | Driven | Mindhunters | Exorzist: Der Anfang | Der Pakt | Cleaner | Zwölf Runden | 5 Days of War | Devil’s Pass | The Legend of Hercules | Skiptrace | The Misfits – Die Meisterdiebe | The Bricklayer – Tödliche Geheimnisse | The Strangers: Chapter 1 | The Strangers: Chapter 2 | The Strangers: Chapter 3 | Deep Water Vorlage:Klappleiste/Ende