Notice: Unexpected clearActionName after getActionName already called in /var/www/html/includes/context/RequestContext.php on line 338
Diethylaluminiumchlorid – Wikipedia Zum Inhalt springen

Diethylaluminiumchlorid

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Chlordiethylaluminium)
Strukturformel
Strukturformel von Diethylaluminiumchlorid
Allgemeines
Name Diethylaluminiumchlorid
Andere Namen
  • DEAC
  • Diethylaluminiummonochlorid
  • Chlordiethylaluminium
Summenformel C4H10AlCl
Kurzbeschreibung

farb- und geruchlose Flüssigkeit<ref name="GESTIS"/>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 202-477-2
ECHA-InfoCard 100.002.253
PubChem 7277
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 120,56 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig<ref name="GESTIS"/>

Dichte

0,97 g·cm−3<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>

Schmelzpunkt

−74 °C<ref name="GESTIS"/>

Siedepunkt

208 °C<ref name="GESTIS"/>

Dampfdruck

31 Pa (20 °C)<ref name="GESTIS"/>

Löslichkeit

heftige Zersetzung in Wasser<ref name="GESTIS"/>

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="GESTIS"/>
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 250​‐​260​‐​314
EUH: 014
P: 210​‐​231+232​‐​233​‐​280​‐​302+335+334​‐​303+361+353​‐​304+340+310​‐​305+351+338​‐​370+378<ref name="GESTIS"/>
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Diethylaluminiumchlorid ist eine aluminiumorganische Verbindung. Sie wird als Katalysator zur Herstellung chemischer Produkte verwendet.

Herstellung

Die Reaktion von zwei Äquivalenten elementarem Aluminium mit drei Äquivalenten eines Alkylhalogenids (RX) ergibt je ein Äquivalent R2AlX und ein Äquivalent RAlX2. Durch Umsetzung von Aluminium mit Ethylchlorid wird so als eines der Produkte Diethylaluminiumchlorid erhalten.<ref>Aristid V. Grosse, Julian M. Mavity: ORGANOALUMINUM COMPOUNDS: I. Methods of Preparation 1. In: The Journal of Organic Chemistry. Band 05, Nr. 2, März 1940, S. 106–121, doi:10.1021/jo01208a004.</ref>

Verwendung

Diethylaluminiumchlorid wird bei Ziegler-Natta Polymerisationprozessen von Vinylen, Alkenen und Dienen sowie linearen Oligomerisationen und Cyclisierungen von ungesättigten Kohlenwasserstoffen als Katalysator eingesetzt. Es wird außerdem als Katalysator bei Alkylierungen benutzt (siehe auch Friedel-Crafts-Alkylierung). Weiterhin dient es als Zwischenprodukt zur Produktion anderer Chemikalien.<ref>Hazardous Substance Fact Sheet: Diethylaluminium chloride, Juni 2001.</ref>

Sicherheitshinweise

Als aluminiumorganische Verbindung mit kurzkettigen Alkylresten ist Diethylaluminiumchlorid pyrophor, entzündet sich also bei Kontakt mit Luft schon bei Raumtemperatur spontan. Auch Lösungen – als Lösungsmittel werden Kohlenwasserstoffe verwendet – können sich spontan entzünden, wenn diese nicht stark verdünnt sind. Daneben reagiert die Verbindung auch sehr heftig mit Wasser und verursacht bei Hautkontakt schwere Verätzungen.<ref>W. B. Heck, R. L. Johnson: ALUMINUM ALKYLS—SAFE HANDLING. In: Industrial & Engineering Chemistry. Band 54, Nr. 12, 1. Dezember 1962, S. 35–38, doi:10.1021/ie50636a007.</ref>

Einzelnachweise

<references />