Zum Inhalt springen

Burg Altena (Schüttorf)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Burg Altena
Datei:Burg-Altena-Schuettorf-Ansicht-colored.svg
Burganlage im späten 16. Jahrhundert von Westen

Burganlage im späten 16. Jahrhundert von Westen

Alternativname(n) Burg Altona; Haus Altena
Staat Deutschland
Ort Schüttorf
Entstehungszeit Palas vermutlich erste Hälfte 14. Jahrhundert; erstmals erwähnt 1372
Burgentyp Stadtburg
Erhaltungszustand Abgerissen 1973
Ständische Stellung Grafen
Bauweise Sandstein, verputzter Bruchstein
Geographische Lage 52° 19′ N, 7° 14′ OKoordinaten: 52° 19′ 10,9″ N, 7° 13′ 31″ O
 {{#coordinates:52,319683|7,225281|primary
dim=200 globe= name=Burg Altena region=DE-NI type=building
  }}
Höhenlage 35 m ü. NHN
[[Datei:Vorlage:Positionskarte Niedersachsen|class=noviewer notpageimage|300x400px|center|Burg Altena (Vorlage:Positionskarte Niedersachsen)]]

Die Burg Altena (auch Burg Altona oder Haus Altena) war eine spätmittelalterliche Stadtburg in Schüttorf im Landkreis Grafschaft Bentheim in Niedersachsen. Aufgrund ihrer architektonischen Verbindung von gotischen Elementen und der Weserrenaissance gilt die Burg in der regionalen Forschung als bedeutendes Beispiel der Profanarchitektur des 16. Jahrhunderts. Der älteste Teil der Anlage, der sogenannte Palas, entstand vermutlich in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Die erste urkundliche Erwähnung der Anlage datiert auf das Jahr 1372. Die Burg war als südöstlicher Eckpfeiler in die Stadtmauer Schüttorfs integriert und unterschied sich dadurch grundlegend von freistehenden Adelssitzen wie der auf exponiertem Höhenrücken gelegenen Burg Bentheim, dem Hauptsitz der Grafen von Bentheim.

Ab dem 15. Jahrhundert diente die Burg vorwiegend als Wittum der Witwen der Grafen von Bentheim – eine Funktion, die sie über drei Jahrhunderte prägte. Die bedeutendste Bauherrin dieser Zeit war Grafenwitwe Anna von Tecklenburg-Schwerin, welche die Anlage um 1565 durch Nord- und Westflügel zur vierflügeligen Burg erweitern ließ. Die Giebelgestaltung dieser Flügel zählt zu den charakteristischen Zierformen der Weserrenaissance im norddeutschen Raum. Nach dem Tod von Graf Arnold II. im Jahr 1606 erließ dessen Witwe Magdalena von Neuenahr-Alpen eine umfassende Hofordnung, die einen seltenen Einblick in den Alltag eines frühneuzeitlichen Adelshaushalts bietet.

Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Burg beschossen und teilweise schwer beschädigt. Palas und Südflügel verfielen in den folgenden Jahrzehnten, während Nord- und Westflügel ab 1702 für katholische Gottesdienste und ab 1712 für schulische Zwecke genutzt wurden. 1903 erwarb der Fabrikant Herman ten Wolde die Anlage, ließ die Palasruine sprengen und die erhaltenen Flügel zu Wohnzwecken umbauen. Am 8. Januar 1973 begann der Abriss der gesamten Burg für den Bau einer Durchgangsstraße.

Der Verlust gilt in der Forschung als exemplarisch für den Umgang mit historischer Bausubstanz in der Nachkriegszeit, als verkehrsplanerische Interessen dem Denkmalschutz regelmäßig vorgingen. Trotz des Abrisses ist die Burg durch eine vergleichsweise dichte bildliche und schriftliche Überlieferung dokumentiert: Zeichnungen und Gemälde niederländischer Künstler des 19. Jahrhunderts sowie eine fotografische Dokumentation unmittelbar vor der Sprengung des Palas 1903 ermöglichen eine weitgehende Rekonstruktion der Anlage. Seit dem 27. August 1988 erinnert auf dem Burg-Altena-Platz in Schüttorf eine Plastik des Künstlers Werner Ratering an den ehemaligen Standort und das mittelalterliche Asylrecht der Burg.

Lage

Die Burg Altena bildete im Südosten den Eckpunkt der Stadtmauer.<ref name="Ichnographia">Ansicht der Stadt Schüttorf von Westen aus der Vogelperspektive (vermutlich 18. Jhd.)</ref><ref name="Voort-Jahrbuch-1971" /> Sie lag nahe der Mühlenvechte, dem heutigen Vechtealtarm. Die Vechte wurde damals zum Schutz näher an die Stadt geleitet und versorgte den Stadtgraben. Ein großer Teil dieses Altarmes besteht noch heute.

