Zum Inhalt springen

Carlowitz (Adelsgeschlecht)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Carlowitz-Wappen.png
Wappen derer von Carlowitz

Carlowitz ist der Name eines alten sächsischen Adelsgeschlechts. Die Herren von Carlowitz waren ursprünglich Vasallen der Burggrafen von Dohna und gehören zum meißnischen Uradel.

Geschichte

Erstmals wurde Otto von Karlwiz im Jahre 1311 in einer Urkunde des Burggrafen Otto III. von Donin genannt.<ref>Aufzeichnungen über die erloschenen Linien der Familie Dohna. Berlin 1876, S. 299 f., Urk. Nr. 21. Otto von Karlewitz, in: Otto III. Burggraf von Donin, beurkundet, dass er mit Zustimmung seiner Söhne das Vorwerk zu Kotta auf St. Nikolaus Altar daselbst dargebracht habe. 25. November 1311.</ref> Die Stammreihe des Geschlechts beginnt im Jahr 1375 mit Hans von Carlowitz, Lehnsmann der Burggrafen zu Dohna. In der Markgrafschaft Meißen bzw. im späteren Sachsen hatte sich das Geschlecht von Carlowitz stark verbreitet und reichen Grundbesitz erworben. Sie erhielten im Laufe der Zeit von ihren Landesherren, aber auch von fremden Fürsten, hohe Ämter als Hof- und Staatsbeamte. Zu besonders großem Einfluss gelangten im 15. und 16. Jahrhundert Georg von Carlowitz und sein Neffe Christoph von Carlowitz als Räte der sächsischen Herzöge und Kurfürsten. Von Kaiser Karl V. wurde Christoph von Carlowitz am 13. Januar 1522 der erbliche Titel eines Erbvierritters des Heiligen Römischen Reiches verliehen. Letzter legitimer Träger dieses Titels war Georg Anton von Carlowitz (1866–1945), königlich sächsischer Oberst und Ritter des Militär-St.-Heinrichs-Ordens.<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> Auch das Amt des sächsischen Oberforstmeisters bekleideten die von Carlowitz über mehrere Generationen.

Der sächsische Oberberghauptmann Hans Carl von Carlowitz hat 1713 in seinem Buch Sylvicultura oeconomica als Erster den Begriff der Nachhaltigkeit im Zusammenhang mit der Forstwirtschaft geprägt. Im 19. Jahrhundert waren Hans Georg von Carlowitz, als königlich sächsischer Minister, und dessen Sohn Albert von Carlowitz entscheidend an der weiteren gemeinsamen Gestaltung der deutschen Staatenwelt und der Gründung des Deutschen Reiches beteiligt. Adolph von Carlowitz war 1914 sächsischer Kriegsminister und während des Ersten Weltkrieges als General der Infanterie Oberbefehlshaber der 2. Armee.

Verschiedene Vertreter der Familie waren zu allen Generationen Mitglieder des Johanniterordens.<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref><ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> Sie<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> gingen zuvor auf verschiedene bekannte Gymnasien und Alumnate, wie das Vitzthum-Gymnasium Dresden oder die Fürstliche Landesschule St. Afra in Meißen.<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> Der spätere Jurist Julius von Carlowitz dagegen war Zögling<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> auf der Ritterakademie Brandenburg.

Wappen

Das Stammwappen zeigt in Silber drei (im Verhältnis 2:1) in der Mitte mit den Stielen verbundene schwarze Kleeblätter. Auf dem Helm befindet sich ein wie der Schild gezeichneter silberner Flug. Die Helmdecke ist ebenfalls schwarz-silbern.

Der Wahlspruch der Familie lautete: Invia virtuti nulla est via (lat. – Der Tapferkeit ist kein Weg ungangbar).

