Burgruine Hohenstein (Gföhl)
| Burgruine Hohenstein | ||||||
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Burgruine Hohenstein (2011) | ||||||
| Staat | Österreich | |||||
| Ort | Gföhl-Hohenstein | |||||
| Entstehungszeit | 12. Jahrhundert | |||||
| Burgentyp | Höhenburg, Felslage | |||||
| Erhaltungszustand | Ruine | |||||
| Geographische Lage | 48° 28′ N, 15° 27′ O
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Die Burgruine Hohenstein ist die Ruine einer Spornburg auf einem steilen Felskopf über dem Fluss Krems südlich des Haufendorfes Hohenstein auf dem Gebiet der Stadtgemeinde Gföhl in Niederösterreich.
Geschichte
Um 1156/1171 wird erstmals ein „Reinpreht de Hohinstaine“ in einer herzoglichen Urkunde genannt.<ref name="NÖBurgen">Burgruine Hohenstein. In: NÖ-Burgen online. Institut für Realienkunde des Mittelalters und der frühen Neuzeit, Universität Salzburg</ref> Zwischen 1205/1220 werden die Brüder Hugo von Rastenberg und Konrad von Hohenstein erwähnt, zwischen 1265/1287 mehrfach Albero von Hohenstein und sein Bruder Otto von Rastenberg.<ref name="NÖBurgen" />
1300/1301 erfolgen Schenkungen der Euphemia, der Schenkin von Schenkenberg, Schwiegermutter des Albero von Hauenstein, für Agnes von Schenkenberg im Dominikanerinnenkloster Tulln (die Familie ihres verstorbenen Mannes Wilhelm waren Erbauer der Burg Schenkenberg in Tschechien). 1360 war Euphemia von Hohenstein, Tochter des Otto von Hohenstein und der Anna, ebenfalls Nonne im Kloster Imbach.
Die adelige Familie der Hohensteiner, durch die gemeinsamen Nennungen ab 1200/1220 als Nebenlinie der Herren von Ottenstein-Rastenberg anzusehen, sind bis 1391 vielfach in Urkunden vertreten. 1377 wird in der Burg eine Kapelle zum Heiligen Petrus erwähnt.<ref name="NÖBurgen" /> 1429 wird sie als „castrum“ genannt.<ref name="NÖBurgen" /> 1430 gelangt der Besitz an die Starhemberg.<ref name="NÖBurgen" /> Die Burg wird bereits 1456 als öde bezeichnet.<ref name="NÖBurgen" /> 1570–1606 gehört sie den Herren von Landau, anschließend Georg Rattenberger.<ref name="NÖBurgen" /> 1675 ist Hohenstein Besitz der Herren von Weixelburg, 1698 des Ferdinand Franz von Enkevoerts und 1725 der Freiherren von Gudenus.<ref name="NÖBurgen" /> Die Familie ist bis heute im Besitz der Burgruine.<ref name="NÖBurgen" />
Baubeschreibung
Die bis zu 2,30 m starken Mauern des zentralen dominierenden Baukörpers weist eine Reihe von Fensteröffnungen auf, deren Charakteristikum die weit trichternden, gequaderten Leibungen ist.<ref name="NÖBurgen" /> Der Wohnbau ist aufgrund der Baudetails und Bautechnik in das 14./15. Jahrhundert zu datieren.<ref name="NÖBurgen" />
Auf einem tieferen, östlich gelegenen Plateau steht die mehrgeschoßige Burgkapelle, ein gedrungener, ca. 8,40 × 8,00 m großer romanischer Apsidensaal des 12. Jahrhunderts.<ref>Gebriele Rustemeyer: Hohenstein an der Krems in der wissenschaftlichen Datenbank „EBIDAT“ des Europäischen BurgeninstitutsVorlage:Abrufdatum.</ref>
Literatur
- Vorlage:Austria Topographie Schweickhardt Niederösterreich
- Dehio Niederösterreich nördlich der Donau 1990. Hohenstein auf S. 438f.
- Friedrich Wilhelm Krahe: Burgen des deutschen Mittelalters – Grundrisslexikon. Verlag Wolfgang Weidlich, 1994, ISBN 3-88189-360-1.
- Gerhard Reichhalter, Karin und Thomas Kühtreiber: Burgen – Waldviertel und Wachau. Verlag Schubert & Franzke, 2001, ISBN 3-7056-0530-5.
- Falko Daim, Karin und Thomas Kühtreiber (Hrsg.): Burgen Waldviertel – Wachau – Mährisches Thayatal. Wien 2009, ISBN 978-3-7079-1273-9, S. 162–163.
- Georg Clam Martinic: Österreichisches Burgenlexikon. 1992, S. 138.<ref>Online bei Austria-Forum</ref>
Weblinks
- Hohenstein an der Krems in der wissenschaftlichen Datenbank „EBIDAT“ des Europäischen BurgeninstitutsVorlage:Abrufdatum
- Burgruine Hohenstein. In: NÖ-Burgen online. Institut für Realienkunde des Mittelalters und der frühen Neuzeit, Universität Salzburg
- Eintrag bei www.wehrbauten.at
Einzelnachweise
<references />
Vorlage:Navigationsleiste Burgen und Schlösser im Waldviertel