Heute erinnert an der Stelle der ehemaligen Burg der Burg-Altena-Platz. Die Trasse der Landesstraße 39 (ehemals Bundesstraße 65), für deren Bau die Burg 1973 abgerissen wurde, verläuft unmittelbar durch das frühere Burgareal.

Name und Bezeichnung

Wie der Name Altena oder Altona entstand, ist unklar. Es wird vermutet, dass es im 7. Jahrhundert einen fränkischen Schutzhof an der Stelle der Burg Altena gab, der dem sächsischen Alten Hof nicht all te na lag.<ref name="Heinrich-Funke">Heinrich Funke: Schüttorf - Geschichte und Geschichten. Selbstverlag, Schüttorf 1994, S. 13, 45–46.</ref> Eine Möglichkeit, um den Namen zu deuten, wäre Al to na, also allzu nah. 1465 wurde die Burg Altena bei der Bestätigung der Stadtrechte von Graf Bernhard als unse borg bezeichnet, danach wurde sie Borch Schüttorp oder Borch bynnen der Stadt Schüttorp genannt. Um 1565 setzte sich der Name Altena bzw. Altona durch, eine mögliche Deutung wäre hier erneut all te na. Die Burg des Grafen war in die Stadtbefestigung integriert und den Schüttorfer Bürgern allzu nah. In seinem Testament bezeichnet Graf Arnold II. 1591 die Burg als Haus Altona. Joseph Niesert schrieb 1835 Schloß Altena oder Alten Aue bey Schüttorf der Bentheimschen Witwen.<ref name="Joseph-Niesert">Joseph Niesert: Codex diplomaticus Steinfordiensis oder Urkundensammlung zur Geschichte der Herrschaft Steinford. In: Münsterische Urkundensammlung. Band 6, Nr. 2. Rieseschen Buchhandlung, Coesfeld 1835, S. 455 (online [abgerufen am 8. April 2012]).</ref> Der hier genannte Alternativname legt nahe, dass die Burg eventuell als an der Alten Aue (d. h. einer Flussniederung) oder der Alten Aa (d. h. einem Flusslauf) gelegen bezeichnet wurde, was den topografischen Gegebenheiten des Standorts entspricht. In der folgenden Zeit blieb der Name Burg Altena bzw. Burg Altona.

Geschichte

Vorgeschichte (vor dem 14. Jahrhundert)

Die Anfänge der Burgstelle sind in der Forschung Gegenstand von Diskussionen, da archäologische und urkundliche Belege für die Zeit vor dem Hochmittelalter fehlen. Heimatforscher Heinrich Funke postuliert, dass der Standort bereits im 7. Jahrhundert als fränkischer Schutzhof zur Kontrolle einer strategisch bedeutsamen Furt an der Vechte diente und sich aus diesem später der gräfliche Hof bzw. die Burg entwickelte.<ref name="Heinrich-Funke" /> Diese These stützt sich primär auf die topografische Lage des Areals, bleibt jedoch mangels direkter Quellenzeugnisse eine Hypothese.

Ob an diesem Standort auch die älteste Gerichtsstätte des Bezirks lag, ist in der Forschung umstritten. Helmut Hecht hält dies für wahrscheinlich und verweist auf eine Urkunde von 1184, die eine curia comitis in Scuttorpe, einen gräflichen Hof, erwähnt, sowie auf eine Urkunde Graf Egberts von Bentheim aus dem Jahr 1272, die ein uns gehörendes Gericht in Schüttorf nennt.<ref name="Hecht-Jahrbuch-1971" /> Heinrich Voort widerspricht dieser Einschätzung: Der in Urkunden von 1154 und 1184 genannte gräfliche Hof, 1388 als olde Hof bezeichnet, habe außerhalb der Stadt gelegen und könne daher nicht mit der späteren Burg Altena gleichgesetzt werden.<ref name="Voort-Jahrbuch-1971">Heinrich Voort: Zur Geschichte der Burg Altena in Schüttorf. In: Jahrbuch des Heimatvereins der Grafschaft Bentheim 1971 (= Das Bentheimer Land. Band 72). Heimatverein der Grafschaft Bentheim, 1970, ISSN 0437-1909, ZDB-ID 970929-0, S. 143–161.</ref> Eine abschließende Klärung dieser Frage ist mangels weiterer Quellen nicht möglich. Nach dem Bau der Burg Bentheim übernahm die Burg Altena mehrere zentrale Funktionen für die Grafschaft Bentheim: Sie war Oberhof, Jagdhaus, Sitz der Verwaltung<ref name="Hecht-Jahrbuch-1971">Helmut Hecht: Burg Altona – eine alte Gerichtsstätte in der Obergrafschaft. In: Jahrbuch des Heimatvereins der Grafschaft Bentheim 1970 (= Das Bentheimer Land. Band 72). Heimatverein der Grafschaft Bentheim, 1971, ISSN 0437-1909, ZDB-ID 970929-0, S. 163–173.</ref> und Landesburg.

