Zum Inhalt springen

Carl Kühn (Architekt)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Signatur.Carl.Kuehn.1913.png
Unterschrift von Carl Kühn 1913

Carl Kühn (* 19. April 1873 in Köln; † 21. Juni 1942) war ein deutscher Architekt, Fürstbischöflicher Delegaturbaurat im Fürstbistum Breslau und im Bistum Berlin nach dessen Gründung Diözesanbaurat.<ref>Andreas Tacke: Kirchen für die Diaspora. Christoph Hehls Berliner Bauten und Hochschultätigkeit 1894–1911. Dissertation. Berlin 1993, S. 100.</ref>

Leben

Kühn wurde als Sohn des Architekten Carl Eduard Kühn geboren<ref>Konstantin Manthey: Neuer Fund und Korrektur, blogspot.de, 27. März 2013, online abgerufen am 27. März 2013</ref> und studierte an der Technischen Hochschule (Berlin-)Charlottenburg, wo er Schüler des Architekten Christoph Hehl war. Später wurde er Assistent an Hehls Lehrstuhl und Mitarbeiter in Hehls privatem Architekturbüro. Außerdem arbeitete er zeitweise im Büro des ebenfalls als Kirchenarchitekten bekannten Max Meckel. Kühn war Mitglied im Bund Deutscher Architekten (BDA).

Von 1926 an war er als Fürstbischöflicher Delegaturbaurat der Fürstbischöflichen Delegatur für Brandenburg und Pommern des Bistums Breslau beziehungsweise von 1930 bis 1938 als Diözesanbaurat des Bistums Berlin für alle Kirchbauten zuständig.<ref name="ErzbistumBerlin">@1@2Vorlage:Toter Link/www.erzbistumberlin.deKatholischer Kirchenbau von Carl Kühn - von St. Norbert bis St. Hildegard (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot, Erzbistum Berlin, online abgerufen am 18. Januar 2013</ref>

Carl Kühn starb am 21. Juni 1942 und wurde auf dem Friedhof Zehlendorf in seiner Heimatgemeinde Herz Jesu in Berlin-Zehlendorf beigesetzt.

Bauten und Projekte (Auswahl)

Die meisten seiner im heutigen Bistum Berlin für die wachsende Zahl von Katholiken entstandenen Kirchenbauten zeigen eine große Vielfalt von Bauformen.<ref name="ErzbistumBerlin" />

Die bisher umfangreichste Auflistung der Bauten von Carl Kühn findet sich im Wichmann-Jahrbuch des Diözesangeschichtsvereins (vgl. Literatur).

Datei:Berlin MaterDolorosa Entwurf Hehl.gif
Entwurfszeichnung der ersten vom Architekten Carl Kühn von 1911 bis 1912 gebauten Kirche Mater Dolorosa in Berlin-Lankwitz

Literatur

  • Lexikon der Bildenden Künstler. Band 22. 1928, S. 57.
  • Michael Höhle: Die Gründung des Bistums Berlin 1930. (Dissertation) Schöningh, Paderborn / Bonn 1995.
  • Architekten- und Ingenieur-Verein zu Berlin (Hrsg.): Sakralbauten (= Berlin und seine Bauten. Teil VI.) Ernst & Sohn, Berlin 1997.
  • Katholische Pfarrgemeinde Mater Dolorosa (Hrsg.), Annelen Hölzner-Bautsch: 100 Jahre Kirche Mater Dolorosa. Geschichte der katholischen Gemeinde in Berlin-Lankwitz 1912 bis 2012. Selbstverlag, Berlin 2012, S. 20–38.<ref>100 Jahre Kirche Mater Dolorosa - Geschichte der katholischen Gemeinde in Berlin-Lankwitz - 1912 bis 2012, Mater Dolorosa Berlin-Lankwitz, online abgerufen am 24. April 2013</ref>
  • Konstantin Manthey: Carl Kühn (1873–1942). Baumeister des Bistums Berlin. In: Michael Höhle (Hrsg.): Wichmann-Jahrbuch des Diözesangeschichtsvereins, Neue Folge 12, 52./53. Jahrgang 2012/2013.
  • Konstantin Manthey: Carl Kühn 1873-1942. Kirchen für das junge Berlin, Berlin: Lukas 2019, ISBN 978-3-86732-330-7.

Weblinks

Einzelnachweise

<references/>

Vorlage:Hinweisbaustein