Buristsorpe
Das untergegangene Dorf Buristsorpe, auch als Buristorpe erwähnt, ist heute eine spätmittelalterliche Wüstung im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte im südlichen Mecklenburg-Vorpommern. Erstmals 1349, letztmals 1453 erwähnt, befand sich das Dorf nahe Wesenberg, wobei der exakte Standort des Ortes unbekannt ist.<ref>Trautmann: Die slawischen Ortsnamen Mecklenburgs und Holsteins. Berlin 1950.</ref>
Überliefertes
1328 erhielten Otto und Ulrich von Dewitz – die Erzieher und Berater von Heinrich II. – für ihre Verdienste „Hus und Dorf Strelitz“ als Lehen, dazugehörig eine reiche Feldmark, die drei später untergegangenen Dörfer Buristsorpe, Cavelsbroke (Cobelbrok) und Domjuche (Domjüch) sowie das kleine Land Ahrensberghe (Ahrensberg).<ref name="Stadt">Annalise Wagner, E. Lubs: Geschichtliches von Alt-Strelitz In: Rat der Stadt Neustrelitz (Hrsg.): Neustrelitzer Stadtführer. Einband und Zeichnungen Gerd Gombert. Neustrelitz 1965, S. 6.</ref>
Am 4. Dezember 1349 verliehen Otto und Ulrich von Dewitz Strelitz das Stadtrecht.<ref>Gerlinde Kienitz: Strelitz. Die erste Residenzstadt. In: Museum der Stadt Neustrelitz (Hrsg.): Neustrelitz 1733–1983. Neustrelitz 1983, S. 10. → unter Bezug auf: Urkunde über die Verleihung des Stadtrechts. Stadtarchiv Neustrelitz, V US 1.</ref><ref>„hus unde stadt“ Strelitz werden schon 1348 als Teil der Grafschaft Fürstenberg urkundlich bezeugt.</ref> Der Stadt wurden auch die Feldmarken Domjüch, Buristorpe und Cobelbrok zugesprochen.<ref name="Strasen">Gustav-Adolf Strasen: Alt-Strelitz. In: Heimatbuch des Kreises Neustrelitz. 1953, S. 114–125.</ref>
Die letzte bekannte Erwähnung des Dorfes Buristsorpe stammt aus dem Jahr 1453. Es wird daher angenommen, dass der Ort lange vor dem Dreißigjährigen Krieg wüst lag und bereits in den märkischen Fehden untergegangen ist.
Siehe auch: Strelitz-Alt → Strelitz wird Stadt
Ortsname
Der Ortsname ist slawischen Ursprungs und stellt die Kopplung eines Personennamens mit Appellativen dar. Das Teilkonstrukt „Bur“ ist ins Deutsche als „Sturm“ übertragbar.<ref>Mecklenburgische Bauernlisten des 15. und 16. Jahrhunderts. Schwerin 1937–1941, S. 1–2.</ref>
Literatur
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Fußnoten
<references />