Börgitz
Börgitz Stadt Stendal
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|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(391)&title=B%C3%B6rgitz 52° 33′ N, 11° 38′ O
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| Höhe: | 54 m | |||||
| Fläche: | 8,36 km²<ref name="HOB-12" /> | |||||
| Einwohner: | 391 (31. Dez. 2023)<ref name="EW-2023" /> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 47 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Januar 1957 | |||||
| Eingemeindet nach: | Uchtspringe | |||||
| Postleitzahl: | 39576 | |||||
| Vorwahl: | 039325 | |||||
Lage von Börgitz in Sachsen-Anhalt
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Börgitz ist ein Ortsteil der Ortschaft Uchtspringe der Hansestadt Stendal im Landkreis Stendal in Sachsen-Anhalt, Deutschland.<ref name="Hauptsatzung" />
Geographie
Lage
Börgitz, ein Straßendorf<ref name="HOB-12" />, liegt knapp zwei Kilometer östlich von Uchtspringe, 17 Kilometer südwestlich von Stendal an der Uchte in der Altmark. Durch das Dorf führt der Radfernweg Altmarkrundkurs.<ref name="DE-ST_SAV">Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)</ref>
Nachbarorte sind Wilhelmseiche und Wendisch Börgitz im Westen, Volgfelde im Nordosten, Staats im Osten und Vollenschier im Südosten.<ref name="DE-ST_SAV">Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)</ref>
Ortsteilgliederung
Zum Ortsteil Börgitz gehören neben dem Dorf Börgitz die Wohnplätze Wendisch Börgitz und Wilhelmseiche.<ref name="OT-LSA-2013" />
Geschichte
Mittelalter bis Neuzeit
Die erste Erwähnung von Börgitz stammt aus dem Jahre 1278 als borevyz, als die Markgrafen Johann, Otto und Konrad dem Kloster Neuendorf unter anderen Einkünften und Besitzungen das Eigentum des Dorfes und Einnahmen von 30 Scheffel Roggen samt der Mühle bestätigten.<ref name="Krabbo Regesten" /><ref name="Riedel-22" /> Weitere Nennungen sind 1345 Boruiz, um 1650 Börritzsch, 1687 Borgitz,<ref name="HOB-12" /> sowie 1804 das Dorf Börgitz oder Börritz mit einem Rademacher, einer Schmiede, einer Wassermühle und einem Krug.<ref name="Bratring-1" /> 1863 wurde der Ort als Deutsch Börgitz bezeichnet, zur Unterscheidung von Wendisch Börgitz.<ref name="Danneil-13_JBAGV_1863" />
Früher gingen die Kinder aus Börgitz in Staats zur Schule. Die erste Schule wurde 1888 erbaut, ein neuer Schulkomplex entstand 1956. Nach einem Umbau wurde 2006 eine neue Grundschule eingeweiht. Die Kita „Uchtespatzen“ zog nach dem Umbau der neuen Grundschule in das Gebäude der alten Grundschule ein. 2007 wurde ein neues Kinderzentrum auf dem Grundschulegelände eingeweiht, in dem Kinder im Alter von 0 bis 6 Jahren betreut werden.<ref name="HP" />
Herkunft des Ortsnamens
Franz Mertens nennt die Erwähnungen 1278 borevyz und 1487 Börgitz slawisch und führt als Bedeutungen auf: buor für Kiefer und vitz für Ort. Der Ort heißt also Kieferndorf.<ref name="Mertens-Gardelegen" />
Eingemeindungen
Ursprünglich gehörte das Dorf Börgitz zum Tangermündeschen Kreis der Mark Brandenburg in der Altmark. Zwischen 1807 und 1813 lag es im Kanton Lüderitz auf dem Territorium des napoleonischen Königreichs Westphalen. Nach weiteren Änderungen gehörte die Gemeinde ab 1816 zum Kreis Gardelegen, dem späteren Landkreis Gardelegen.<ref name="HOB-12" />
