Carbosulfan
Carbosulfan ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Sulfenamide, Carbamate und substituierten sauerstoffhaltigen Heterocyclen.
Gewinnung und Darstellung
Carbosulfan kann durch Reaktion von Carbofuran mit Schwefeldichlorid und Dibutylamin gewonnen werden.<ref>Thomas A. Unger: Pesticide Synthesis Handbook. S. 73; ISBN 978-0-8155-1401-5.</ref>
Eigenschaften
Carbosulfan ist eine braune Flüssigkeit, welche praktisch unlöslich in Wasser ist.<ref name="GESTIS" />
Verwendung
Carbosulfan wird als Breitspektrum-Insektizid ähnlich dem verwandten Carbofuran verwendet.<ref name="GESTIS" /> Die Wirkung beruht auf der Hemmung der Acetylcholinesterase. Beim Zerfall treten mehrere Metaboliten auf, darunter Carbofuran und Dibutylamin.<ref>Vorlage:Inchem</ref>
Zulassung
In der Schweiz war Carbosulfan in Präparaten gegen Drahtwürmer und Engerlinge sowie gegen eine Reihe von Schadinsekten an einigen Gemüsearten und Zierpflanzen enthalten. Diese Produkte wurden im Mai 2012 aus dem Handel genommen, die Aufbrauchsfrist lief im Mai 2013 ab.<ref>garten.ch: Marshal/Carbosulfan nicht mehr im Handel. Abgerufen am 1. August 2013.</ref> In den EU-Staaten einschließlich Deutschland und Österreich sowie in der Schweiz ist zurzeit kein Pflanzenschutzmittel mehr zugelassen, das diesen Wirkstoff enthält.<ref name="PSM">Vorlage:PSM-Verz</ref>
Carbosulfan ist unter dem Rotterdamer Übereinkommen über das Verfahren der vorherigen Zustimmung nach Inkenntnissetzung für bestimmte gefährliche Chemikalien sowie Pestizide im internationalen Handel (Anlage III) geregelt.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>
Einzelnachweise
<references />
- Wikipedia:Maximale Seitengröße durch Vorlageneinbindungen überschritten
- Wikipedia:Maximale Gesamtgröße der Vorlagenparameter überschritten
- Carbamat
- Phenylester
- Cumaran
- Alkylamin
- Schwefel-Stickstoff-Verbindung
- Pflanzenschutzmittel (Wirkstoff)
- Insektizid
- N-Alkylamid
- Gefährliche Chemikalie nach dem Rotterdamer Übereinkommen