Castelnuovo di Garfagnana
| Castelnuovo di Garfagnana | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Vorlage:Platzhalterbild | ||||||
| Staat | Italien | |||||
| Region | Toskana | |||||
| Provinz | Lucca (LU) | |||||
| Koordinaten | 44° 7′ N, 10° 24′ O
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| Höhe | 270 m s.l.m. | |||||
| Fläche | 28,5 km² | |||||
| Einwohner | 5.596 (31. Dez. 2024)<ref>Bilancio demografico e popolazione residente per sesso al 31 dicembre 2024. ISTAT. (Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2024).</ref> | |||||
| Postleitzahl | 55032 | |||||
| Vorwahl | 0583 | |||||
| ISTAT-Nummer | 046009 | |||||
| Bezeichnung der Bewohner | Castelnuovesi | |||||
| Schutzpatron | SS. Pietro e Paulo (29. Juni) | |||||
| Website | Castelnuovo di Garfagnana | |||||
Castelnuovo di Garfagnana ist eine italienische Gemeinde mit 5596 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2024) in der Provinz Lucca in der Toskana. Sie ist der Hauptort der Garfagnana.
Geografie
Die Gemeinde liegt in der Landschaft der Garfagnana etwa 30 km nördlich der Provinzhauptstadt Lucca und rund 77 km nordwestlich der Regionalhauptstadt Florenz in der klimatischen Einordnung italienischer Gemeinden in der Zone E, 2 234 GG.<ref>Webseite der Agenzia nazionale per le nuove tecnologie, l’energia e lo sviluppo economico sostenibile (ENEA), abgerufen am 14. Februar 2016 (italienisch) (PDF; 330 kB)</ref> Das Ortszentrum von Castelnuovo di Garfagnana liegt im oberen Serchiotal<ref name="Repetti">Emanuele Repetti: CASTELNUOVO DI GARFAGNANA nella Valle superiore del Serchio.</ref> am Zufluss des Torrente Turrite Secca (9 von 21 km im Gemeindegebiet, rechter Zufluss) in den Fluss Serchio (9 von 106 km im Gemeindegebiet)<ref>Offizielle Webseite des Sistema Informativo Ambientale della Regione Toscana (SIRA) zu den Flüssen in Castelnuovo di Garfagnana, abgerufen am 14. Februar 2016 (italienisch)</ref> westlich des Serchio (rechtsseitig) und nördlich des Turrite Secca.
Zum Gemeindegebiet gehören die Ortsteile (Frazioni) Antisciana (407 m, ca. 100 Einwohner), Cerretoli (535 m, ca. 70 Einwohner), Colle (727 m, ca. 50 Einwohner), Gragnanella (498 m, ca. 80 Einwohner), Croce-Stazzana (894 m, ca. 60 Einwohner), Metello (850 m, ca. 20 Einwohner), Monterotondo (481 m, ca. 15 Einwohner), Palleroso (511 m, ca. 85 Einwohner) und Rontano (633 m, ca. 50 Einwohner). Der Hauptort Castelnuovo di Garfagnana hat ca. 5000 Einwohner.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Offizielle Webseite des ISTAT ( des Vorlage:IconExternal vom 16. Juni 2021 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (Istituto Nazionale di Statistica) zu den Ortsteilen und Einwohnerzahlen 2001 in der Provinz Lucca, abgerufen am 14. Februar 2016 (italienisch)</ref>
Die Nachbargemeinden sind Camporgiano, Careggine, Fosciandora, Gallicano, Molazzana und Pieve Fosciana.
