Champagnerbrunnen (Bad Soden)
Der Champagnerbrunnen (Quelle Nr. XIX a) ist eine staatliche anerkannte Heilquelle in der Stadt Bad Soden am Taunus in Hessen. Er befindet sich wie der Winkler- und Glockenbrunnen im Wilhelmspark.<ref>Broschüre Heilquellen und Brunnen, Magistrat der Stadt Bad Soden am Taunus (2007)</ref>
Geschichte
Die Mineralwasserquelle wurde 1822/23 beim Graben nach Braunkohle entdeckt. Die erste Quellfassung stammt aus dem Jahr 1841. 1890 ließ Sanitätsrat Dr. Stöltzing die Quelle neu gestalten. 1969/70 wurde die Sandsteinfassung des Brunnens durch eine Bruchsteinfassung ersetzt. 1986 kehrte man zur alten Gestaltungsidee zurück: Die historische Sandsteinfassung (Foto 1930) war Vorbild für den neu errichteten Sandsteinbrunnen (aktuelles Foto).
Das feine Perlen der Kohlensäure gab dem Brunnen seinen Namen. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.
Anwendung
Die Quelle gehört in die Kategorie "Natrium-Chlorid-Hydrogencarbonat-Säuerling". Die Wassertemperatur beträgt 15,3 °C (Messung von 2016).<ref name="Quelle">Quelle XIX A Champagnerbrunnen</ref> Das Quellwasser wird für Trinkkuren und Inhalationen verwendet. Theoretisch ließe sich mit einem Liter Quellwasser der menschliche Tagesbedarf an Magnesium zu 30 %, an Calcium zu 30 %, an Jod zu 40 % und an Eisen ebenfalls zu 40 % decken. Die verantwortlichen Stellen empfehlen jedoch, täglich maximal 0,15 Liter zu trinken. Eine detaillierte Analyse der Wasserchemie von 2016 (Institut Fresenius) ist online zugänglich.<ref name="Quelle" />
Anwendungsgebiete
- Erkrankungen des Magens und des Dünndarms
- Anregung der Verdauungsfunktion
- Harnwegsinfekte
- Atemwegs- und Mundschleimhauterkankungen
- Augen- und Bindehautentzündungen (Abtupfen)
- Zahnfleischverletzungen (Spülen)
Einzelnachweise
<references />
Koordinaten: 50° 8′ 26″ N, 8° 29′ 49,6″ O
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