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Cápac Yupanqui (Heerführer)

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Cápac Yupanqui oder Qhapaq Yupanki war der Bruder des Inka-Herrscher Pachacútec Yupanqui (Pachakutiq Yupanki).

Leben

Cápac Yupanqui wurde als Heerführer mit Eroberungen im Norden des Inka-Reiches betraut. Um 1460, laut Garcilaso de la Vega im sechsten Regierungsjahr seines Bruders, begleitete er diesen mit 30.000 Soldaten in die heutige Region Junín, um dort die Wanka des Chinchaysuyo zu erobern. Über Vilca erreichten sie Xauxa, Tarma und die Hochebene von Bombón (Pumpu), wo sie auf wenig Widerstand stießen.<ref name="herrera">Arístides Herrera Cuntti: Divagaciones históricas en la web. Libro 2. AHC Ediciones, Chincha 2004, S. 393–395 (Nach Vorlagen von Inca Garcilaso de la Vega: Comentarios reales de los incas). ISBN 9972-2908-2-4.</ref> Dagegen schreibt Garcilaso de la Vega, dass die Wanka mit 30.000 Kriegern heftigen Widerstand leisteten.<ref>Clodoaldo Alberto Espinosa Bravo: Jauja antigua. Taller Gráfico P.L. Villanueva, Lima 1964, S. 31.</ref> Pedro Sarmiento de Gamboa schreibt, dass der Feldzug im Norden nach dem Sieg der Inkas über die Collas stattgefunden habe und die Truppen aus 70.000 Soldaten unter dem Befehl der Brüder Cápac und Huayna Yupanqui und dessen Sohnes Apu Yamqui Yupanqui bestanden.<ref>Aleksín H. Ortega (Hrsg.): Segunda Parte de la Historia General Llamada Índica (1572) de Pedro Sarmiento de Gamboa. Estudio y Edición Anotada. The Graduate Center, City University of New York, New York 2018. S. 230.</ref> Die meisten Chronisten behaupten der Feldzug im Norden soll vor dem im Kunti Suyu stattgefunden haben. María Rostworowski schreibt hingegen, dass der Feldzug im Westen vor dem im Norden stattgefunden habe.<ref>María Rostworowski: Le Grand Inca. Pachacútec Inca Yupanqui. Tallandier, ISBN 978-2-84734-462-2, S. 99.</ref> Sie sagt auch, dass die Flucht von Huancohuallu und der Chanka im Norden geschah.<ref name=":2">María Rostworowski: Le Grand Inca. Pachacútec Inca Yupanqui. Tallandier, S. 126–129.</ref> Cápac Yupanqui hatte die Aufgabe, die neu eroberten Gebiete zu reorganisieren, während Huayna Yupanqui Festungen, Straßen und Tempel errichten ließ.<ref name="herrera" /> Auch die Gegend von Soras im Südwesten des Chanka-Gebietes wurde erobert, aber laut einigen Historikern hat Pachacutec diese tat schon einige Zeit früher vollbracht.<ref name="kuiper">Kathleen Kuiper: Pre-Columbian America: Empires of the New World. Rosen Publishing Group, 2010, S. 150. ISBN 978-1-61530-150-8.</ref> Danach wurde Capac Yupanqui an die Grenzen von Antisuyo geschickt und wurde in Pumpu, Chucurpu, Ancara und Huaillas eingesetzt, bevor er nach drei Jahren nach Cuzco zurückkehrte.<ref name="herrera" />

Nach einigen Monaten sandte Inka Pachacutec seinen Bruder wieder auf einen Feldzug nach Chinchaysuyo, wo er mit 50.000 unter dem Befehl Pachacutecs und dessen Sohnes, des Awki Inca Yupanqui, Chucurpu erreichte und die Herrschaft (curacazgo) von Pincu zu friedlichen Aufgabe zwang. Ebenso ergaben sich Huaraz, Piscopampa und Cunchucu, allerdings erst nach sechsmonatigem Widerstand, sowie Huamachuco und Yauyos ohne Widerstand, bevor Capac Yupanqui nach Cuzco zurückkehrte.<ref name="herrera" />