Bau und Nutzung als Witwensitz (14.–17. Jahrhundert)

Entstehung und erste Erwähnung

Der Palas, der älteste Teil der Burganlage, wurde vermutlich in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts nach rheinischem Vorbild errichtet und bildete als südöstlicher Eckpfeiler einen Bestandteil der zweiten Stadtbefestigung.<ref name="700-Jahre-Stadtrechte-Schüttorf">Dietrich Maschmeyer: Steingewordene Geschichte: Das gebaute Schüttorf, Teil 2: Die Burg Altena in Schüttorf: Nachruf auf ein Baudenkmal aus Mittelalter und Renaissance von überregionaler Bedeutung. In: Stadt Schüttorf (Hrsg.): 700 Jahre Stadtrechte Schüttorf; 1295–1995; Beiträge zur Geschichte (= Das Bentheimer Land. Band 134). Stadt Schüttorf, Schüttorf 1995, ISBN 3-922428-39-8, S. 100–120.</ref> Der gräfliche Hof zog damit vom außerhalb der Stadt gelegenen Alten Hof in die Stadtburg. Die erste urkundliche Erwähnung der Anlage stammt aus dem Jahr 1372: In einem Schuldschein schreiben die Knappen Vrederik van Hauergho und Bernt de ghogreue, die Zahlung solle „tho Scüttorpe bynnen den Slote“ – also innerhalb des Schlosses zu Schüttorf – erfolgen.<ref name="Johann-Heinrich-Jung"></ref> Die Burg genoss besondere Rechtsprivilegien: Bis zur Reformation wurde Verfolgten für ein Jahr und einen Tag Asyl gewährt. Nach Ablauf dieser Frist musste der Schutzsuchende die Burg verlassen; zeigte er sich auf öffentlicher Straße, konnte er erneut Schutz beantragen. Das Stadtrecht von Schüttorf hält dies ausdrücklich fest:

„Item och sind binnen unser stadt twee rechte alde freyheiten, die platz vor unser borg alß de uthgeteikend is, und unse mölle, die sind ahling fry, wir darup kombt, und der gebrucken will, die is vehelig seines lieves watt saeke hie ock gedaen hadde, jahr und dag…“<ref name="Ludwig-Edel">Ludwig Edel: Die Stadtrechte der Grafschaft Bentheim. Leipzig 1909, S. 29.</ref>

Das Zitat besagt sinngemäß, dass der Platz vor der Burg und die Mühle als alte Freistätten gelten: Wer sie aufsucht und nutzen will, ist – welche Tat er auch begangen habe – für ein Jahr und einen Tag an Leib und Leben unantastbar.

Die Burg als Witwensitz

Vom 15. Jahrhundert an diente Burg Altena vorwiegend als Wittum (d. h. als vertraglich gesicherter Witwenunterhalt in Form von Gütern) der Witwen der Grafen von Bentheim. 1416 wurde sie Mechthild von Steinfurt verschrieben; ob sie die Burg tatsächlich bewohnte, ist unklar, da sie bereits 1420 starb. Im Ehevertrag von 1435 überschrieb Graf Everwin seiner zweiten Frau Gisberta von Bronkhorst „de Borch to Scttorpe“ als Wittum. Zu dieser Zeit waren die Bewohner der Burg sowie die gräflichen Bediensteten von Bürgerpflichten befreit. Margarethe von Wied-Runkel wurde die Burg 1518, bekräftigt 1523, von Graf Bernhard als Leibzucht vermacht, sie wurde jedoch 1528 abgefunden. Im folgenden Jahr sicherte Graf Everwin II. die Burg seiner zweiten Frau Cordula von Holstein-Schaumburg zu, sie wohnte aber wahrscheinlich nicht auf Burg Altena.<ref name="Voort-Jahrbuch-1971" />

