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Claudia Lux

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Claudia Lux 2018, Kuala Lumpur (cropped).jpg
Claudia Lux (2018)

Claudia Lux (* 24. März 1950 in Gladbeck) ist eine deutsche Bibliothekarin.

Leben

Nach dem Studium der Sozialwissenschaften promovierte sie 1985 an der Ruhr-Universität Bochum im Fach Sinologie. Danach absolvierte sie eine Ausbildung für den Höheren Bibliotheksdienst. Sie arbeitete in der Ostasienabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin und war in mehreren Forschungsprojekten tätig. Die Berliner Stadtbibliothek und die Amerika-Gedenkbibliothek führte sie organisatorisch zusammen und fungierte ab 1997 als Generaldirektorin der Stiftung Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB); zuvor war sie Direktorin der Senatsbibliothek Berlin.

Von 1995 bis 2004 war Lux Mitglied des Vorstands des Deutschen Bibliotheksverbandes (dvb)<ref>dbv Gremien. Abgerufen am 24. April 2026.</ref> und Vorstandsmitglied des IFLA-Nationalkomitees, der deutschen Sektion des Weltverbandes der Bibliotheken.<ref>Vorstand IFLA Deutschland. Abgerufen am 24. April 2026.</ref> Im Juni 2005 wurde sie zur IFLA-Präsidentin für den Zeitraum 2007 bis 2009 gewählt. Sie war damit Nachfolgerin von Alex Byrne und nach Gustav Hofmann und Hans-Peter Geh die dritte Deutsche, die dieses Amt innehatte.<ref>Lessons learned for library advocacy from the 2008 crisis: Interview with Claudia Lux, IFLA President 2007-2009. 9. Februar 2021, abgerufen am 24. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Seit 2006 ist Claudia Lux Honorarprofessorin am Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin.<ref>Prof. Dr. Claudia Lux. Abgerufen am 24. April 2026.</ref>

Zum 1. April 2012 ließ sich Claudia Lux auf Antrag bis zum Eintritt in den Ruhestand als Leiterin der ZLB beurlauben und wechselte nach Doha in Katar, um dort innerhalb von fünf Jahren als „Project Director“ für das Scheichtum am Persischen Golf die Nationalbibliothek Katars aufzubauen.<ref>Rolf Lautenschläger: Ab in die Wüste, taz, 6. März 2012</ref><ref>Wirbel um die 3-Jahres-Beurlaubung für Lux, BZ, 24. März 2012</ref><ref>Marion Koch, „Das Buch wird irgendwann nicht mehr existieren. Geistige Produktionen von Menschen aber wird es immer geben, nur in anderer Form.“, in: b.i.t.online, 21 (2018) Nr. 5, S. 447–452, s. [1]</ref> Die Bibliothek, die von den Stararchitekten Rem Koolhaas, Ellen van Loon und Iyad Alsaka entworfen wurde, öffnete am 16. April 2018, ein halbes Jahr nach Lux’ Rückkehr nach Deutschland, unter der Leitung von Hamad Bin Abdulaziz Al-Kawari.<ref>Home | Qatar National Library. Abgerufen am 24. April 2026.</ref>

Werke

  • Der politisch-ökonomische Entscheidungsprozess in China 1937–1945. Bochum 1986. ISBN 3-88339-495-5
  • Das Bibliothekswesen der Volksrepublik China. De Gruyter / Saur, Berlin / Boston 2017, ISBN 978-3-11-215140-2, urn:nbn:de:101:1-2018061318111898558847 (Erstausgabe: München 1986).
  • Entgelte in Bibliotheken. Berlin 1988. ISBN 3-87068-876-9 (zusammen mit Günter Beyersdorff)
  • Teaching library in Deutschland. Wiesbaden 2004. ISBN 3-934997-11-2 (zusammen mit Wilfried Sühl-Strohmenger)
  • Der Bau der neuen Nationalbibliothek von Katar. In: ABI-Technik: Zeitschrift für Automation, Bau und Technik im Archiv-, Bibliotheks- und Informationswesen. Band 38, Nr. 4. Humboldt-Universität zu Berlin, Berlin 12. November 2018, S. 286–299, doi:10.1515/abitech-2018-4002.
  • Digitale Kooperationen der Qatar National Library. In: Kooperative Informationsinfrastrukturen als Chance und Herausforderung. Festschrift für Thomas Bürger zum 65. Geburtstag. De Gruyter Saur, Berlin / Boston 2018, ISBN 978-3-11-058753-1, S. 172–181, urn:nbn:de:101:1-2018071119482750402679.
  • Praxishandbuch richtige Lobbyarbeit für Bibliotheken. Berlin, 2022. ISBN 978-3-11-067333-3

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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