Im Jahre 1900 wurden von den Gemeindebezirken Börgitz und Staats 214,4 Hektar abgetrennt, aus denen der selbständige Gutsbezirk Uchtspringe gebildet wurde.<ref name="HOB-12" /> Am 17. Oktober 1928 wurde der Gutsbezirk Uchtspringe in eine Landgemeinde Uchtspringe umgewandelt mit der Maßgabe, dass die bei Börgitz gelegene Exklave Wilhelmseiche mit der Landgemeinde Börgitz vereinigt wird.<ref name="AB-RB-Magdeburg-b" />
Am 25. Juli 1952 wurde die Gemeinde Börgitz in den Kreis Stendal umgegliedert. Am 1. Januar 1957 wurde die Gemeinde Börgitz in die Gemeinde Uchtspringe eingemeindet.<ref name="Metzler-Poeschel" />
Mit der Eingemeindung der Gemeinde Uchtspringe in die Hansestadt Stendal am 1. Januar 2010 kam der Ortsteil Börgitz zu Stendal und zur neuen Ortschaft Uchtspringe.<ref name="AB-SDL" />
Einwohnerentwicklung
| Jahr | 1734 | 1772 | 1790 | 1798 | 1801 | 1818 | 1840 | 1864 | 1871 | 1885 | 1892 | 1895 | 1900 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Dorf Börgitz | 86 | 66 | 91 | 102 | 85 | 102 | 195 | 261 | 187 | 182 | 270<ref name="Zahn-1928" /> | 371 | 236<ref name="Zahn-1928" /> |
| Wassermühle Börgitz | 15 | 10 |
|
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Quelle, wenn nicht angegeben, bis 1946:<ref name="HOB-12" />
Religion
Die evangelischen Christen aus Börgitz waren früher in die Pfarrei Staats eingepfarrt.<ref name="Almanach1903" /> Sie werden heute betreut vom Pfarrbereich Kloster Neuendorf im Kirchenkreis Salzwedel im Bischofssprengel Magdeburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.<ref name="Pfarrbereich" />
Die katholischen Christen gehören zur Pfarrei St. Hildegard in Gardelegen im Dekanat Stendal im Bistum Magdeburg.<ref name="Bistum-MD" />
Kultur und Sehenswürdigkeiten
- Der Mühlenhof Börgitz mit der Walk- und Wassermühle und ein Wohnhaus im Dorf stehen unter Denkmalschutz.
- In der Heimatstube in Börgitz, die zu besonderen Ereignissen geöffnet hat, wird mit Hilfe von Schriftstücken und Bildern die Entstehung der Gemeinde Uchtspringe gezeigt.<ref name="HP" />
- In Börgitz steht ein Denkmal für die Gefallenen des Ersten und Zweiten Weltkrieges, ein heller Obelisk auf einem Sockel, darauf die Plastik eines Adlers mit ausgebreiteten Schwingen. Vor dem Sockel steht ein Findling mit der Inschrift für die Opfer des Zweiten Weltkriegs.<ref name="Denkmalprojekt" />
Wirtschaft und Infrastruktur
- In Börgitz befinden sich ein Kindergarten und eine Grundschule.<ref name="HP" />
- Es verkehren Linienbusse und Rufbusse von stendalbus.<ref>Fahrplan der Linie 940. In: Stendalbus. Abgerufen am 18. April 2021.</ref>
Literatur
- Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783830522355 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
- Vorlage:BibOCLC
- Vorlage:BibOCLC
- Rat der Gemeinde Uchtspringe/Börgitz: 1278 borevyz - Börgitz 1978. Aus der 700-jährigen Geschichte eines Altmarkdorfes. 1979, DNB 949866237.
Weblinks
- Hansestadt Stendal: Ortschaften. In: stendal.de.
