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Christoph Scheurl von Defersdorf in Heuchling

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Christophorus Scheurl a Defersdorf in Heuchling Schwarzenberg Gabr. Müller del. J. W. Windter sc. Norim 1741.jpg
Christophorus Scheurl a Defersdorf in Heuchling über dem Familienwappen und einer Funktionslistung;
posthumer Kupferstich, 1741, Windter nach Müller

Christoph Scheurl von Defersdorf in Heuchling (* 1666; † 1740)<ref name="Scan">siehe den hochaufgelösten Scan des Kupferstiches von Johann Wilhelm Windter von 1741</ref> war ein deutscher Rechtsgelehrter, Konsulent des Stadtrates von Nürnberg sowie Rat des Fürsten zu Schwarzenberg.<ref name="Verkauf">siehe diese Beschreibung zwecks Verkaufs eines Kupferstich-Porträt des Christoph Scheurl von Defersdorf</ref>

Leben

Familie

Christoph Scheurl von Defersdorf in Heuchling entstammte einem alten Adelsgeschlecht aus Nürnberg, der Familie Scheurl von Defersdorf.<ref name="DNB">siehe GND-Nummer der Deutschen Nationalbibliothek</ref>

Ein Jahrhundert vor der Geburt von Christoph Scheurl von Defersdorf hatte Albrecht Scheurl VI. 1566 das drei Stunden von Nürnberg in Richtung Lichtenau gelegene Gut Defersdorf erworben, aus dem Gabriel Scheurl ein Familienfideikommiss machte. Dieses verwandelte Christoph Wilhelm I., vorderster Losungs-Amtmann 1687, in ein förmliches Majorat verwandelt und vermehrte dieses mit vielen nahen Untertanen und Stücken.<ref name="Adels-Lexikon">Ernst Heinrich Kneschke: Neues allgemeines deutsches Adels-lexicon (siehe Literatur)</ref>

Zuvor hatte Sebastian Scheurl († 1652 ohne männlichen Nachkommen) den Herrensitz Heuchling bei Lauf an der Pegnitz erworben und ihn dann ebenfalls zu einem Familienfideikommiss gemacht – allerdings soll seine Nachkommenschaft 1739 ganz erloschen sein.<ref name="Adels-Lexikon" />

Werdegang

Datei:Herrensitz Heuchling.jpg
Herrensitz Heuchling

Zu Lebzeiten des Rechtsgelehrten Christoph Scheurl von Defersdorf in Heuchling, der Ratskonsulent von Nürnberg und Rat des Fürsten zu Schwarzenberg war,<ref name="Verkauf" /> wurde das Familiengeschlecht 1729<ref>Volckamer S. 138</ref> in Nürnberg „ratsfähig“.<ref name="Adels-Lexikon" />

Als er zum Ende seines Schaffens von dem Maler Gabriel Müller porträtiert und 1741 posthum als Kupferstich durch Johann Wilhelm Windter vervielfältigt wurde, posierte er als erfolgreicher Mann mit barocker Perücke vor den Wappen von sechzehn Herren- und Adelshäusern, für die er beratend tätig gewesen war („Consilium Salvatare A Domino“).<ref name="Scan" />

Schriften

  • Christoph Scheurl von Defersdorf: Sollennia Augustalia quibus divo Leopoldo vere Augusto<ref>siehe den Eintrag von Cerl unter Weblinks</ref>

Literatur

  • Deutsches Biographisches Archiv.<ref name="DNB" />
  • Ernst Heinrich Kneschke: Neues allgemeines deutsches Adels-lexicon. Adels-Lexikon. Band 7: Ossa – Ryssel. Leipzig 1867, Seite 152 (online über Google Books, unkorrigiert).
    • Nachdruck der Ausgabe: Olms, Hildesheim, New York 1973, ISBN 3-487-04556-7.
  • Paul von Volckamer von Kirchensittenbach: Historisch-genealogisch-heraldisches Handbuch der lebenden raths- und gerichtsfähigen Familien der vormaligen Reichsstadt Nürnberg / 6.S. 181–186 Stuttgart 1869

Weblinks

Commons: Christoph Scheurl von Defersdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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