Die prägende Figur des 16. Jahrhunderts war Grafenwitwe Anna von Tecklenburg-Schwerin, der die Burg bei ihrer Heirat mit Graf Eberwin III. von Bentheim-Steinfurt 1553 verschrieben worden war. Nach dem Tod ihres Mannes 1562 regierte sie von Burg Altena aus, da ihr Sohn Arnold II. (IV.) von Bentheim-Tecklenburg noch minderjährig war. 1565 ließ sie Nord- und Westflügel errichten, die der Burg ihre vierflügelige Gestalt gaben. Außerdem erwarb sie durch Tausch mit dem Süsternkloster das Gelände nördlich der Burg und ließ es zu einer symmetrisch angelegten Gartenanlage umgestalten.<ref name="Voort-Jahrbuch-1971" /><ref name="Visch">Wessel Friedrich Visch: Geschichte der Grafschaft Bentheim / Wessel Friedrich Visch. [Übers. nach d. Ausg. Zwolle 1820 von Lucie Rakers]. Heimatverein der Grafschaft Bentheim, Bad Bentheim 1984, ISBN 3-922428-07-X, S. 58 f.</ref> Die Giebelgestaltung beider Flügel weist auf den Einfluss der Weserrenaissance hin (siehe Baubeschreibung).<ref name="700-Jahre-Stadtrechte-Schüttorf" />

Da Burg Altena im Jahr 1573 noch das Wittum von Anna von Tecklenburg-Schwerin war, verschrieb Graf Arnold II. bei der Eheschließung seiner Frau Magdalena von Neuenahr-Alpen andere Besitztümer wie das Haus Singraven, ein herrschaftlicher Landsitz im benachbarten niederländischen Denekamp. Er übernahm Burg Altena nach dem Tod von Anna von Tecklenburg-Schwerin im Jahr 1582. Aus der Lebensbeschreibung von Graf Arnold II. geht hervor, dass er in den Jahren 1587 und 1594 „zu Schüttorff aufm hauß Althena“ spanische Offiziere aus Twente zu Gast hatte und diese „schenkfreudig“ bediente,<ref name="Voort-Jahrbuch-1971" /><ref name="125-Jahre-Grafschaft">Peter Veddeler: Burgen und feste Häuser: Steinerne Zeugen aus herrschaftlicher Zeit. Burg Altena in Schüttorf. In: Steffen Burkert (Hrsg.): Geschichte und Gegenwart eines Landkreises: Die Grafschaft Bentheim (= Das Bentheimer Land. Band 181). 1. Auflage. Verlag Heimatverein der Grafschaft Bentheim e. V., Bad Bentheim 2010, ISBN 978-3-922428-87-9, S. 319–320.</ref> um einem Überfall auf die Stadt vorzubeugen. Im 1591 verfassten Testament von Arnold II. vermachte er seiner Frau Burg Altena anstelle des Hauses Singraven.<ref name="Voort-Jahrbuch-1971" />

Die Hofordnung von 1606

Datei:Titelseite der Hofordnung Burg Altena 1606.png
Titelseite der Hofordnung von 1606

Nach dem Tod Graf Arnolds II. im Jahr 1606 zog dessen Witwe Magdalena von Neuenahr-Alpen auf die Burg. Bereits am 19. November 1606 erließ sie eine umfassende Hofordnung („Damitt einn Jeder Wissenn möge, weßen er sich zu verhaltenn“<ref name="Hofordnung-Jahrbuch-2006">Heinrich Voort: „Damit ein jeder wissen möge, wessen er sich zu verhalten“. Die Hofordnung der Gräfinwitwe Magdalena zu Bentheim für Haus Altena in Schüttorf. In: Jahrbuch des Heimatvereins der Grafschaft Bentheim 2006 (= Das Bentheimer Land. Band 175). Heimatverein der Grafschaft Bentheim, Bad Bentheim 2005, ISBN 3-922428-81-9, S. 143–161.</ref>), die bis heute erhalten ist und einen seltenen Einblick in den Alltag eines frühneuzeitlichen Adelshaushalts bietet.

Die Ordnung regelte das Leben von rund 40 Beschäftigten: Der Rentmeister, der für die Finanzverwaltung und die Güterverwaltung der Grafschaft zuständige Beamte, trug die Verantwortung für Hofhaltung, Küche, Keller, Ställe, Bauhaus, Pforte und Gesinde. Ihm wurde zudem aufgetragen, die Bediensteten zur Arbeit anzuleiten, und er war befugt, ihnen Strafen aufzuerlegen. In der Küche arbeiteten ein Mundkoch (der persönliche Koch für die gräfliche Tafel), ein Hauskoch, zwei Jungen und eine Küchenfrau. Magdalena regelte auch die Mahlzeiten der Hofhaltung. Für den geistlichen Alltag war der Hofprediger zuständig: Er sollte jeden Abend um vier Uhr aus dem Neuen Testament vorlesen und das Abendgebet sprechen; beim Morgenessen waren Morgengebet, Vaterunser, Zehn Gebote und Glaubensbekenntnis vorgesehen. Magdalena von Neuenahr-Alpen starb 1627 auf der Burg; ein nach ihrem Tod erstelltes Inventarverzeichnis zählte 46 Räume.<ref name="Hofordnung-Jahrbuch-2006" />