- Börgitz im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie
Einzelnachweise
<references> <ref name="Almanach1903">Vorlage:PfarrAlmanachProvinzSachsen1903</ref>
<ref name="AB-RB-Magdeburg-b">Regierungsbezirk Magdeburg (Hrsg.): Amtsblatt der Regierung zu Magdeburg. 1928, ZDB-ID 3766-7, S. 230.</ref>
<ref name="AB-SDL">Landkreis Stendal: Gebietsänderungsvertrag über die Eingemeindung der Gemeinde Uchtspringe in die aufnehmende Stadt Stendal. In: Amtsblatt für den Landkreis Stendal. 19. Jahrgang, Nr. 20, 19. Oktober 2009, ZDB-ID 2665593-7, S. 277–279 (landkreis-stendal.de [PDF; 1,4 MB; abgerufen am 9. August 2020]).</ref>
<ref name="Bistum-MD">Bistum Magdeburg, Online-Bistumskarte. 2013, abgerufen am 14. August 2020.</ref>
<ref name="Bratring-1">Friedrich Wilhelm August Bratring: Statistisch-topographische Beschreibung der gesammten Mark Brandenburg. Für Statistiker, Geschäftsmänner, besonders für Kameralisten. Band 1. Berlin 1804, S. 274 (Digitalisat).</ref>
<ref name="Danneil-13_JBAGV_1863">Johann Friedrich Danneil: Die Wüsten der Altmark. Fortsetzung und Schluß. In: Jahresberichte des Altmärkischen Vereins für vaterländische Geschichte. 13. Jahresbericht, 1863, S. 84, 167. Wendisch Börgitz (altmark-geschichte.de [PDF]).</ref>
<ref name="Denkmalprojekt">Börgitz, Stadt Stendal, Landkreis Stendal. In: denkmalprojekt.org. Onlineprojekt Gefallenendenkmäler, 1. Juni 2020, abgerufen am 2. Oktober 2022.</ref>
<ref name="EW-2012-2014">Bernd-Volker Brahms: Erstmals seit der Wende ein Plus. In: Stendaler Volksstimme. 13. Januar 2015, S. 13.</ref>
<ref name="EW-2019">Donald Lyco: Nach zehn Jahren wieder unter 40.000. In: Stendaler Volksstimme. 10. Januar 2020, S. 13.</ref>
<ref name="EW-2021">Donald Lyko: Und es werden immer weniger. In: Stendaler Volksstimme, Der Altmärker. 11. Januar 2022, DNB 1002381223, S. 13.</ref>
<ref name="EW-2022">Yulian Ide: Hurra! Wir wachsen wieder! In: Stendaler Volksstimme, Biese-Aland-Kurier. 21. Januar 2023, DNB 1047269554, S. 19–20.</ref>
<ref name="EW-2023">Leon Zeitz: Einwohnerzahl geht zurück. In: Stendaler Volksstimme, Der Altmärker. 16. Januar 2024, DNB 1002381223, S. 13.</ref>
<ref name="Gemeindelexikon1905">Vorlage:Gemeindelexikon Preußen 1905</ref>
<ref name="Hauptsatzung"> Hansestadt Stendal: Hauptsatzung der Hansestadt Stendal. Lesefassung vom Stand 2. März 2024. 2. März 2024 (stendal.de [PDF; abgerufen am 30. Juni 2024]). </ref>
<ref name="HP">Hansestadt Stendal: Ortschaften. In: stendal.de. Abgerufen am 2. April 2023.</ref>
<ref name="HOB-12">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783830522355 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>
<ref name="Krabbo Regesten">Hermann Krabbo: Regesten der Markgrafen von Brandenburg aus askanischem Hause. Hrsg.: Verein für Geschichte der Mark Brandenburg. 1. Lieferung. Duncker & Humblot, Leipzig 1910, S. 290, Nr. 1138 (uni-potsdam.de).</ref>
<ref name="Mertens-Gardelegen">Franz Mertens: Heimatbuch des Kreises Gardelegen und seiner näheren Umgebung. Hrsg.: Rat des Kreises Gardelegen. Gardelegen 1956, DNB 1015184308, S. 200.</ref>
<ref name="Metzler-Poeschel">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3824603217 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>
<ref name="OT-LSA-2013">Verzeichnis Gemeinden und Gemeindeteile. Gebietsstand: 1. April 2013 (= Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt [Hrsg.]: Verzeichnisse / 003. Nr. 2013). Halle (Saale) Mai 2013, S. 117 (destatis.de [PDF; 1,6 MB; abgerufen am 24. August 2019]).</ref>
<ref name="Pfarrbereich">Pfarrbereich Kloster Neuendorf. In: ekmd.de. Abgerufen am 2. April 2023.</ref>
<ref name="Riedel-22">Vorlage:CodexDiplBrandenbgTeilA</ref>
<ref name="Zahn-1928">Vorlage:BibOCLC</ref> </references>
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