Chogolisa
Die Chogolisa ist ein Vorlage:Höhe hoher trapezförmiger Berg im Karakorum in der autonomen Region Gilgit-Baltistan in Pakistan. Ein fast waagerecht verlaufender, etwa 900 m langer Gipfelgrat verbindet den Vorlage:Höhe hohen Südwestgipfel mit dem Vorlage:Höhe hohen Nordostgipfel. Letzterer wird auch als Chogolisa II oder nach William Martin Conway, aufgrund seiner kannelierten Eiswände, die einem Brautschleier gleichen, als Bride Peak (Brautberg) bezeichnet. Günter O. Dyhrenfurth beschrieb die Chogolisa als „das Ideal eines Eisberges“.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>
Lage und Form
Die Chogolisa zählt zu den Masherbrum-Bergen, einer Bergkette des „Kleinen Karakorum“ südlich des Baltoro-Gletschers. Hinsichtlich der Schartenhöhe ist jedoch nicht der Masherbrum als höchster Berg dieser Kette ihr Bezug, sondern der Hidden Peak im benachbarten Baltoro Muztagh. Die Walmdachform der Chogolisa ist von allen Seiten bemerkenswert symmetrisch und macht sie weithin zu einer unverwechselbaren Berggestalt des Baltoro.
Name
Der Name Chogolisa lautet in der einheimischen Sprache der Balti Chhogolingsa und bedeutet „großes Jagdgebiet“ (zusammengesetzt aus chhogo „groß“, ling „jagen“ und sa „Gelände, Gebiet“).<ref>H. Adams Carter: Balti Place Names in the Karakoram, in: American Alpine Journal, 1975, S. 52 ff. (Text online)</ref>
Besteigungsgeschichte
Bereits 1909 erreichte eine Expedition unter der Führung von Luigi Amadeo von Savoyen, dem Herzog der Abruzzen, auf dem Südostgrat eine Höhe von knapp Vorlage:Höhe. Ein Schlechtwettereinbruch zwang die Mannschaft zur Umkehr. Das Basislager dieses ersten frühen Besteigungsversuches war auf der Nordseite des Berges errichtet worden, ein Hochlager befand sich auf dem Chogolisasattel auf Vorlage:Höhe Höhe. Der Umkehrpunkt auf 7500 m blieb bis zur britischen Everest-Expedition von 1922 die größte von Menschen erreichte Höhe.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>
Hermann Buhl und Kurt Diemberger versuchten 1957 eine Besteigung, nachdem sie wenige Tage zuvor erfolgreich den Broad Peak mit Marcus Schmuck und Fritz Wintersteller erstbestiegen hatten. Am 25. Juni verließen sie ihr erstes Lager und biwakierten auf einem Sattel in Vorlage:Höhe Höhe auf dem Ostgrat. Am 27. Juni mussten sie nur 300 m unterhalb des Gipfels der Chogolisa II wegen eines plötzlich aufkommenden Schneesturmes umkehren. Während des Abstiegs verlor Buhl die Orientierung und stürzte auf etwa Vorlage:Höhe Höhe durch Wechtenbruch über die Nordwand ab. Sein Leichnam blieb verschollen.<ref>Hermann Buhl broadpeak.org</ref><ref>Siehe auch den Abschnitt „Chogolisa – das Grab Hermann Buhls“ in Broad Peak: Expedition 1957 broadpeak.org</ref>
1958 erreichten M. Fujihira und K. Hirai, Mitglieder einer japanischen Expedition von der Universität Kyōto unter der Leitung von T. Kawabara, den Gipfel der Chogolisa II.<ref name="aaj1959">Vorlage:Cite web</ref>
Der Hauptgipfel der Chogolisa wurde am 2. August 1975 von Fred Pressl und Gustav Ammerer, beide Angehörige einer österreichischen Expedition unter der Leitung von Eduard Koblmüller, erstmals erreicht.<ref name="aaj1976">Vorlage:Cite web</ref> Zwei Tage später erstiegen am 4. August 1975 Hilmar Sturm und Alois Furtner ebenfalls den Gipfel, nachdem sie eine Woche zuvor die Schlüsselstelle – eine 1000 m hohe, 55° steile Eiswand zum Vorlage:Höhe hohen Kaberi-Sattel – gesichert hatten. Expeditionsleiter Koblmüller ereilte fast dasselbe Schicksal wie Buhl – unter ihm brach, ebenfalls im Abstieg, eine Wechte. Er war jedoch angeseilt und seine Kameraden konnten den Sturz halten.
Weblinks
- Vorlage:Peakbagger
- Chogolisa/Bride Peak Everest News (englisch)
Einzelnachweise
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