Graf Arnold Jobst zu Bentheim und Steinfurt heiratete Anna Amalia von Isenburg-Büdingen; da Burg Altena 1608 noch Witwensitz seiner Mutter war, verschrieb er seiner Frau ein anderes Wittum. Die Hofordnung von 1606 markierte den Höhepunkt der Nutzung von Burg Altena als repräsentativer Witwensitz. Dieses fragile Gleichgewicht aus herrschaftlicher Hofhaltung und lokaler Verwaltung wurde jedoch durch die einsetzenden militärischen Auseinandersetzungen des Dreißigjährigen Krieges beendet, die den wirtschaftlichen Wohlstand der Grafschaft und damit die Funktionsfähigkeit der Burg fundamental untergruben.

Dreißigjähriger Krieg und zunehmender Verfall

Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Burg 1632 von außerhalb der Stadt gelegenen Sandhügeln beschossen.<ref name="Berge">Wilhelm Berge: Die Geschichte der Stadt Schüttorf. 1935.</ref> Der Südflügel und der älteste Teil, der Palas, wurden dabei schwer beschädigt und verfielen in den nachfolgenden Jahrzehnten zusehends. Die übrigen Flügel blieben bewohnbar: Gertrud van Zelst, Frau von Graf Ernst Wilhelm, wurde „im Jahr 1660 vom Schloß Bentheim nacher Schüttorf (alwo sie dan auch den ältesten Sohn Ernst gebohren) vor ihrer Entbindung“ gebracht, im darauffolgenden Jahr kehrte sie zurück nach Bentheim.<ref name="Gegen-Manifest">Hoch-Gräflicher Bentheim-Bentheimischer mit kräftigen Zeugnißen bewehrter einfältiger Echo Auf das Injurioso-Calumnioses so genandtes Hoch-Gräfliches Bentheim-Steinfurtisches GegenManifest u. a. Andrea Luppio, Wesel, Duißburg und Frankfurt 1687, S. 21, 92 (online [abgerufen am 8. April 2012]).</ref> Im Successions-Vergleich bestimmt Graf Ernst Wilhelm zudem, „daß unsere Ehefrau und Kinder nach unserm Absterben das Schloß Schuttorff sampt den Schuttorffischen Rent-Amt […] eingeräumt werden sollen“.<ref name="Gegen-Manifest" />

Ein einschneidendes Ereignis war die Konversion Graf Ernst Wilhelms zum katholischen Glauben am 21. August 1668 auf Drängen von Christoph Bernhard von Galen.<ref name="Jahrbuch-2001">Gerhard Plasger: Die Bedeutung des Haager Vergleichs von 1701 für die Reformierte Kirche der Grafschaft Bentheim und die Stellung des Oberkirchenrats von 1613-1884. In: Jahrbuch des Heimatvereins der Grafschaft Bentheim 2001 (= Das Bentheimer Land. Band 151). Heimatverein der Grafschaft Bentheim, Bad Bentheim 2000, ISBN 3-922428-58-4, S. 49–51.</ref> Bereits 1669 konnte durch den Jesuiten Gerhard Wickede in der Kapelle im Palas der Burg Altena der katholische Gottesdienst eröffnet werden;<ref name="Geschichte Stift Münster">Karl Tücking (Hrsg.): Geschichte des Stifts Münster unter Christoph Bernard von Galen. Unter Benutzung vieler bisher ungedruckter, archivalischer Dokumente. Aschendorff’sche Buchhandlung, Münster 1865, S. 312 (online [abgerufen am 26. Juli 2012]).</ref> ab 1670 wurden diese außerhalb der Burg abgehalten.<ref name="Pfarreiengemeinschaft-Obergrafschaft.de">Mariä Verkündigung. In: Pfarreiengemeinschaft Obergrafschaft. Abgerufen am 17. April 2026.</ref><ref name="Germania-sacra">Das Bistum Münster:Die Diözese. In: Wilhelm Kohl, Max-Planck-Institut für Geschichte (Hrsg.): Germania sacra. Historisch-statistische Beschreibung der Kirche des Alten Reiches. Neue Folge Auflage. Band 37, Nr. 1. Walter de Gruyter, Berlin 1999, ISBN 3-11-016470-1, S. 428 (online [abgerufen am 8. April 2012]).</ref>

