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Casaprota

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Vorlage:Infobox Gemeinde in Italien

Casaprota ist eine italienische Gemeinde in der Provinz Rieti in der Region Latium mit Vorlage:EWZ Einwohnern (Stand Vorlage:EWD). Sie liegt 62 km nördlich von Rom und 23 km südlich von Rieti.

Geographie

Casaprota liegt auf einem Hügel oberhalb des Tals des Farfa in den Sabiner Bergen. Zur Gemeinde gehört der Ortsteil Collelungo Sabino.

Casaprota ist Mitglied der Comunità Montana dei Monti Sabini.

Die Nachbarorte sind Frasso Sabino, Mompeo, Montenero Sabino, Poggio Nativo, Poggio San Lorenzo und Torricella in Sabina.

Verkehr

Casaprota liegt an der Via Salaria SS 4, die von Rom über Ascoli Piceno an die Adriaküste bei Porto d’Ascoli führt.

Geschichte

776 wurde Casa Perotae erstmals erwähnt. Der Name weist vielleicht auf eine antike Gründung hin. Im 10. Jahrhundert gehörte es als Fundus Casaprotae zur Abtei Farfa. Im 11. und 12. Jahrhundert besaß ihn die Adelsfamilie der Brancaleoni, ein Zweig der Familie De Romania, die es schließlich 1476 an die Orsini verkauften. Diese behielten ihn mit verschiedenen Familienzweigen bis zum Jahre 1604, als sie ihn der Camera Apostolica verkauften. 1817 kam es zum Orte Mompeo, später aber wurde es eine selbständige Kommune. Das Statutum des Ortes, das heute in der Vatikanischen Bibliothek aufbewahrt wird, entstammt dem Mittelalter. Eine Aufstellung von 1854 nennt alle Details zu den Personen und Berufen in Casaprota.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr 1861 1881 1901 1921 1936 1951 1971 1991 2001
Einwohner 986 1132 1233 1285 1297 1198 785 695 686

Quelle: ISTAT

Politik

Marcello Ratini (Lista Civica: La Torre) wurde am 11. Juni 2017 zum neuen Bürgermeister gewählt.

Sehenswürdigkeiten

  • Die Kirche Santa Maria della Neve in Collelungo ist eine klassizistische Überformung eines früheren Gotteshauses. Sie ist interessant durch ihr gestauchtes Tonnengewölbe.
  • Die Friedhofskirche San Clemente, gleichfalls in Collelungo, enthält Fresken zur Geschichte des Titelheiligen.
  • Die Kirche San Domenico in Casaprota wurde als hochmittelalterlicher Bau um 1800 durch Kardinal Ippolito Vincenti Mareri im damaligen Stile umgeformt.
  • Der Palazzo Baronale, zuvor die Burg, hat einen hohen Rundturm mit kleinerem Aufsatz und wird heute als Palazzo Filippi bezeichnet.

Kulinarische Spezialitäten

  • Olio Extra Vergine Sabina DOP.

Veranstaltungen

Sagra della Bruschetta am letzten Januar-Wochenende.

Töchter und Söhne der Gemeinde

Ippolito Vincenti Mareri (1738–1811), Kardinalbischof der Sabina und Förderer des Ortes, geboren in Rieti.

Literatur

  • Christoph Henning: Latium. Das Land um Rom. Mit Spaziergängen in der Ewigen Stadt (= DuMont-Kunst-Reiseführer). 3. aktualisierte Auflage. DuMont-Reiseverlag, Ostfildern 2006, ISBN 3-7701-6031-2.

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

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