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Cadmiumcyanid

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Vorlage:Infobox Chemikalie

Cadmiumcyanid ist eine chemische Verbindung des Cadmiums aus der Gruppe der Cyanide.

Gewinnung und Darstellung

Cadmiumcyanid kann durch Lösung von Cadmiumhydroxid in wässrigem Cyanwasserstoff und anschließendem Eindampfen gewonnen werden.<ref name="brauer">Georg Brauer (Hrsg.), unter Mitarbeit von Marianne Baudler u. a.: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearbeitete Auflage. Band II, Ferdinand Enke, Stuttgart 1978, ISBN 3-432-87813-3.</ref>

<math>\mathrm{Cd(OH)_2 + 2 \ HCN \longrightarrow Cd(CN)_2 + 2 \ H_2O}</math>

Es lässt sich auch aus einer wässrigen Lösung eines Cadmiumsalzes (z. B. Cadmiumsulfat) mit einem Alkalicyanid (z. B. Kaliumcyanid) fällen.<ref name="brauer" />

<math>\mathrm{CdSO_4 + 2 \ KCN \longrightarrow Cd(CN)_2 + K_2SO_4}</math>

Eigenschaften

Cadmiumcyanid ist ein nicht brennbares weißes Pulver, welches sich bei Erhitzung braun färbt und bei Temperaturen oberhalb von 200 °C zersetzt. Auch an feuchter kohlendioxidhaltiger Luft wird es langsam, unter Abgabe von Cyanwasserstoff zersetzt.<ref name="GESTIS" /> Cadmiumcyanid besitzt eine kubische Kristallstruktur des Kupfer(I)-oxid-Typs (a = 6,32 Å).<ref name="brauer" /> Es ist wenig löslich in Wasser, aber löslich in Kaliumcyanid, wobei sich Kaliumtetracyanocadmat(II) K2[Cd(CN)4] bildet.<ref>Amit Arora; Textbook of Inorganic Chemistry; S. 756; ISBN 978-81-8356-013-9</ref>

Verwendung

Cadmiumcyanid wird zum Plattieren (also als Korrosionsschutz) von Metallen verwendet.<ref>L. J. Durney; Electroplating Engineering Handbook, S. 236ff; ISBN 978-0-412-74110-4</ref>

Einzelnachweise

<references />

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