Rentmeister Henrich Nünning schrieb 1680, dass die Naturaleinnahmen in den Kornspeichern „auffm Hauße Altena vorhanden“ seien. Die Burg diente demnach auch als Lagerort für Naturalabgaben aus dem Stadtgebiet.<ref name="Voort-Jahrbuch-1971" /> Ein Bericht von 1698 schildert den desolaten Zustand der Anlage anschaulich: „Im Speisesaal ist keine eintzige thuer, so recht schlißet, auch ohne dem kein eintziges schloß daran.“ Kornböden waren löchrig und undicht, Fenster fehlten oder waren wegen fehlender Beschläge unbrauchbar – lediglich eine einzige Tür ließ sich noch abschließen. Kaiserliche Gesandte beauftragten daraufhin den Rentmeister Johann Joachim Sibin, die nötigsten Reparaturen binnen sechs Wochen durchzuführen. Dach und Böden wurden anschließend für mehr als 200 Reichstaler erneuert.<ref name="Voort-Jahrbuch-1971" />

Nachdem Graf Ernst Wilhelm 1693 verstorben war, einigte sich Anna Isabella von Limburg-Stirum mit dem Erben Graf Arnold Mauritz Wilhelm darauf, dass ihr Burg Altena als Wohnsitz verbleibe.<ref name="125-Jahre-Grafschaft" /><ref name="Voort-Jahrbuch-1971" /> Den Rentmeister der Anna Isabella von Limburg-Stirum bezichtigten die gräflichen Beamten, die Burg vorsätzlich beschädigt zu haben. Notar Ernst Ludwig Cramer ließ diese Einschätzung von drei Handwerkern prüfen, die eine ordnungsgemäße Wartung der Gebäude nicht bestätigen konnten. Der Diener der Grafenwitwe, Derck Fromme, habe „bier verkaufft, undt in specie auff den großen Sael daß Kegeln“ gestattet.<ref name="Voort-Jahrbuch-1971" /> Unterdessen verlegte die Gräfin Anna Isabella von Limburg-Stirum etwa um 1700 ihren Wohnsitz nach Köln. Nach ihr hat offenbar keine andere Grafenwitwe auf Burg Altena gewohnt.<ref name="Voort-Jahrbuch-1971" />

Katholische Nutzung und Verfall (1702–1890)

Datei:Gedenkstein-nuenning-kath-schule-schuettorf.jpeg
Gedenkstein an die Gebrüder Nünning

Der Haager Vergleich und die Einrichtung der Kapelle

Die rechtliche Grundlage für die weitere Nutzung der Burg schuf das Laudum Regium von 1701, der sogenannte Haager Vergleich. Dieses Dokument regelte die konfessionellen Verhältnisse in der Grafschaft Bentheim grundlegend: Es bestimmte im elften Abschnitt, dass die katholische Gemeinde in Schüttorf die von ihnen benutzte Klosterkirche den Protestanten zurückgeben musste, ebenso erlaubte es in Punkt 15 den Gottesdienst auf Burg Altena – eine Regelung, die der Gemeinde für mehr als anderthalb Jahrhunderte einen festen Kultusort sicherte. Ab 1702 fand der Gottesdienst im Nordflügel der Burg statt.<ref name="Jahrbuch-2001" />

Im selben Jahr erhielt Richter Jodocus Hermann Nünning das Recht, die Burg zu bewohnen.<ref name="Voort-Jahrbuch-1971" /> 1712 gründete er gemeinsam mit seinem Bruder Heinrich Ignaz Nünning eine katholische Schule in einem Gebäude der Vorburg, in der Pfarrer noch bis 1830 unterrichteten.<ref name="Voort-Jahrbuch-1971" /><ref name="700-Jahre-Stadtrechte-Schüttorf-Thiesmeyer-Schrader">Hermann Thiesmeyer und Gerhard Schrader: Aus der Geschichte der Schüttorfer Schulen. Aus der Geschichte der katholischen Schule. In: Stadt Schüttorf (Hrsg.): 700 Jahre Stadtrechte Schüttorf; 1295–1995; Beiträge zur Geschichte (= Das Bentheimer Land. Band 134). Stadt Schüttorf, Schüttorf 1995, ISBN 3-922428-39-8, S. 282–283.</ref> Ein bis heute erhaltener Gedenkstein erinnert an die Gründer mit der Inschrift: Deo Ter Optimo Bini Fratres Nünning Canonici Erigebant („Dem dreieinigen, besten Gott haben die Brüder Nünning, Kanoniker, die Schule erbaut“). Der Stein befindet sich heute im Anbau der ehemaligen katholischen Schule an der Süsterstraße in Schüttorf.<ref name="700-Jahre-Stadtrechte-Schüttorf-Thiesmeyer-Schrader" />