Jahre später begleitete Capac Yupanqui, laut Garcilaso de la Vega, seinen Herrscher mit 30.000 Soldaten bis nach Nanasca, und dann der Guaytaray-Route entlang bis zur Küste.<ref name=":0">Garcilaso de la Vega El Inca, Harold V. Livemore: Royal Commentaries of the Incas and General History of Peru. ISBN 978-0-292-78458-1, S. 841–844.</ref> Dort unterwarf er das Pisco-Tal und das Ica-Tal und baute ein Bewässerungsnetz, das die Wasserversorgung sicherte und das Ackerland verdoppelte. Daraufhin nahm er Kontakt mit den Chinchas auf. Laut Inca Garcilaso de la Vega leisteten die Chinchas vier Monate lang starken Widerstand bis zu ihrer Kapitulation.<ref>Garcilaso de la Vega El Inca, Harold V. Livemore: Royal Commentaries of the Incas and General History of Peru. S. 844–852.</ref> Aber Pedro de Cieza de León schreibt, das Pachacútec, als er erfuhr, dass 30.000 Chinchas Soldaten kamen, um ihn zu konfrontieren, lieber Geschenke schickte und Versprechen von Frieden und Brüderlichkeit machte.<ref name=":1">Pedro de Cieza de León: Segunda parte de la crónica del Perú. Hrsg.: Tredition classics. ISBN 978-3-8495-2647-4.</ref>

Capac Yupanqui zog jetzt gegen die Guarco ins Feld, deren Herrscher laut Garcilaso de la Vega Chuquimancu hieß.<ref>Garcilaso de la Vega El Inca, Harold V. Livemore: Royal Commentaries of the Incas and General History of Peru. S. 900–907.</ref> Dieser leistete heftigen Widerstand mit seinen 20.000 Kriegern, aber, Laut Sarmiento de Gamboa nach acht Monaten, laut Cieza de León nach acht jahren musste er sich ergeben.<ref name=":1" /><ref>Pedro Sarmiento de Gamboa: Historia de los Incas. ISBN 978-84-7813-228-7.</ref> Er unternahm auch einen Feldzug gegen Cuismancu, Herrscher von Cassamarca.

Jahre später sandte Pachacutec seinen Heerführer und Bruder gegen den Chanka-Führer Huancohuaullu<ref name="herrera" /> (Ancoallo,<ref name=":3">Laura Laurencich Minelli: The Inca World: The Development of Pre-Columbian Peru, A.D. 1000-1534. University of Oklahoma Press, 2000, S. 138. ISBN 978-0-8061-3221-1</ref> Anco Huallo),<ref>María Rostworowski: Historia del Tahuantinsuyu. Instituto de Estudios Peruanos, Lima, 2., überarbeitete Aufl. 1999, ISBN 9972-51-029-8, S. 116.</ref> der in der Schlacht von Yahuarpampa geschlagen worden war und möglicherweise mit den Inka-Truppen in Chinchaysuyu gekämpft hatte, nun aber mit 8000 Kriegern in Challcumarca und Suramarca einen Aufstand plante.<ref name="rostworowski">María Rostworowski: Pachacutec Inca Yupanqui. Instituto de Estudios Peruanos, Lima 2001, S. 162, 166, 168. ISBN 978-9972-51-060-1</ref> Als Capac Yupanqui das Gebiet der Chanka erreichte, hatten diese sich bereits in die Wälder im Norden zurückgezogen.<ref>Joaquín Martínez Amador: Los caminos del tiempo. Editorial El Conejo, 2000, S. 96. ISBN 978-9978-87-196-6</ref> Capac Yupanqui wurde vorgeworfen, dass er die Flucht der Chanka ermöglicht habe. Dies galt als Grund für seine spätere Hinrichtung, denn die Nichterfüllung von Befehlen des Inka soll als unverzeihlich gegolten haben. Ein weiterer Grund soll eine befürchtete Konspiration Capac Yupanquis gegen seinen Bruder Pachacutec gewesen sein.<ref name="rostworowski" /> Huancohuaullu gelang die Flucht mit 40.000 Kriegern in das Tal des Río Huallaga.<ref>Luis Eduardo Valcárcel: Historia del Perú antiguo. Tomo VI. Juan Mejia Baca, Lima 1978, S. 98.</ref><ref name="kuiper" /> Cápac Yupanqui wurde nach seiner Rückkehr nach Cuzco ebendort hingerichtet.<ref name="kuiper" /> Manche Historiker haben als Grund für die Hinrichtung, die Eifersucht Pachacutecs gegenüber seinem Bruder angegeben.<ref name=":2" /><ref name=":3" />

Einzelnachweise

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