Carl Friedrich Jacob Zincken
Carl Friedrich Jacob Zincken (* 19. Juli 1814 in Blankenburg; † 4. Februar 1894 in Leipzig) war ein deutscher Metallurge. Er war bis 1858 Eisenhüttenmeister in Anhalt-Bernburg (Mägdesprung und Bernburg), danach Zivilingenieur in Halle (Saale). und Leipzig. Grundlegende Arbeiten über die Braunkohlen machten ihn ebenso bekannt wie seine Entdeckung eines tertiären Pfeilschwanzkrebses (Tachypleus decheni Z.) und die Benennung des Minerals Kainit.
Leben und Wirken
Zincken war das erste Kind aus der Ehe des braunschweigischen Bergrevisors und späteren anhaltischen Oberbergrats Johann Ludwig Carl Zincken mit der Pfarrerstochter Auguste Friederike Wilhelmine Schleiter aus Lauterberg im Harz. Zu seiner Taufe am 9. August 1814 in Blankenburg waren als Paten anwesend:
- Geheimer Finanzrat des preußischen Königs, Israel Jacobson
- Großvater Pastor Schleiter aus Lauterberg
- Großmutter Hofrätin Zincken aus Berlin
- Urgroßvater Hauptmann Harten aus Wedderstedt.
Die Familie zog nach Mägdesprung, wo der Vater am 1. Januar 1821 seinen Dienst als Direktor der anhalt-bernburgischen Berg- und Hüttenwerke antrat.
Carl Zincken absolvierte das Gymnasium Carolinum Bernburg, um anschließend am Collegium Carolinum in Braunschweig zu studieren. Nach Mägdesprung zurückgekehrt, erhielt er unter strenger Aufsicht seines Vaters eine Ausbildung als Eisenhüttenmann. Er wurde 1835 vom Eleven zum Eisenhüttenschreiber und 1840 zum Hüttenmeister ernannt. Im gleichen Jahr nahm ihn der Naturwissenschaftliche Verein des Harzes als Mitglied auf. Er konstruierte eine Balancier-Dampfmaschine von 4 PS für den Einsatz in Brennereien. 1841 besuchte er im Rahmen einer Dienstreise das Hüttenwerk Wasseralfingen um das Schmelzen und Frischen mit Hochofengasen bei Wilhelm von Faber du Faur kennenzulernen. (Bunsen hatte 1837/38 Hochofengase analysiert mit Hinweis auf Verwendungsmöglichkeiten; erste praktische Versuche unternahm Faber du Faur). Zurückgekehrt, übernahm er die Bauleitung für einen Gasflammofen, einen Puddelofen und ein Zangenwerk.
1843 wechselte Zincken nach Bernburg, wo er die Leitung der 1839 gegründeten Eisengießerei übernahm. In den Revolutionswirren 1848–1849 waren Vater und Sohn Zincken das Ziel von Verleumdungen und heftiger Anschuldigungen. Zincken jun. forderte daraufhin den Abgeordneten von Gloß auf Pistolen, weil dieser ihn und seinen Vater öffentlich beleidigt hatte, es kam aber nicht zum Duell. 1850 stellte der Landtag fest, dass auch Zincken jun. zu Unrecht beschuldigt wurde. Der erhielt 1854 die Leitung der Maschinenbauanstalt Mägdesprung. 1858 ist er „auf sein unterthänigstes Ansuchen unter Belassung seines Titels durch Höchste Resolution aus dem Herzoglichen Staatsdienste entlassen worden.“<ref>Anhalt-Bernburg. Wöch. Anzeigen S. 267, Nr. 41 v. 22. Mai 1858</ref>
Von nun arbeitete er als Zivilingenieur. Nach einem kurzen, glücklosen Intermezzo an der Herzoglichen Eisengießerei und Maschinenfabrik in Köthen<ref>frdl. Mitt. von M. Freundel, Köthen</ref> ging er nach Halle / S. und schließlich 1871 nach Leipzig.
Zincken war anscheinend Berater für Braunkohlenbetriebe. Er befuhr die mitteldeutschen Braunkohlegruben, arbeitete in den Archiven der Bergbehörden und publizierte Artikel und Vorträge. Seine Bücher fassten das Wissen seiner Zeit über fossile Brennstoffe zusammen. Zincken war auch paläontologisch gebildet und sammelte Fossilien. Ihm gelang der Fund eines tertiären Pfeilschwanzkrebses und die Entdeckung einiger tertiärer Mollusken. Er beschäftigte sich mit der Zusammensetzung der Salze, die in den ersten Kaligruben bei Staßfurt vorkamen und benannte ein neues Mineral als Kainit.
1853 wurde er Mitglied im Naturforschende Gesellschaft für Sachsen u. Thüringen und nahm aktiv am Vereinsleben in Halle teil. In Leipzig publizierte er nach 1880, vermutlich durch verwandtschaftliche Beziehungen angeregt, vorwiegend in einer Wiener Fachzeitschrift. Zincken starb 1894 ledig in Leipzig. Die Grabstelle ist nicht mehr vorhanden.
In den Fachzeitschriften findet sich kein Nekrolog. Eine kurze Notiz über sein Ableben erschien in der Zeitschrift für praktische Geologie 1894 auf Seite 112.
In der Literatur (beispielsweise beim Catalogue of Scientific Papers, London) gab es wiederholt Verwechslungen der Autoren J.C.L. Zincken (Zincken sen.) und C.F. Zincken (Zincken jun.), verursacht durch fehlende oder fehlerhafte Angabe der Vornamen. Da auch Mitglieder der Sippe Zincken publiziert haben, ist die Verwechslungsgefahr bei verkürzten Namensangaben groß.
Oswald Heer benannte ihm zu Ehren das triassische Insekt Chauliodites zinkeni HEER, 1864, welches Carl Zincken im Buntsandstein von Gödewitz bei Salzmünde gefunden hatte.
Publikationen
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Vorträge
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