Herrschaften und Besitzungen (Auswahl)

Datei:2006-05-04 Zuschendorf (1).jpg
Schloss Zuschendorf
Datei:Schloss Kuckuckstein in Liebstadt (Kuckuckstein castle in Liebstadt) - geograph.org.uk - 7810.jpg
Schloss Kuckuckstein in Liebstadt
Datei:Heyda Schloss.jpg
Gut Heyda (nach 1990 zurückerworben)

Bekannte Familienmitglieder

Georg von Carlowitz (Begriffsklärung) Hans von Carlowitz

Oswald von Carlowitz

sowie:

Literatur

  • Valentin König: Genealogische Adels-Historie oder Geschlechts-Beschreibung derer im Chur-Sächsischen und angräntzenden Landen Adligen Geschlechter. Band 1, Wolffgang Deer, Leipzig 1727, S. 112–163. books.google.de
  • Ernst Heinrich Kneschke (Hrsg.): Neues allgemeines deutsches Adels-Lexicon. Band 2. Friedrich Voigt, Leipzig 1860, S. 222 f. ({{#if: fuZSGBeds8sC

| {{#if: {{#if: ||1}} {{#if: fuZSGBeds8sC ||1}} | <0|&pg={{#if:|RA{{{Band}}}-}}PA222|&pg=222}}{{#if:|&q=}}#v=onepage|{{#if:|&pg=|}}{{#if:|&q=}}}}{{#if:|q=%7B%7B%7BSuchbegriff%7D%7D%7D}}|{{#if:|q=%7B%7B%7BSuchbegriff%7D%7D%7D}}}} {{#if:|{{#invoke:WLink|getEscapedTitle|{{{Linktext}}}}}|eingeschränkte Vorschau}}{{#if:|| in der Google-Buchsuche}}{{#ifeq:|US|-USA}}{{#if: fuZSGBeds8sC |{{#invoke: Vorlage:GoogleBook|fine |id=fuZSGBeds8sC |errN=Parameter „BuchID“ hat falsche Länge |errC=Parameter „BuchID“ enthält ungültige Zeichen |errH=# in der „BuchID“ |errP=Parameterzuweisungen in der „BuchID“ |class=editoronly |cat={{#ifeq: 0 | 0 | Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Google Buch}} |template= Vorlage:Google Buch}} }} | Es darf nur genau einer der beiden Parameter „Suchbegriff“ oder „BuchID“ ausgefüllt werden. Bitte beachte die in der Vorlage:Google Buch befindliche Dokumentation und prüfe die verwendeten Parameter.{{#ifeq: 0 | 0 | }}}} | Es muss mindestens einer der beiden Parameter „Suchbegriff“ oder „BuchID“ ausgefüllt werden. Bitte beachte die in der Vorlage:Google Buch befindliche Dokumentation und prüfe die verwendeten Parameter.{{#ifeq: 0 | 0 | }}}}{{#invoke:TemplatePar|check |all= |opt= Suchbegriff= BuchID= Seite= Band= SeitenID= Hervorhebung= Linktext= Land= KeinText= |cat= {{#ifeq: 0 | 0 | Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Google Buch}} |template= Vorlage:Google Buch |format= }}{{#if:|{{#if:{{#invoke:WLink|isBracketedLink|{{{Linktext}}}}}|}}}})