Geschichte
Erstmals erwähnt wurde der Ort 740 in einem Dokument des Erzbistums Lucca.<ref name="Repetti" /> 991 wies Gherardo, Bischof von Lucca, den Ort den Gherardinghi (Conti della Verruca) zu. Am Ende des 13. Jahrhunderts konnte Lucca den Ort einnehmen und ließ durch Castruccio Castracani den Ort befestigen. Wenige Jahre später wurde auch die Rocca durch Paolo Guinigi verstärkt und der Turm errichtet. 1430 stand der Ort im Zentrum des Konfliktes zwischen Florenz und Lucca und suchte bei Niccolò III. d’Este aus der Familie der Este aus Ferrara Schutz.<ref name="ContadoLucchese1">Contado Lucchese: Castelnuovo Garfagnana. Abgerufen am 15. Februar 2016 (italienisch)</ref> 1512 wurde der Ort von Francesco Maria I. della Rovere besetzt, der allerdings die Rocca nicht einnehmen konnte. Von 1521 an regierten die Medici aus Florenz den Ort, doch nach dem Tod ihres Papstes Leo X. im gleichen Jahr ging der Ort wieder an die Este, die hier von Alfonso I. d’Este geführt wurden. Statthalter von 1522 bis 1525 war Ludovico Ariosto.<ref name="TouringClubItaliano">Touring Club Italiano: Toscana.</ref> Die Herrschaft der Este ging bis zur Zeit der Besetzung Italiens durch Napoleon Bonaparte. In dieser Zeit herrschte seine Schwester, Elisa Baciocchi, über die Garfagnana. Nach der Niederlage Napoleons ging der Ort 1814 wieder in den Machtbereich Modenas über.<ref name="TouringClubItaliano" />
Sehenswürdigkeiten
- Rocca Ariostesca, Befestigungsanlage aus dem 11. Jahrhundert innerhalb der Stadtmauern. Namensgeber war Ludovico Ariosto.
- Stadtmauern aus dem späten 13. Jahrhundert, die durch Castruccio Castracani entstanden, mit den Stadttoren:<ref name="ContadoLucchese1" />
- Porta Calcinaia, Stadttor an der Rocca Ariostesca.
- Porta Vecchia, heute nur noch teilweise vorhandenes Stadttor.
- Porta di Castruccio, auch Porta Miccia oder Porta di Santa Lucia genannt
- Duomo dei Santi Pietro e Paolo, Hauptkirche innerhalb der Stadtmauern. Die Kirche San Pietro entstand schon vor 740 und unterstand bis 1398 der Pieve in Pieve Fosciana.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Arcidiocesi di Lucca zum Duomo dei Santi Pietro e Paolo in Castelnuovo di Garfagnana ( des Vorlage:IconExternal vom 15. Februar 2016 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., Webseite des Erzbistums Lucca, abgerufen am 14. Februar 2016 (italienisch)</ref> 1504 wurde der Dom neu gebaut. Er enthält von Santi di Tito das Leinwandgemälde Assunzione und von Giovanni Antonio Sogliani das Werk Madonna con i Santi Giacomo e Andrea.<ref name="TouringClubItaliano" />
- Ponte di Castruccio, auch Ponte Santa Lucia genannt, Brücke über den Serchio, die der Porta Castruccio anliegt.
- Madonna del Ponte, Kirche an der Brücke des Serchio auf der linke Seite des Flusses.
