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Chișoda

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Chișoda
Altkischoda
Tesöld
Datei:Führt kein Wappen.svg
Basisdaten
Staat: RumänienDatei:Flag of Romania.svg Rumänien
Historische Region: Banat
Kreis: Timiș
Gemeinde: Giroc
Koordinaten: Vorlage:Infobox Ort in Rumänien/adm2iso_type:city(4271) 45° 42′ N, 21° 13′ OKoordinaten: Vorlage:Infobox Ort in Rumänien/adm2iso_type:city(4271) 45° 42′ 10″ N, 21° 12′ 41″ O
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Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Einwohner: 4.271 (1. Dezember 2021<ref>Volkszählung 2021 in Rumänien bei citypopulation.de</ref>)
Postleitzahl: 307221
Telefonvorwahl: (+40) 02 56
Kfz-Kennzeichen: TM
Struktur und Verwaltung
Gemeindeart: Dorf
Postanschrift: loc. Chișoda, jud. Timiș, RO–307221

Vorlage:Check Geschlecht gegen Wikidata

Chișoda ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), auch Kisoda oder Kissoda) ist ein Dorf im Kreis Timiș, Banat, Rumänien.

Geographische Lage

Datei:Giroc jud Timis.png
Lage der Gemeinde Giroc im Kreis Timiș

Chișoda liegt in der Mitte des Kreises Timiș, südlich der Kreishauptstadt Timișoara. Östlich von Chișoda befindet sich die Gemeinde Giroc, und westlich grenzt die Ortschaft an den VI. Bezirk von Timișoara Fratelia, dem einstigen Neu-Kischoda.

Nachbarorte

Utvin Timișoara
Sânmihaiu Român Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Giroc
Șag Pădureni

Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung einer Ortschaft auf dem Gebiet des heutigen Chișoda datiert aus dem Jahr 1332 unter dem Namen Tesola. Während der Türkeneinfälle wurde der Ort völlig zerstört. Die Neugründung des Ortes fand während des Theresianischen Schwabenzuges zwischen 1730 und 1760 statt. Der neu gegründete Ort erhielt den Namen Kisoda oder Koschoda. Das Dorf Kischoda ist ein typisch deutsches Dorf mit breiten, in Schachbrettform angelegten Straßen.

Infolge des österreichisch-ungarischen Ausgleichs im Februar 1867 kam das Banat innenpolitisch unter ungarische Verwaltung. Es setzte eine gewaltige Magyarisierungswelle ein, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts ihren Höhepunkt erreichte.

Nach dem Anschluss des Banats an das Königreich Rumänien infolge des Vertrags von Trianon war Alt-Kischoda (1925) eines der 13 Stuhlbezirkssitze des damaligen Kreises Temesch-Torontal. Sowohl Kischoda als auch Fratelia, aber auch Girok hatten damals den Rang einer Gemeinde, mit eigener Kommunalverwaltung.

Infolge des Waffen-SS Abkommens vom 12. Mai 1943 zwischen der Antonescu-Regierung und Hitler-Deutschland wurden alle deutschstämmigen wehrpflichtigen Männer in die deutsche Armee eingezogen. Noch vor Kriegsende, im Januar 1945, fand die Deportation aller volksdeutschen Frauen zwischen 18–30 und Männer im Alter von 16–45 zur Aufbauarbeit in die Sowjetunion statt.

Das Bodenreformgesetz vom 23. März 1945, das die Enteignung der deutschen Bauern in Rumänien vorsah, entzog der ländlichen Bevölkerung die Lebensgrundlage. Der enteignete Boden wurde an Kleinbauern, Landarbeiter und Kolonisten aus anderen Landesteilen verteilt. Anfang der 1950er Jahre wurde die Kollektivierung der Landwirtschaft eingeleitet. Durch das Nationalisierungsgesetz vom 11. Juni 1948, das die Verstaatlichung aller Industrie- und Handelsbetriebe, Banken und Versicherungen vorsah, fand die Enteignung aller Wirtschaftsbetriebe unabhängig von der ethnischen Zugehörigkeit statt.

Seit 1950 ist Kischoda ein Dorf ohne eigene Verwaltung, das der Gemeinde Girok angehört, und Fratelia ist ein Stadtteil Timișoaras.

Demographie

Datei:Banat Josephinische Landaufnahme pg067.jpg
Kischoda zur Zeit der Josephinischen Landaufnahme
Volkszählung<ref>Varga E. Árpád: Volkszählungen 1880–2002 bei kia.hu, letzte Aktualisierung 2. November 2008 (PDF; 960 kB; ungarisch).</ref> Ethnische Struktur
Jahr Bevölkerung Rumänen Deutsche Ungarn Sonstige
1880 1.187 1.078 90 4 15
1900 1.688 1.216 375 78 19
1910 3.007 1.223 969 768 47
1920<ref group=Anmerkung>Die neue administrative Einteilung hatte zur Folge, dass ein Teil der Gemeinde Chișoda Timișoara einverleibt wurde, was den drastischen Bevölkerungsrückgang erklärt.</ref> 1.455 1.039 334 68 14
1941 1.602 1.114 356 97 35
1977 2.293 1.898 258 123 14
1992 1.829 1.640 72 80 37
2002 2.004 1.858 51 71 24

Persönlichkeiten

Siehe auch

Literatur

  • Elke Hoffmann, Peter-Dietmar Leber und Walter Wolf: Das Banat und die Banater Schwaben. Band 5. Städte und Dörfer, Mediengruppe Universal Grafische Betriebe München GmbH, München, 2011, 670 Seiten, ISBN 3-922979-63-7.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Anmerkungen

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