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Chemikalien-Ozonschichtverordnung

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Basisdaten
Titel: Verordnung über ozonabbauende Stoffe und zur Durchführung der Verordnung (EU) 2024/590 [Titel bis 23. April 2026: Verordnung über Stoffe, die die Ozonschicht schädigen]
Kurztitel: Chemikalien-Ozonschichtverordnung
Abkürzung: ChemOzonSchichtV
Art: Bundesrechtsverordnung
Geltungsbereich: Bundesrepublik Deutschland
Erlassen aufgrund von: §§ 14, 17, 26 f. ChemG,
§§ 24, 57, 59 f. KrW-/AbfG
Rechtsmaterie: Wirtschaftsverwaltungsrecht, Umweltrecht
Fundstellennachweis: 8053-6-32
Ursprüngliche Fassung vom: 13. November 2006
(BGBl. I S. 2638)
Inkrafttreten am: 1. Dezember 2006
Neubekanntmachung vom: 15. Februar 2012
(BGBl. I S. 409)
Letzte Änderung durch: Art. 1 VO vom 21. April 2026
(BGBl. 2026 I Nr. 108 vom 23. April 2026)
Inkrafttreten der
letzten Änderung:
24. April 2026
(Art. 4 VO vom 23. April 2026)
Bitte den Hinweis zur geltenden Gesetzesfassung beachten.

Die Chemikalien-Ozonschichtverordnung (ChemOzonSchichtV), Langtitel (seit 24. April 2026): Verordnung über ozonabbauende Stoffe und zur Durchführung der Verordnung (EU) 2024/590, ist eine deutsche bundesrechtliche Verordnung zum Verbot von bestimmten die Ozonschicht abbauenden Halogenkohlenwasserstoffen (Halonen). Sie löste am 1. Dezember 2006 die deutsche FCKW-Halon-Verbots-Verordnung (FCKWHalonVerbV) ab.

rechtliche Grundlagen

Die Chemikalien-Ozonschichtverordnung dient zur Ergänzung der seit 11. März 2024 gültigen EU-Verordnung VO (EU) 2024/590 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 7. Februar 2024 über Stoffe, die zum Abbau der Ozonschicht führen, und zur Aufhebung der Verordnung (EG) Nr. 1005/2009 (Text von Bedeutung für den EWR) (§ 1 ChemOzonSchichtV). Die Chemikalien-Ozonschichtverordnung galt ursprünglich ergänzend zu der Verordnung (EG) Nr. 1005/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. September 2009 über Stoffe, die zum Abbau der Ozonschicht führen in der jeweils geltenden Fassung (§ 1 Abs. 1 ChemOzonSchichtV a.F.), die aber durch die VO (EU) 2024/590 aufgehoben wurde.

Inhalte der ChemOzonSchichtV

Die ChemOzonSchichtV regelt

  • Anzeigepflichten beim Umgang mit Halonen (§ 1 ChemOzonSchichtV),
  • Pflichten zur Rückgewinnung und Rücknahme verwendeter Stoffe (§ 2 ChemOzonSchichtV),
  • Verpflichtungen zur Verhinderung des Austritts in die Atmosphäre (§ 3 ChemOzonSchichtV),
  • Vorgaben zur Sachkunde, technischen Befähigung sowie Zuverlässigkeit der beteiligten Personen bei der Rückgewinnung von ozonabbauenden Stoffen, bei der Dichtheitsprüfung sowie bei der Reparatur von festgestellten Undichtigkeiten (§ 4 ChemOzonSchichtV unter Verweis auf konkrete Einzelbestimmungen der VO (EU) 2024/590).

Verstöße gegen einzelne Anforderungen der ChemOzonSchichtV sind nach § 5 ChemOzonSchichtV (je nach Verstoß in Verbindung mit § 26 Chemikaliengesetz (Deutschland) (ChemG) oder in Verbindung mit § 69 Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG)) bußgeldbewehrt.

weitergehende Hinweise

Im deutschen Chemikalienrecht sind weitere Verwendungsbeschränkungen und -verbote im Hinblick auf Chemikalien (inklusive Zubereitungen, Erzeugnissen usw., die diese enthalten) in der Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) und in der Chemikalien-Verbotsverordnung (ChemVerbotsV) festgelegt.

Für den Betrieb bestehender Kälteanlagen finden sich ergänzende Regelungen, beispielsweise zu den Anforderungen an die Dichtheit der Anlagen, in der Chemikalien-Klimaschutzverordnung.

Weblinks

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