- Palazzo Azzi
- Teatro Alfieri, 1860 durch Giovanni Carli und Antonio Vittoni entstandenes Theater auf der linken Seite des Serchio, das nach Vittorio Alfieri benannt wurde. Die erste Aufführung fand am 22. August 1860 statt, als die Oper La straniera von Vincenzo Bellini aufgeführt wurde.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Offizielle Webseite des Teatro Alfieri ( des Vorlage:IconExternal vom 10. Februar 2016 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., abgerufen am 15. Februar 2016 (italienisch)</ref>
- Convento dei Cappuccini (Cappuccini del Monte Calvario<ref name="Repetti" />), Kloster auf der linken Seite des Serchio kurz außerhalb der Stadtmauern. Entstand 1635<ref name="Repetti" /> durch Alfonso III. d’Este, der hier auch verstarb und seine letzte Ruhe fand.<ref name="TouringClubItaliano" />
- Fortezza di Mont’Alfonso (auch Montalfonso geschrieben), Befestigungsanlage mit sieben Verteidigungstürmen. Sie liegt oberhalb des Ortes bei 453 m und entstand 1579 durch Alfonso II. d’Este über den Resten einer älteren Anlage.<ref name="TouringClubItaliano" />
- Chiesa di San Prospero, Kirche im Ortsteil Antisciana, die bereits 1168 in einem Schriftstück von Papst Alexander III. dokumentiert wurde.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Arcidiocesi di Lucca zur Chiesa San Prospero in Antisciana ( des Vorlage:IconExternal vom 15. Februar 2016 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., Webseite des Erzbistums Lucca, abgerufen am 14. Februar 2016 (italienisch)</ref>
- Rocca di Antisciana, ehemalige Burg im Ortsteil Antisciana. Heute sind nur noch Überreste der Burg und der Befestigungsmauern zu sehen.<ref name="ContadoLucchese2">Contado Lucchese: I borghi di Castelnuovo di Garfagnana. Abgerufen am 15. Februar 2016 (italienisch)</ref>
- Chiesa di San Michele Arcangelo, bereits um 1178 erwähnte Kirche im Ortsteil Colle.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Arcidiocesi di Lucca zur Chiesa San Michele in Colle ( des Vorlage:IconExternal vom 15. Februar 2016 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., Webseite des Erzbistums Lucca, abgerufen am 14. Februar 2016 (italienisch)</ref>
- Chiesa di San Bartolomeo, Kirche im Ortsteil Gragnanella. Bereits 1168 dokumentiert.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Arcidiocesi di Lucca zur Chiesa San Bartolomeo in Gragnanella ( des Vorlage:IconExternal vom 15. Februar 2016 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., Webseite des Erzbistums Lucca, abgerufen am 14. Februar 2016 (italienisch)</ref>
- Chiesa dei Santi Martino e Rocco, Kirche im Ortsteil Palleroso. Ebenfalls 1168 erwähnt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Arcidiocesi di Lucca zur Chiesa Martino e Rocco in Palleroso ( des Vorlage:IconExternal vom 15. Februar 2016 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., Webseite des Erzbistums Lucca, abgerufen am 14. Februar 2016 (italienisch)</ref>
- Castello di Palleroso, Befestigungsanlage im Ortsteil Palleroso. Wurde bereits 1376 als Castrum Pallarosi in einem Dokument von Karl IV. erwähnt. Heute nur noch als Ruine mit Teilen des Turms und Teilen der Wehrmauer mit Tor vorhanden.<ref name="ContadoLucchese2" />
- Oratorio di San Rocco, Oratorium im Ortsteil Palleroso.
- Chiesa di San Donato, bereits 1168 erwähnte Kirche im Ortsteil Rontano.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Arcidiocesi di Lucca zur Chiesa San Donato in Rontano ( des Vorlage:IconExternal vom 15. Februar 2016 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., Webseite des Erzbistums Lucca, abgerufen am 14. Februar 2016 (italienisch)</ref>
Persönlichkeiten
- Pietro Campori (1553–1643), Kardinal und Bischof
- Giovanni Di Lorenzo (* 1993), Fußballspieler
- Jasmine Paolini (* 1996), Tennisspielerin
Literatur
- Emanuele Repetti: CASTELNUOVO DI GARFAGNANA nella Valle superiore del Serchio. In: Dizionario Geografico Fisico Storico della Toscana (1833–1846), Onlineausgabe der Universität Siena (pdf, italienisch)
- Touring Club Italiano: Toscana. Mailand 2003, ISBN 88-365-2767-1, S. 217 ff.
Weblinks
- Offizielle Website der Gemeinde Castelnuovo di Garfagnana (italienisch)
- Website des Pro Loco in Castelnuovo di Garfagnana (italienisch)
Einzelnachweise
<references />
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