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Chronik von Seert

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Die Chronik von Seert (arabisch{{#if:حوليات سعرد| {{#invoke:Vorlage:lang|fold}}{{#if:| {{#invoke:Vorlage:lang|flat}}}}{{#if:|, DMG {{#invoke:Vorlage:lang|flat}}}}{{#if:| <templatestyles src="IPA/styles.css" />{{#if:|[}}{{#if:

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Der erste Teil des Texts wurde in einer Handschrift in Mosul überliefert. Die für die Chronik namengebende Handschrift des zweiten Teils, die in der Klosterbibliothek von Seert (heute Siirt) durch Addai Scher Anfang des 20. Jahrhunderts entdeckt worden war,<ref>Beschreibung: {{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> entging der Zerstörung des Klosters und gelangte in die Bibliothèque nationale de France.<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref>

Der erhaltene Teil der aus nestorianischer Sicht zusammengetragenen Chronik beschreibt die Zeit von 251 bis 422 sowie von 484 bis 650.<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> Er enthält wichtige Informationen über die Situation der Christen im Sassanidenreich und die Christianisierung der Stadt Merw, gibt aber unter anderem auch Auskunft über die militärischen Operationen zur Zeit Schapurs I. und enthält einen Katalog der Schriften des Theodor von Mopsuestia.

Die Chronik fungiert über weite Teile eher als eine Kompilation und nimmt parallele Berichte unabhängig von Widersprüchen dieser zueinander auf, ohne sie zu synchronisieren.<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> Damit können die Intentionen der ursprünglichen Autoren der aufgenommenen Werke teilweise noch rekonstruiert werden. Unterschiede zu Überlieferungen außerhalb der Chronik zeigen etwa die Geschichtspolitik des Katholikosats im sechsten Jahrhundert. Diese zielte darauf ab die widerstreitenden Parteien und für diese stehende Heilige in einer gemeinsamen Tradition zusammenzufassen.<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref>

Ausgaben/Übersetzungen

  • Addai Scher u. a. (Hrsg.): Patrologia Orientalis. Bd. IV.3, V.2, VII.2 und XIII.4. Paris 1908–19 (Text mit französischer Übersetzung; Textstellen werden nicht nach der Band-Paginierung zitiert, sondern nach der fortlaufenden Chronik-Paginierung, die in der Ausgabe zusätzlich in eckigen Klammern angegeben ist):
    • IV.3 (1908) S. 211–313 = Première partie, S. [1]–[103] (Übersetzung von Younés und Basile, revidiert von Jean Périer, Digitalisat, Digitalisat)
    • V.2 (1910) S. 217–344 = Première partie, S. [105]–[232] (Übersetzung von Pierre Dib, Digitalisat)
    • VII.2 (1911) S. 93–203 = Seconde partie, S. [1]–[111] (Übersetzung von Addaï Scher, Digitalisat, dasselbe Digitalisat)
    • XIII.4 (1919) S. 433–639 = Seconde partie, S. [113]–[319] (Übersetzung von Addaï Scher, Digitalisat)

Literatur

Weblinks

Anmerkungen

<references />

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