Fortschreitender Verfall im 18. Jahrhundert

Das 18. Jahrhundert war für die Burg Altena eine Zeit des schleichenden Verfalls. Obwohl Graf Hermann Friedrich 1719 in seinem Testament den ungestörten Fortbestand des katholischen Gottesdienstes auf Burg Altena anordnete, blieb die Burg dauerhaft unterfinanziert.<ref name="Voort-Jahrbuch-1971" /> Nach der Verpfändung der Grafschaft Bentheim an das Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg am 22. Mai 1752 musste die hannoversche Verwaltung für den Unterhalt aufkommen – tat dies jedoch nur notdürftig, da die anfallenden Kosten aus den ohnehin knappen Einnahmen der Rentämter bestritten werden mussten.<ref name="Voort-Jahrbuch-1971" /><ref name="Hecht-Jahrbuch-1971" />

Die Berichte aus dieser Zeit belegen übereinstimmend den desolaten Zustand der Anlage. Landdrost von Ompteda schrieb in einem Brief von 1754, dass er „die ziemlich verfallene Wohnung des jedemahligen Patris Missionarii auf der Burg zu Schüttorf dem Chatolischen Küster“ für zwei holländischen Reichstaler untervermietet hat. Nach dem Auszug des Küsters, im darauffolgenden Jahr, wurde die Wohnung an eine Witwe vermietet.<ref name="Voort-Jahrbuch-1971" />

1756 meldeten Landdrost von Ompteda und Regierungssekretär Cantzler der hannoverschen Regierung, der Palas bestehe nurmehr aus vier Wänden, dem Dach und einigen verfaulten Balken – eine Teilabtragung wurde daraufhin angeordnet.<ref name="Voort-Jahrbuch-1971" /> Gutachter G. J. Schrader bestätigte 1757 den desolaten Zustand und legte zwei Optionen vor: entweder den teilweisen Abbruch der Giebel oder eine grundlegende Dachsanierung mit abgesenktem Dachstuhl. Beide Varianten erwiesen sich als kostspielig. Eine endgültige Entscheidung wurde erneut vertagt.<ref name="Voort-Jahrbuch-1971" />

Auch die übrigen Gebäude des Nord- und Westflügels wurden in den folgenden Jahrzehnten nur sporadisch ausgebessert. Land-Baumeister Vick warnte 1765 eindringlich vor dem drohenden Einsturz des Palas und den Gefahren für die angrenzenden Gebäude, ohne dass umfassende Maßnahmen ergriffen wurden.<ref name="Voort-Jahrbuch-1971" /> Die Kapelle im Nordflügel wurde zunehmend baufällig. Pastor J. W. Bülte beantragte 1792 bei der Regierung einen würdigeren Gottesdienstraum – die Regierung lehnte ab, da keine die Gemeinde gefährdenden Schäden festzustellen seien.<ref name="Voort-Jahrbuch-1971" /> Während des Ersten Koalitionskrieges wurde um 1795 ein Teil des hannoverischen Feldhospitals in der Burg eingerichtet. Anschließend beherbergte sie braunschweigische Truppen.<ref name="Voort-Jahrbuch-1971" /> Friedrich Wilhelm Ferdinand von Raet zu Bögelskamp beschrieb die Anlage 1805 als einem Schutthaufen gleichgekommen, der seit der hannoverschen Interimsregierung sich selbst überlassen worden sei.<ref name="von-Raet">Friedrich Wilhelm Ferdinand von Raet zu Bögelskamp: Bentheim-Steinfurtische, Lagische, Oberysselsche und sonstige Beyträge zur Geschichte Westphalens, zugleich ein Versuch einer Provinzial-Geschichte der merkwürdigen Grafschaft Bentheim. Burgsteinfurt 1805, S. 214, 242 (online [abgerufen am 8. April 2012]).</ref>

Im Jahr 1798 richtete Johann Christian Weitzel aus Kusel in der Pfalz in einem Gebäude der Vorburg eine Baumwollspinnerei ein – eine der ersten ihrer Art in Schüttorf. Das Unternehmen scheiterte jedoch infolge der Kontinentalsperre (1806–1813), durch die die Zufuhr von Baumwolle aus England versiegt war.<ref>Hans-Dieter Schrader: Kleine Wirtschaftsgeschichte der Stadt Schüttorf. In: Heimatverein der Samtgemeinde Schüttorf. Abgerufen am 19. April 2026.</ref>

Datei:Burg Altena Schuettorf Laengs + Querschnitt kath Kirche1.png
Längs- und Querschnitt der katholischen Kirche auf Burg Altena (1848)
Datei:Burg Altena Schuettorf Grundriss + Querschnitt kath Schule1.png
Grundriss und Querschnitt der katholischen Schule und der Lehrerwohnung (1848)

