Catch-22 (Dilemma)
Catch-22, auch (klassische) Catch-22-Situation,<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: Kurzlehrbuch Pädiatrie. Hrsg.: Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name. Georg Thieme Verlag, Vorlage:Cite book/Date, ISBN 978-3-13-170311-8, [ ], S. 88 (Vorlage:Cite book/URL [abgerufen am -05-]).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref><ref name="Schlote1997">Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> ist ein geflügeltes Wort im englischen Sprachraum. Es beschreibt eine Zwickmühle<ref>catch-22 im Lexikon dict-leo.</ref><ref>catch-22 im Lexikon Pons Englisch-Deutsch.</ref> – im Original auch manchmal beschrieben als Dilemma, aus dem ein Individuum wegen widersprüchlicher Regeln nicht entkommen kann.<ref name="Random-Dic" />
Der Begriff wurde 1961 von dem US-Autor Joseph Heller geprägt und ist gleichzeitig Titel seines Buches Catch-22 sowie dessen Verfilmung Catch-22 – Der böse Trick.<ref name="Cambridge-Dic" /><ref name="Oxford-Dic" />
Herkunft und Bedeutung
Buch
Das Buch Catch-22 beschreibt eine Situation, in der Geisteskranke vom Kriegsdienst freigestellt werden. Ein Antrag auf Freistellung wird aber als Zeichen offensichtlicher geistiger Gesundheit gesehen, weil Angst vor dem Kriegsdienst normal ist. Logischer Schluss: Ein Aussteigen ist nicht möglich.<ref name="Henriksen" />
Im Laufe des Romans erscheinen verschiedene Formulierungen von „Catch-22“. Das Wort wird auf verschiedene Schlupflöcher und Macken des Militärsystems angewendet, immer mit der Implikation, dass Regeln unzugänglich und gegen diejenigen gerichtet sind, die in der Hierarchie niedriger stehen. So erfährt der Held, Catch-22 verpflichte ihn zum Gehorsam gegenüber seinem Kommandanten, auch wenn dessen Befehle denen des Offiziers widersprechen.<ref name="Henriksen" />
Allgemeines Beispiel
„Wie soll ich Erfahrungen für einen Job sammeln, wenn ich ständig wegen mangelnder Erfahrung für diesen Job abgelehnt werde!?“<ref name="Rothberg2002">Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Bedeutung der Zahl „22“
Ursprünglich wollte Heller die Phrase, und damit den Titel seines Buchs, durch andere Zahlen ausdrücken, aber sein Verleger und er einigten sich schließlich auf „22“. Ausschlaggebend hierfür war wohl die Euphonie der Zahl und hat sonst keine weitere Bedeutung. Anfänglich arbeitete Heller noch mit dem Titel Catch-18, verwarf diesen aber, nachdem kurz zuvor die Novelle Mila 18 von Leon Uris erschienen war.<ref name="Aldridge" /><ref name="Telegraph" />
Logik
Die Catch-22-Situation, wie von Heller formuliert, beinhaltet den Fall von Captain John Yossarian, einem Navigator der United States Army Air Forces, der aus dem Kampfeinsatz entlassen werden möchte. Dies geschieht nur, wenn er vom Fliegerarzt des Geschwaders begutachtet und als „untauglich zum Fliegen“ befunden wird. „Untauglich“ wäre jedes Besatzungsmitglied, das bereit ist, solche gefährlichen Missionen zu fliegen, da man ja schon „verrückt sein müsse“, um sich für einen möglichen Tod freiwillig zu melden (Himmelfahrtskommando, Kamikaze). Um begutachtet zu werden, muss das Besatzungsmitglied allerdings zuvor einen Antrag auf Begutachtung stellen – eine Handlung, die als hinreichender Beweis für die Anerkennung als „tauglich“ gilt. Diese Bedingungen machen es unmöglich, als „untauglich“ eingestuft zu werden.
Der Catch-22 ist, dass „jeder, der aus der Kampfpflicht herauskommen will, nicht wirklich verrückt ist“.<ref name="Heller1999" /> Folglich müssen Piloten, die eine Bewertung der geistigen Fitness beantragen, gesund sein und daher im Kampf fliegen. Wenn andererseits aber eine Begutachtung vom Piloten nicht angefordert wird, wird er niemals eine erhalten und kann somit niemals als verrückt eingestuft werden, was ebenfalls bedeutet, dass er im Kampf fliegen muss.
Daher sorgt ein Catch-22 dafür, dass kein Pilot auf eigenen Antrag jemals entlassen werden kann, auch wenn er tatsächlich untauglich zum Fliegen ist.
