Diethylaluminiumchlorid
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| Strukturformel von Diethylaluminiumchlorid | ||||||||||||||||
| Allgemeines | ||||||||||||||||
| Name | Diethylaluminiumchlorid | |||||||||||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel | C4H10AlCl | |||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
farb- und geruchlose Flüssigkeit<ref name="GESTIS"/> | |||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | ||||||||||||||||
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| Eigenschaften | ||||||||||||||||
| Molare Masse | 120,56 g·mol−1 | |||||||||||||||
| Aggregatzustand |
flüssig<ref name="GESTIS"/> | |||||||||||||||
| Dichte |
0,97 g·cm−3<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref> | |||||||||||||||
| Schmelzpunkt |
−74 °C<ref name="GESTIS"/> | |||||||||||||||
| Siedepunkt |
208 °C<ref name="GESTIS"/> | |||||||||||||||
| Dampfdruck |
31 Pa (20 °C)<ref name="GESTIS"/> | |||||||||||||||
| Löslichkeit |
heftige Zersetzung in Wasser<ref name="GESTIS"/> | |||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | ||||||||||||||||
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| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | ||||||||||||||||
Diethylaluminiumchlorid ist eine aluminiumorganische Verbindung. Sie wird als Katalysator zur Herstellung chemischer Produkte verwendet.
Herstellung
Die Reaktion von zwei Äquivalenten elementarem Aluminium mit drei Äquivalenten eines Alkylhalogenids (RX) ergibt je ein Äquivalent R2AlX und ein Äquivalent RAlX2. Durch Umsetzung von Aluminium mit Ethylchlorid wird so als eines der Produkte Diethylaluminiumchlorid erhalten.<ref>Aristid V. Grosse, Julian M. Mavity: ORGANOALUMINUM COMPOUNDS: I. Methods of Preparation 1. In: The Journal of Organic Chemistry. Band 05, Nr. 2, März 1940, S. 106–121, doi:10.1021/jo01208a004.</ref>
Verwendung
Diethylaluminiumchlorid wird bei Ziegler-Natta Polymerisationprozessen von Vinylen, Alkenen und Dienen sowie linearen Oligomerisationen und Cyclisierungen von ungesättigten Kohlenwasserstoffen als Katalysator eingesetzt. Es wird außerdem als Katalysator bei Alkylierungen benutzt (siehe auch Friedel-Crafts-Alkylierung). Weiterhin dient es als Zwischenprodukt zur Produktion anderer Chemikalien.<ref>Hazardous Substance Fact Sheet: Diethylaluminium chloride, Juni 2001.</ref>
Sicherheitshinweise
Als aluminiumorganische Verbindung mit kurzkettigen Alkylresten ist Diethylaluminiumchlorid pyrophor, entzündet sich also bei Kontakt mit Luft schon bei Raumtemperatur spontan. Auch Lösungen – als Lösungsmittel werden Kohlenwasserstoffe verwendet – können sich spontan entzünden, wenn diese nicht stark verdünnt sind. Daneben reagiert die Verbindung auch sehr heftig mit Wasser und verursacht bei Hautkontakt schwere Verätzungen.<ref>W. B. Heck, R. L. Johnson: ALUMINUM ALKYLS—SAFE HANDLING. In: Industrial & Engineering Chemistry. Band 54, Nr. 12, 1. Dezember 1962, S. 35–38, doi:10.1021/ie50636a007.</ref>
Einzelnachweise
<references />
- Seiten mit Skriptfehlern
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- Wikipedia:Wikidata-Wartung:PubChem abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:DrugBank fehlt lokal
- Feuergefährlicher Stoff
- Beschränkter Stoff nach REACH-Anhang XVII, Eintrag 40
- Ätzender Stoff
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:CAS-Nummer fehlt lokal
- Aluminiumorganische Verbindung
- Chlorverbindung
- Katalysator
- Metallalkyl