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Bödexen

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Bödexen
Stadt Höxter
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(778)&title=B%C3%B6dexen 51° 50′ N, 9° 20′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(778) 51° 50′ 14″ N, 9° 20′ 9″ O
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Höhe: 203 m ü. NN
Fläche: 21,58 km²
Einwohner: 778 (31. Dez. 2020)<ref name="Bewohner">Kreis Höxter – Einwohner in den Stadtteilen der 10 kreisangehörigen Städte. In: Kreis Höxter. Abgerufen am 21. September 2021.</ref>
Bevölkerungsdichte: 36 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1970
Postleitzahl: 37671
Vorwahl: 05277
Datei:Höxter Ortsteile Bödexen.svg
Karte
Lage von Bödexen in Höxter
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Datei:Winter 2007 045.jpg
Bödexen im Winter

Bödexen ist der drittkleinste Stadtteil der Mittelstadt Höxter und liegt am Fuß des Köterbergs, im Osten Nordrhein-Westfalens. Der Ort, der von dem Mühlenbach durchflossen wird, der am Ende des Dorfes in die Saumer mündet, befindet sich 203 m ü. NN über dem Meeresspiegel.

Geschichte

Ein aus einem Hügelgrab auf dem Herbstberg stammendes Steinbeil lässt vermuten, dass der Wohnort Bödexen bereits seit der Steinzeit existiert. Urkundlich wird Bödexen erstmals in den Corveyer Traditionen erwähnt. Dort heißt es unter der Nr. 117: Marcbodo und Giki sowie der Sohn Hunwardi an Stelle des Vaters übertrugen/schenkten vier Höfe, zwei in Bodikeshus(un) und zwei anderweitig gelegen für das Seelenheil des Hoger und das seines Vaters Marcward und der Mutter Ricsuit. Zeugen: Beuo, Aldmer, Anulo, Wulfger, Pumi und zwanzig andere. Die Schenkung erfolgte offenbar vor dem Jahr 836, da der Zusatz ad reliquias sanctorum martirum Stephani atque Viti... (bei den Gebeinen der Heiligen Stephanus und Vitus...) fehlt. Diesen Heiligen wurde die Abteikirche in Corvey um 840 geweiht.<ref>Abteikirche St. Stephanus und Vitus Corvey, abgerufen am 18. Februar 2010</ref>

Der Ortsname Bödexen ist sächsischen Ursprungs. Im 9. Jahrhundert lautete der Name noch Bodikeshusun (Haus/Hof des Bodo). Nach zwei Jahrhunderten wurde daraus Bodikessen, dessen Zehnten der Bischof von Paderborn dem Kloster Corvey schenkte. Im Jahre 1700 wurde aus Bodikessen anlässlich einer Volks- und Gebäudezählung Böxen. Daraus entstand im Laufe der Zeit der heutige Name Bödexen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Chronik Bödexen (Memento vom 19. Juli 2011 im Internet Archive)</ref>

Bödexen gehörte bis 1803 zum Stift Corvey und anschließend bis 1807 zum Fürstentum Corvey. Von 1807 bis 1813 bildete Bödexen eine Gemeinde im Kanton Albaxen des Departements der Fulda im Königreich Westphalen und fiel dann an Preußen. 1816 kam die Gemeinde zum neuen Kreis Höxter, in dem sie zum Amt Höxter-Albaxen gehörte, aus dem im 20. Jahrhundert das Amt Höxter-Land wurde. Am 1. Januar 1970 wurde Bödexen durch das Gesetz zur Neugliederung des Kreises Höxter in die Kreisstadt Höxter eingegliedert.<ref>Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 108.</ref>

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner Quelle
1821 488 <ref name="topo1821">Statistisch-Topographische Uebersicht des Regierungs-Bezirks Minden 1821. In: Digitale Sammlungen ULB Münster. S. 34 ff, abgerufen am 3. März 2014.</ref>
1843 788 <ref>Geographisch-statistisch-topographische Übersicht des Regierungsbezirks Minden 1845</ref>
1864 768 <ref>Topographisch-statistisches Handbuch des Regierungs-Bezirks Minden 1866</ref>
1871 614 <ref>Die Gemeinden und Gutsbezirke der Provinz Westfalen 1871</ref>
1885 660 <ref>Gemeindelexikon für die Provinz Westfalen 1885. Abgerufen am 16. März 2025.</ref>
1895 685 <ref>Gemeindelexikon für die Provinz Westfalen: Volkszählung 1895</ref>
01.12.1910 620 <ref>Landkreis Höxter. Gemeindeverzeichnis 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 9. November 2023; abgerufen am 13. Februar 2026.</ref>
1925 646 <ref name="Verwaltungsgeschichte" />
1933 691 <ref name="Verwaltungsgeschichte">Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>
1939 646 <ref name="Verwaltungsgeschichte" />
1946 861 <ref name="vz1946">Volkszählung 1946</ref>
06.06.1961 722 <ref>Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X, S. 167.</ref>
31.12.1967 778
31.12.1969 813 <ref>Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X, S. 106.</ref>
23.06.1998 990 <ref name="Einwohner">Stadt Höxter > <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Zahlen & Fakten (Memento vom 25. Mai 2011 im Internet Archive)</ref>
31.12.2003 1007 <ref name="Einwohner" />
31.12.2005 981 <ref name="Einwohner" />
31.12.2006 967 <ref name="Einwohner" />
31.12.2007 963 <ref name="Einwohner" />
30.06.2011 905 <ref name="Einwohner" />
31.12.2013 897 <ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Zahlen & Fakten 2013 (Memento vom 18. Dezember 2013 im Internet Archive)

</ref>

31.12.2015 851
31.12.2016 841 <ref name = "Einwohner16">Zahlen & Fakten 2016</ref>
31.12.2017 820 <ref name="Einwohner17">Stadt Höxter: Stadtportrait. Abgerufen am 21. September 2021.</ref>
31.12.2018 813 <ref name="Einwohner17" />
31.12.2020 778 <ref name="Bewohner" />

Kultur

Datei:Ostereiermarkt 2008 11.jpg
Ostereiermarkt

Seit 1989 wurde in der 300 Jahre alten St.-Anna-Kirche alljährlich am letzten Wochenende vor Ostern ein Ostereiermarkt veranstaltet. Er war der nördlichste Ostereiermarkt Deutschlands zu der Zeit, zuvor hatte diesen Titel der Ostereiermarkt in Witzenhausen bei Kassel. Im Jahre 1990 kam eine Gruppe sorbischer Ostereiermacher. Neben den Ostereiern wurde auch Kaffee und hausgemachter Kuchen auf der Orgelbühne angeboten. Im Jahr 2016 hat sich der Förderverein dazu entschlossen, den Ostereiermarkt zukünftig nicht mehr durchzuführen.<ref>Ostereiermarkt in Bödexen abgesagt Neue Westfälische. Abgerufen am 29. Dezember 2019</ref>

Persönlichkeiten

Weblinks

Wiktionary: Bödexen – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

<references/>

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