Burgruine Großer Gudenberg
| Burgruine Großer Gudenberg | ||||||
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Lage, Reliefdaten und Umzeichnung der Gudenberg Burgruinen | ||||||
| Staat | Deutschland | |||||
| Ort | Zierenberg | |||||
| Entstehungszeit | urkundl. Erwähnung 1209 | |||||
| Burgentyp | Höhenburg | |||||
| Erhaltungszustand | Graben-, Mauer- und Wallreste | |||||
| Ständische Stellung | Adlige | |||||
| Geographische Lage | 51° 22′ N, 9° 16′ O
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| Höhenlage | 568,7 m ü. NHN | |||||
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Die Burgruine Großer Gudenberg ist die Ruine einer doppelten Höhenburg auf dem 568,7 m ü. NHN<ref name="DE_BFN-Karten">Karten und Daten des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)</ref> hohen Großen Gudenberg nahe Zierenberg im Landkreis Kassel in Nordhessen (Deutschland).
Geographische Lage
Die Burgruine befindet sich im Nordteil des Naturparks Habichtswald auf dem Großen Gudenberg, einem dicht bewaldeten Basaltkegel, der sich 8,1 km nordöstlich von Wolfhagen und knapp 2 km westlich der Kernstadt von Zierenberg und etwa 2,7 km ostsüdöstlich von dessen Stadtteil Oberelsungen erhebt. Östlich des Großen Gudenbergs fällt das Gelände zum Tal der Warme hin ab. Ungefähr 470 m nordwestlich befindet sich die Burgruine auf dem Kleinen Gudenberg, zirka 1,6 km südlich steht der Bärenbergturm auf dem Großen Bärenberg, etwa 2 km nördlich befindet sich die Burgruine Falkenberg, und rund 3,6 km nordnordwestlich steht das Schloss Escheberg.
Geschichte
Die Burg wurde 1209 erstmals urkundlich erwähnt, wurde aber wohl schon zur Zeit des hessischen Gaugrafen Werner IV. erbaut. Sie war mainzisches Lehen und im Besitz der Herren Groppe von Gudenberg und Wolff von Gudenberg.<ref>Ob diese beiden Familien miteinander und auch mit den auf der unmittelbar benachbarten Kleinen Gudenburg sitzenden Herren von Gudenberg verwandt oder nur gemeinsame Burgmannen und deshalb namensverwandt waren, ist nicht geklärt.</ref> Die Burg wurde vermutlich zwischen 1269 und 1272 durch Truppen des Landgrafen Heinrich I. von Hessen während seiner Auseinandersetzungen mit dem Mainzer Erzbischof Werner von Eppstein zerstört.<ref>Georg Landau, Die hessischen Ritterburgen und ihre Besitzer, 4. Band, J.J. Bohné, Kassel, 1839, S. 235</ref> Möglicherweise war aber auch Raubrittertum der Burgbesitzer Ursache für die Zerstörung.<ref>Rudolf Knappe: Schlösser und Burgen in Nord- und Osthessen, S. 14</ref> Der Stamm der Groppe von Gudenberg starb 1398 aus, während die Wolff von Gudenberg bis heute existieren.
Anlage
Die Ruine ist frei zugänglich, aber nur auf teils steil zum Großen Gudenberg hinauf führenden Wegen und Pfaden zu erreichen. Von der einstigen Burg sind lediglich Graben-, Mauer- und Wallreste vorhanden. Die sich nordöstlich befindende fast rechteckige Anlage war die größere der beiden Burgen und wies früher Reste eines vermutlichen Bergfriedes und Mauerreste eines Palas auf. Südöstlich befand sich die etwas kleinere fast kreisrunde Anlage der zweiten Burg, von der keine oberirdischen Reste mehr sichtbar sind. Die Burgen waren durch einen in Nordwest-Südost-Richtung verlaufenden Halsgraben getrennt. Beide Burgen waren durch einen gemeinsamen ovalen Wall geschützt, der nach Nordosten in größerem Abstand zur Doppelburg verlief.
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Alte Abbildung der Ruine Gudenberg
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Die Burghügel der Doppelburg, Blick von Nordwesten
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Plateau der größeren (nordöstlichen) Burg, mit Resten des Ringwalls
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Wappen der Wolff von Gudenberg, einem der Besitzer der Doppelburg
Literatur
- Rudolf Knappe: Mittelalterliche Burgen in Hessen. 800 Burgen, Burgruinen und Burgstätten. 3. Auflage, Wartberg-Verlag, Gudensberg-Gleichen 2000, ISBN 3-86134-228-6, S. 27f.
- Hans Magerstädt: Die Gudenburgen bei Zierenberg, in: Hessischer Gebirgsbote Nr. 70 (1969), S. 11–13
- Georg Landau: Die hessischen Ritterburgen und ihre Besitzer, 4. Band, J.J. Bohné, Kassel 1839, S. 233ff.
Weblinks
- Gudenburg (Großer Gudenberg), Landkreis Kassel. Historisches Ortslexikon für Hessen (Stand: 15. Oktober 2010). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). Hessisches Institut für Landesgeschichte, abgerufen am 10. November 2014.
Einzelnachweise
<references />
Burg am Bach (Burg Gottsbüren) | Schloss Beberbeck | Burgstall Beltershausen | Burgstall Blumenstein | Herrenhaus Bodenhausen | Burg Burguffeln | Schloss Elberberg | Wasserschloss Elmarshausen | Schloss Escheberg | Burgruine Falkenberg | Burgruine Falkenstein | Burg Gasterfeld | Burg Gieselwerder | Burg Grebenstein | Jagdschloss Großenritte | Wallburg Großenritte | Burgruine Großer Gudenberg | Burgruine Kleiner Gudenberg | Burg Haldessen | Burgruine Helfenberg | Hünscheburg | Burgruine Igelsburg | Burg Immenhausen | Burgstall Knickhagen | Krukenburg | Ringwall Laar | Schloss Laar | Schloss Liebenau | Burgruine Malsburg | Junkernhof Meimbressen | Nachtigallenburg | Burg Naumburg | Schloss Riede | Burgruine Rodersen | Sababurg | Burgruine Schartenberg | Burgruine Schauenburg | Schlösschen Schönburg | Burgruine Schöneberg | Burg Sensenstein | Herrenhaus Sieberhausen | Schloss Stammen | Burg Stenderberg | Burg Trendelburg | Alte Burg Veckerhagen | Jagdschloss Veckerhagen | Burg Wahlsburg | Weidelsburg | Schloss Wilhelmsthal | Schloss Windhausen | Burg Wolfhagen | Wasserschloss Wülmersen | Burg Ziegenberg (Wilhelmshausen)