  • Oswald Rudolph von Carlowitz: Aus dem Archive der Familie von Carlowitz. Ramming, Dresden 1875 (Digitalisat).
  • Nachträge zur Familien-Geschichte aus dem Archiv der Familie von Carlowitz bis zum 13. December 1891. Ramming, Dresden 1891 (Digitalisat).
  • Vorlage:JahrbDtAdel
  • Moritz Maria von Weittenhiller: Genealogisches Taschenbuch der Ritter- u. Adels-Geschlechter 1877. Jg. 2. Buschak & Irrgang, Brünn / Wien 1876, S. 157. Digitalisat.
  • GGT, (Auszug):
    • Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. 1900. Erster Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1900 (Digitalisat).
    • Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Deutscher Uradel. 1922. Dreiundzwanzigster Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1921; {{#if:gothaischesgenea1922goth
    |[https://archive.org/{{#switch:
    |DL=download
    |DS=stream
    |#default=details}}/{{#if:trim|gothaischesgenea1922goth }}{{#if:  | /{{{Fragment}}} | {{#if: 190 | /page/190/mode/{{#if:{{#if:|{{#invoke:TemplUtl|faculty|{{{doppelseitig}}}}}}}|2|1}}up{{#if:|/search/%7B%7B%7BHervorhebung%7D%7D%7D}} | {{#ifeq: {{#if:  | {{{Ausgabe}}} | ST}}@{{#if:  | {{{Typ}}} | T}} | ST@T | /mode/1up }} }} }} {{#if:|{{#if:trim|{{{2}}}}}|{{#if:190| {{#if:|{{{Fundstelle}}}|Textarchiv – Internet Archive}} | archive.org}}}}]{{#if:| ({{#if: 
           | {{#switch: {{{FORMAT}}}
               |PDF=PDF
               |DJVU=DjVu
               |MP3=MP3
               |MP4=MP4
               |OGG=Ogg
               |#default={{{Format}}}}};  }}{{{KBytes}}} kB)}}{{#if: | im {{#switch:-
    |A=Audioarchiv – Internet Archive
    |B
    |I=Bildarchiv – Internet Archive
    |F
    |M=Videoarchiv – Internet Archive
    |S=Softwarearchiv – Internet Archive
    |T=Textarchiv – Internet Archive
    |-=
    |#default=Unbekannter Parameterwert Typ={{{Typ}}}  }} |{{#if:| – Internet Archive| }} }} }}{{#invoke:TemplatePar|match
    |1=1=/[^#%s]+/
    |2=2=*
    |3=Typ=/[TABIFMS%-]?/
    |4=Fragment=/[^#%s]*/
    |5=Blatt=/[^#%s]*/
    |6=Hervorhebung=*
    |7=Ausgabe=/[DSds]?[TSLto]?%l*/
    |8=Fundstelle=/%d*/
    |9=doppelseitig=/%a*/
    |10=Format=/%u*/
    |11=KBytes=/%d*/
    |format=
    |template=Vorlage:archive.org
    |cat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:archive.org
    |errNS=0
  }}.
    • Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser 1940. Jg. 39, Zugleich Adelsmatrikel der Deutschen Adelsgenossenschaft. Justus Perthes, Gotha 1939.
  • Otto Eduard Schmidt: Drei Brüder Carlowitz: Carl-Adolf, Hans Georg und Anton von Carlowitz. Koehler & Amelang, Leipzig 1933.
  • {{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}{{#ifeq: 0 | 0
   | {{#if: 144
       |
       | Vorlage:NDB – bitte Seitenzahl(en) angeben
     }}{{#if: 136187307
         | {{#if: {{#invoke:URIutil|isDNBvalid|136187307}}
             | {{#if: 
                 | Vorlage:NDB – Wenn GND dann kein SFZ angeben
               }}
             | Vorlage:NDB – GND unzulässig
           }}
         | {{#if: 
             | {{#if: 
                 | {{#ifeq: 832125 | 4526413
                     |
                     | Vorlage:NDB7= ist obsolet, jetzt SFZ=
                   }}
               }}
             | {{#ifeq:  | 1
                 | 
                 | 
               }}
           }}
     }}{{#if: 
         | {{#ifeq: 832125 | 11376103
             |
             | Vorlage:NDBWerktitel= war ein Irrtum, jetzt Werkliste=
           }}
       }}

}}{{#if:

   | {{#if: 
       |
       | 
     }}

}}

}}{{#ifeq:0|1

        |{{#switch:00
                  |11= (print/online)
                  |10= (print)
                  |01= (online)
          }}

}}{{#ifeq:0|0

        |{{#ifeq:0|0
              |{{#if:{{#invoke:URIutil|isISSNvalid|1=0435-2408}}
                    |
                    |{{#invoke:TemplUtl|failure|ISSN ungültig}}}}}}

