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Burg Rabenstein (Oberfranken)

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Burg Rabenstein
Datei:Burg-Rabenstein-Ailsbachtal-P1290149.jpg
Burg Rabenstein (August 2014)

Burg Rabenstein (August 2014)

Staat Deutschland
Ort Ahorntal
Entstehungszeit um 1175 bis 1200
Burgentyp Höhenburg, Spornlage
Erhaltungszustand Erhalten oder wesentliche Teile erhalten
Ständische Stellung Ministeriale
Geographische Lage 49° 49′ N, 11° 22′ OKoordinaten: 49° 49′ 19,8″ N, 11° 22′ 14,6″ O
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Höhenlage 420 m ü. NHN

Burg Rabenstein ist eine hochmittelalterliche Spornburg in der Gemeinde Ahorntal im oberfränkischen Landkreis Bayreuth.

Geographische Lage

Die Höhenburg befindet sich im Naturpark Fränkische Schweiz – Frankenjura auf einem felsigen Bergsporn auf etwa 420 m ü. NHN, über dem Tal des Ailsbaches in der Fränkischen Schweiz, 6,5 Kilometer nordwestlich von Pottenstein. In Fußreichweite der Burg befindet sich mit der Sophienhöhle eine Tropfsteinhöhle.

In der Nähe der Burg Rabenstein befanden sich noch einige weitere Burgen, auf der gegenüberliegenden Talseite liegt der vermutliche Burgstall Brunn- oder Rabenloch,<ref>Der vermutete Burgstall auf der Seite des bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege</ref> etwas weiter das Ailsbachtal aufwärts befand sich die ehemalige Burg Ahorn,<ref>Der Burgstall Ahorn auf der Seite des bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege</ref> die heutige Einöde Klausstein, ihr gegenüber befindet sich der mutmaßliche Burgstall Hohenloch über der Ludwigshöhle,<ref>Die Abschnittsbefestigung auf der Seite des bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege</ref> ailsbachtalabwärts liegt der Burgstall Alte Veste und auch in dem Ort Oberailsfeld stand eine kleine Burg, die Burg Ailsfeld auf einem Felsen im Tal. In westlicher Richtung, über dem Tal der Wiesent, steht die Burg Rabeneck, vermutlich ebenfalls eine Gründung der Rabensteiner.

Geschichte der Burg Rabenstein

Datei:Siebmacher105-Rabenstein.jpg
Wappen der Familie von Rabenstein nach Siebmachers Wappenbuch
Datei:Rabenstein-westen.jpg
Burg Rabenstein von Westen
Datei:Aerial image of the Castle Rabenstein.jpg
Burg Rabenstein von Osten, Luftbild
Datei:Burg Rabenstein (7755236752).jpg
Ansicht von Nordwesten
Datei:Burg Rabenstein (7).JPG
Innenräumlichkeiten der Burg

Die ältesten Teile der Burg entstanden im ersten Viertel des 12. Jahrhunderts in der Herrschaft Waischenfeld. Zur gleichen Zeit ist das Ministerialengeschlecht Rabenstein<ref>siehe Liste fränkischer Rittergeschlechter#R</ref>, das als Erbauer der Burg gilt und den Raben im Wappen führte, im Dienste der Edlen von Waischenfeld<ref>siehe Liste fränkischer Rittergeschlechter#W</ref> dokumentiert. Anfang des 13. Jahrhunderts wurde die Vorburg ausgebaut. Während der nächsten Jahrhunderte wechselten Besitzer und Bewohner der Burg, darunter die Familie von Schlüsselberg und die Burggrafen von Nürnberg. Im Jahr 1450 wurde die Burg im Ersten Markgrafenkrieg zerstört und ab 1489 durch Konz von Wirsberg wieder aufgebaut.

Im Jahr 1557 ging die Burg an die zum Adelsgeschlecht aufstrebenden „von Rabenstein“, die damit ihren Stammsitz zurückerwarben. Daniel von Rabenstein baute die Burg 1570 erneut um, wobei die ehemalige Vorburg mit der Hauptburg verschmolzen wurde.

Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Burg erneut durch kaiserliche Truppen vollständig zerstört, da der Burgherr Hans Christoph von Rabenstein auf Seiten der Schweden stand. Nach dem Krieg wurden zwischen 1648 und 1728 neben dem Wirtschaftshof lediglich kleinere Gebäude wiederhergestellt.

1742 starb das Geschlecht der von Rabenstein aus und die Burg ging an die Grafen von Schönborn-Wiesentheid, die die Burgruine 1829/30 für einen Königsbesuch von Ludwig I. umgestalteten.

Nutzung

In der jüngsten Vergangenheit wurde die Burg als Hotel für Veranstaltungen und Tagungen ausgebaut. Die Burg ist seit 2004 in der Hand der Burg Rabenstein Event GmbH. Neben der Burg befinden sich eine auch im Forschungs- und Lehrbereich tätige Falknerei mit über 80 Greifvogelarten und eine Gutsschenke mit Biergarten. Die Spornburg kann gegen Eintrittsgebühr besichtigt werden. Regelmäßig finden an zwei Wochenenden im Sommer auch ein Mittelaltermarkt auf dem Gelände statt, bei dem es sich, laut Veranstalter (Burg Rabenstein Event GmbH) um den größten seiner Art in Nordbayern handelt.

Historische Abbildungen

Datei:Mittelaltermarkt Burg Rabenstein, Luftbild (Mai 2024).jpg
Mittelaltermarkt Rabenstein, Luftbild (Mai 2024)

Trivia

Literatur

  • Rüdiger Bauriedel, Ruprecht Konrad-Röder: Mittelalterliche Befestigungen und niederadelige Ansitze im Landkreis Bayreuth. Ellwanger Druck und Verlag, Bayreuth 2007, ISBN 978-3-925361-63-0, S. 152.
  • Johann Kaspar Bundschuh: Rabenstein. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 4: Ni–R. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753101, Sp. 409 (Digitalisat).
  • Toni Eckert, Susanne Fischer, Renate Freitag, Rainer Hofmann, Walter Tausendpfund: Die Burgen der Fränkischen Schweiz: Ein Kulturführer. Gürtler Druck, Forchheim 1997, ISBN 3-9803276-5-5, S. 130–135.
  • Kai Kellermann: Herrschaftliche Gärten in der Fränkischen Schweiz – Eine Spurensuche. Verlag Palm & Enke, Erlangen und Jena 2008, ISBN 978-3-7896-0683-0, S. 184–205.
  • Paul Österreicher: Geschichte der Burg und des Ritterguts Rabenstein. Bamberg 1830, ca. 100 Seiten (Volltext)
  • Hellmut Kunstmann: Die Burgen der östlichen Fränkischen Schweiz. Kommissionsverlag Ferdinand Schöningh, Würzburg 1965, S. 189–217.
  • Ursula Pfistermeister: Wehrhaftes Franken – Band 3: Burgen, Kirchenburgen, Stadtmauern um Bamberg, Bayreuth und Coburg. Fachverlag Hans Carl GmbH, Nürnberg 2002, ISBN 3-418-00387-7, S. 104–106.
  • Vorlage:Stumpf Bayern 2. Teil 1853
  • Gustav Voit, Walter Rüfer: Eine Burgenreise durch die Fränkische Schweiz. Verlag Palm & Enke, Erlangen 1991, ISBN 3-7896-0064-4, S. 155–159.
  • Gustav Voit, Brigitte Kaulich, Walter Rüfer: Vom Land im Gebirg zur Fränkischen Schweiz – Eine Landschaft wird entdeckt. (Schriftenreihe des Fränkische-Schweiz-Vereins, Band 8) Verlag Palm und Enke, Erlangen 1992, ISBN 3-7896-0511-5, S. 143–145.
  • Gustav Voit, Heinz Stark, Volker Alberti: Burgen, Ruinen und Herrensitze der Fränkischen Schweiz. Herausgegeben von der Altnürnberger Landschaft e. V., Lauf 1998, ISBN 3-924158-34-7, S. 33ff.
  • Joachim Zeune, u. a.: Führer zu archäologischen Denkmälern in Deutschland, Band 20: Fränkische Schweiz. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 1990, ISBN 3-8062-0586-8, S. 133.

Weblinks

Commons: Burg Rabenstein (Oberfranken) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references /> Vorlage:Klappleiste/Anfang

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