Rezeption
Der Philosoph Laurence Goldstein argumentiert, dass das „Flieger-Dilemma“ logisch nicht einmal eine Bedingung ist, die unter keinen Umständen wahr ist. Es ist „sinnlos bikonditional“ und letztendlich bedeutungslos. Goldstein schreibt:<ref name="Laurence Goldstein" />
„Das Dilemma ist: Was aussieht wie eine Aussage über die Bedingungen, unter denen ein Flieger entschuldigt werden kann, um gefährliche Missionen zu fliegen, reduziert sich nicht auf die Aussage.“
(I) Ein Flieger kann entschuldigt werden, gefährliche Missionen zu fliegen, wenn und nur wenn inhaltlich, wobei der Inhalt ein Widerspruch an sich ist (was eine gemeine Art sein könnte, eine unangenehme Wahrheit zu verschleiern), nur eine wertlose, leere Aussage ist.
(II) Ein Flieger kann entschuldigt werden, gefährliche Missionen zu fliegen, wenn und nur wenn es nicht der Fall ist, dass er entschuldigt werden kann, gefährliche Missionen zu fliegen.
Wenn es ein Dilemma (I) wäre, wäre das nicht so schlimm – ein Flieger würde zumindest feststellen können, dass er unter keinen Umständen die Kampfhandlungen vermeiden könnte. Aber Catch-22 ist schlimmer – eine Flut von Worten, die nichts bedeuten. Es ist ohne Inhalt, es vermittelt überhaupt keine Information.
Der österreichisch-amerikanische Kommunikationswissenschaftler, Psychotherapeut, Soziologe und Philosoph Paul Watzlawick schreibt: „Zugegeben, das Beispiel ist fiktiv, und es gibt den Catch-22 in der amerikanischen Luftwaffe nicht. Es handelt sich um eine Art Karikatur militärischer Logik, doch wie bei jeder guten Karikatur wird der Kern der Sache getroffen: Die Wirklichkeit des Kriegs oder jede andere, auf totalitärer Gewalt beruhende Wirklichkeit ist von einem Wahnwitz, dem sich niemand entziehen kann, und in dieser Wirklichkeit wird Normalität zum Ausdruck von Wahn oder Heimtücke umgedeutet.“<ref>Paul Watzlawick: Wie wirklich ist die Wirklichkeit? Wahn – Täuschung – Verstehen. Piper Verlag, München 1976, ISBN 3-492-04515-4, S. 38.</ref>
Siehe auch
- 90-90-Regel
- CATCH-22-Syndrom
- Deadlock
- Doppelbindungstheorie
- Falsches Dilemma
- Ironische Prozesse
- Kobayashi-Maru-Test
- Petitio Principii
Weblinks
- Catch-22 Situation Übersetzung der engl. Phrase
- Was ist ein Catch-22 Erklärung auf Silencer.blog
Einzelnachweise
<references> <ref name="Cambridge-Dic"> Definition Catch-22 (Logik). Cambridge Dictionary, abgerufen am 20. Juni 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). </ref> <ref name="Random-Dic"> Ursprung und Definition von Catch-22. Random House Dictionary, 2012, abgerufen am 21. Juni 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). </ref> <ref name="Oxford-Dic"> Beispiel und Definition Catch-22. Oxford Learners Dictionary, abgerufen am 21. Juni 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). </ref> <ref name="Henriksen"> Margot A. Henriksen: Dr. Strangelove's America: Society and Culture in the Atomic Age. University of California Press, 1997, ISBN 0-520-08310-5, S. 250 (google.de).</ref>
<ref name="Aldridge"> John W. Aldridge: The Loony Horror Of It All- 'Catch-22' Turns 25. New York Times, 26. Oktober 1986, abgerufen am 21. Juni 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). </ref> <ref name="Telegraph"> A classic by any other name. The Telegraph (GB), 18. November 2007, abgerufen am 21. Juni 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). </ref> <ref name="Heller1999"> Joseph Heller: Catch-22: A Novel. Simon and Schuster, 1999, ISBN 0-684-86513-0, S. 52 (online; zugriffsbeschränkt [abgerufen am 9. Januar 2011]): „Catch-22. Anyone who wants to get out of combat duty isn't rallye crazy.“</ref> <ref name="Laurence Goldstein"> Laurence Goldstein: The Barber, Russell's paradox, catch-22, God, contradiction and more: A defence of a Wittgensteinian conception of contradiction. The law of non-contradiction: new philosophical essays. Graham Priest, Jc Beall & Bradley Armour-Garb; Oxford University Press, 2004, abgerufen am 21. Juni 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). </ref> </references>