}}

    • Hans Friedrich von Ehrenkrook, Friedrich Wilhelm Euler: Genealogisches Handbuch der Adeligen Häuser A. Band VII, Band 34 Gesamtreihe GHdA. C. A. Starke, Limburg an der Lahn 1965, ISBN 3-7980-0734-9, S. 76–103.
    • Walter von Hueck: GHdA, Adelslexikon. Band II, Band 58 der Gesamtreihe GHdA. C. A. Starke, Limburg an der Lahn 1974, ISBN 3-7980-0758-6.
    • Christoph Franke: Genealogisches Handbuch der Adeligen Häuser A. Band XXX, Band 145 Gesamtreihe GHdA. C. A. Starke, Limburg an der Lahn 2008, ISBN 978-3-7980-0845-8.
  • Drei Kleeblätter. Die Familie von Carlowitz. Hrsg. Lars-Arne Dannenberg, Matthias Donath. In: Adel in Sachsen. Band 16. Via Regia Verlag, Königsbrück 2022, ISBN 978-3-944104-54-6.

Sekundärliteratur

  • Otto Hupp: Münchener Kalender 1929. Verlagsanstalt Buch u. Kunstdruckerei, München / Regensburg 1929.
  • Max Winkler, Hermann Raußendorf: Die Burggrafenstadt Dohna. In: Mitteilungen des Landesvereins Sächsischer Heimatschutz, Band 25, Heft 1–4, Dresden 1936.
  • Maria Emanuel Herzog zu Sachsen: Mäzenatentum in Sachsen. Verlag Weidlich, Frankfurt am Main 1968, S. 17, 18, 22; eigenes Kapitel über die Familie von Carlowitz.

Weblinks

[{{canonicalurl:Commons:Category:{{#if:Carlowitz family|Carlowitz family|Carlowitz (Adelsgeschlecht)}}|uselang=de}} Commons: {{#if:|{{{2}}}|{{#if:Carlowitz family|Carlowitz family|{{#invoke:WLink|getArticleBase}}}}}}]{{#switch:1

|X|x= |0|-= |S|s= – Sammlung von Bildern |1|= – Sammlung von Bildern{{#if:

    | {{#switch: {{#invoke:TemplUtl|faculty|1}}/{{#invoke:TemplUtl|faculty|1}}
        |1/=  und Videos
        |1/1=, Videos und Audiodateien
        |/1=  und Audiodateien}}
    | , Videos und Audiodateien
  }}

|#default= – }}{{#if: Carlowitz family

   | {{#ifeq: {{#invoke:Str|left|carlowitz family|9}} 
       | category: 
| FEHLER: Ohne Category: angeben!}}}}

Vorlage:Wikidata-Registrierung

Einzelnachweise

<references />

{{#ifeq: p | p | | {{#if: 13618730780575038 | |

}} }}{{#ifeq:||{{#if: | [[Kategorie:Wikipedia:GND fehlt {{#invoke:Str|left|{{{GNDCheck}}}|7}}]] }}{{#if: | {{#if: | | }} }} }}{{#if: | {{#ifeq: 0 | 2 | | }} }}{{#if: | {{#ifeq: 0 | 2 | | }} }}{{#ifeq: p | p | {{#if: 136187307 | | {{#if: {{#statements:P227}} | | }} }} }}{{#ifeq: p | p | {{#if: 136187307 | {{#if: {{#invoke:Wikidata|pageId}} | {{#if: {{#statements:P227}} | | }} }} }} }}{{#ifeq: p | p | {{#if: | | {{#if: {{#statements:P244}} | | }} }} }}{{#ifeq: p | p | {{#if: | {{#if: {{#invoke:Wikidata|pageId}} | {{#if: {{#statements:P244}} | | }} }} }} }}{{#ifeq: p | p | {{#if: 80575038 | | {{#if: {{#statements:P214}} | | }} }} }}{{#ifeq: p | p | {{#if: 80575038 | {{#if: {{#invoke:Wikidata|pageId}} | {{#if: {{#statements:P214}} | | }} }} }} }}Vorlage:Wikidata-Registrierung