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Chaiselongue

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Datei:Venus Victrix pushkin01.jpg
Chaiselongue der Venus Victrix (1800), Marmor, Puschkin-Museum, Moskau

Die oder das Chaiselongue (französisch {{#invoke:Vorlage:lang|flat}} „langer Stuhl“) ist seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die Bezeichnung für ein niedriges, gepolstertes kombiniertes Sitz- und Liegemöbel für eine Person. Es erinnert stark an die antike Kline. Der Fachbegriff lautet moderne Chaiselongue. Merkmale dieses Ruhe- oder Tagebettes, das dem kurzen Mittagsschlaf, gelegentlich auch als Gästebett dient, sind ein erhöhtes Kopfende und ein einheitlicher Bezug, der, abgesehen von den Stützen, sämtliche Konstruktionsteile bedeckt.

Aufgrund ihres geringen Sitzkomforts wird der eher selten gewordenen Chaiselongue heute die Bettcouch vorgezogen. Diese eignet sich sowohl zum bequemen Liegen als auch zum Sitzen und verbindet damit die Funktion der auch „Faulbett“ (oder „Lotterbett“<ref>Harry Kühnel: Die Sachkultur bürgerlicher und patrizischer Nürnberger Haushalte des Spätmittelalters und der frühen Neuzeit. In: Trude Ehlert (Hrsg.): Haushalt und Familie in Mittelalter und früher Neuzeit. Vorträge eines interdisziplinären Symposions vom 6.–9. Juni 1990 an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Mit einem Register von Ralf Nelles. Thorbecke, Sigmaringen 1991, ISBN 3-7995-4156-X, S. 15–31, hier: S. 20–21.</ref>) genannten Chaiselongue mit jener des Sofas.

Geschichte

Datei:Musée Nissim de Camondo - Salon Bleu.JPG
Zweiteilige gebrochene Chaiselongue, 18. Jahrhundert

Das „Faulbett“, wie es etwa um 1504 von Michael Behaim in Nürnberg zur Mittagsruhe oder bei Krankheit genutzt wurde,<ref>Jakob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. Band 3. Neudruck 1984, Sp. 1372–1373.</ref> ist bereits im 15. Jahrhundert erwähnt worden (im 1498 erstellten Inventar des Straßburger Bürgers Heinrich Martin<ref>Edmund Ungerer (Hrsg.): Elsässische Altertümer in Burg und Haus, in Kloster und Kirche (= Quellen und Forschungen zur Kirchen- und Kulturgeschichte von Elsaß und Lothringen. Band II/2). Straßburg 1917, S. 73.</ref>).<ref>Harry Kühnel: Die Sachkultur bürgerlicher und patrizischer Nürnberger Haushalte des Spätmittelalters und der frühen Neuzeit. In: Trude Ehlert (Hrsg.): Haushalt und Familie in Mittelalter und früher Neuzeit. Vorträge eines interdisziplinären Symposions vom 6.–9. Juni 1990 an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Mit einem Register von Ralf Nelles. Thorbecke, Sigmaringen 1991, ISBN 3-7995-4156-X, S. 15–31, hier: S. 20–21.</ref> Die erstmals Anfang des 18. Jahrhunderts<ref>Louis de Rouvroy, duc de Saint-Simon: Mémoires, Band VII, Kapitel III, 1709 online</ref> in Frankreich belegte Bezeichnung chaise longue deutet auf die ursprünglichen Funktion als Sitzmöbel hin. Im Gegensatz zur Couch und dem Kanapee ging dieses Möbel nicht aus der Bank oder dem Ruhebett hervor, sondern aus einem durch einen Tabouret verlängerten Fauteuil. Die beiden Elemente dieser insbesondere in der Zeit des Louis-quinze und des Louis-seize-Stils in den Jahren von 1745 bis 1780 beliebten gebrochenen, in Frankreich auch duchesse brisée genannten zweiteiligen Chaiselongue verschmolzen nach und nach zu einem einzigen (ungebrochenen) Möbelstück, aus dem sich sowohl die Récamière als auch die sogenannte moderne Chaiselongue entwickelten.

Auf der Chaiselongue konnte eine Dame des Hauses ihren Besuch liegend empfangen. Diese Gepflogenheit übten adelige Personen – etwa am französischen Hof auf einem Paradebett – auch in einem zeremoniellen Rahmen aus.<ref>Brockhaus’ Konversations-Lexikon. 14., vollständig neubearbeitete Auflage, Band 2: Astrachan–Bilk. F. A. Brockhaus, Berlin/Leipzig 1893, S. 912 (Google Books)</ref>

Terminologie

Der moderne Gebrauch des ursprünglich französischen Begriffs Ottomane überschneidet sich mit dem des Worts Chaiselongue.

Im schwäbischen Dialekt, welcher viele Wörter aus der französischen Sprache übernommen hat, wird das von chaiselongue abgeleitete Wort Schesslo allgemein für gepolsterte Sitzmöbel verwendet. Im hessischen Dialekt, welcher ebenfalls Wörter aus der französischen Sprache übernommen hat, allerdings in geringer Anzahl, steht der Begriff "Schässlong", wie es dort bezeichnet wird, für ein im 19. Jahrhundert weit verbreitetes Möbelstück, oft in einfacher Ausführung, das häufig auch in Küchen als "Faulbett" bzw. als Ergänzung des üblichen aus Stuhl, Schemel und Hocker bestehenden Sitzmobiliars genutzt wurde.

Galerie

Siehe auch

Literatur

Weblinks

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Einzelnachweise

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