Erneuerung der Kapelle und Ende der Burgnutzung

Im Jahr 1839 verlegte die katholische Gemeinde ihren Gottesdienst vorübergehend in ein Stallgebäude in der Innenstadt, da die Kapelle im Nordflügel baufällig geworden war.<ref name="Jahrbuch-2002">Axel Kreienbrink: Probleme konfessionellen Miteinanders - Der Friedhofsstreit in Schüttorf 1853. Zur Bedeutung von Pfarrarchiven für die Orts- und Regionalforschung. In: Jahrbuch des Heimatvereins der Grafschaft Bentheim 2002 (= Das Bentheimer Land. Band 155). Heimatverein der Grafschaft Bentheim, Bad Bentheim 2001, ISBN 3-922428-61-4, S. 62.</ref> Der Rentmeister W. D. Nordbeck bestätigte im selben Jahr, die Baufälligkeit des Nordflügels habe „bedrückend zugenommen“.<ref name="Voort-Jahrbuch-1971" />

Aufgrund eines jahrelangen Rechtsstreits über die Unterhaltung der Gemeinde ließ das katholische Konsistorium Osnabrück im November 1848 die Kultusgebäude durch den Baumeister Jos. Niehaus aus Haselünne prüfen. Erhalten haben sich drei Zeichnungen, ein Grundriss, ein Längs- und Querschnitt der katholischen Kapelle im Nordflügel sowie ein Grundriss mit Querschnitt der katholischen Schule und der Lehrerwohnung in der Vorburg.<ref name="1995-katholische-Gemeinde">Heinrich Voort: Zwischen Landesherrn und Standesherrn: Die katholische Gemeinde Schüttorf seit der Reformation. In: Stadt Schüttorf (Hrsg.): 700 Jahre Stadtrechte Schüttorf; 1295–1995; Beiträge zur Geschichte (= Das Bentheimer Land. Band 134). Stadt Schüttorf, Schüttorf 1995, ISBN 3-922428-39-8, S. 229–254.</ref> Niehaus befand die Kapelle wegen Baufälligkeit als nicht nutzbar; sie liege, wie fast der gesamte übrige Teil der Burg, in Ruinen.<ref name="1995-katholische-Gemeinde" /> Er schlug vor, die Decke abzutragen und eine über eine Treppe erreichbare Prieche einzusetzen, um ausreichend Platz für die rund 280 Katholiken der Gemeinde zu schaffen. Für die Schule in der Vorburg – mit knapp 15 Quadratmetern für 70 Kinder ohnehin zu klein – empfahl er einen Neubau. Sein Kostenvoranschlag belief sich auf 1.996 Taler für die Kirchenreparatur und 909 Taler für Schule und Lehrerwohnung. Die Domänenkammer zog einen eigenen Zimmermann hinzu, der einen günstigeren Vorschlag erarbeitete, der schrittweise ausgeführt wurde. Im Oktober 1853 wurde die erneuerte Kapelle wieder geweiht und der Gottesdienst wieder aufgenommen.<ref name="Jahrbuch-2002" />

Eine am 15. August 1859 ratifizierte Vereinbarung zwischen Fürst Alexis zu Bentheim und Steinfurt und dem Königreich Hannover regelte schließlich das Ende der Burgnutzung: Die von der katholischen Gemeinde genutzten Räumlichkeiten – Kapelle, Schule und Lehrerwohnung – mussten spätestens bis zum 1. Juli 1870 geräumt sein.<ref name="1995-katholische-Gemeinde" /><ref name="Hecht-Jahrbuch-1969">Helmut Hecht: 100 Jahre St. Marien - Schüttorf. Eine skizzenhafte Chronik. In: Jahrbuch des Heimatvereins der Grafschaft Bentheim 1969 (= Das Bentheimer Land. Band 65). Heimatverein der Grafschaft Bentheim, 1968, ISSN 0437-1909, ZDB-ID 970929-0, S. 32–36.</ref> Die katholische Schule zog 1868 in ein Gebäude neben der neu errichteten Kirche in der Rathausstraße in Schüttorf.<ref name="700-Jahre-Stadtrechte-Schüttorf-Thiesmeyer-Schrader" /><ref name="Pfarreiengemeinschaft-Obergrafschaft.de" /> Das Gebäude mit der Lehrerwohnung auf Burg Altena sowie die anderen Bauten der Vorburg wurden 1890 abgerissen. Bis 1891 war das Postamt in einem Flügel der Burg untergebracht.

Umbau, Wohnnutzung und Abriss (1903–1973)

Umbau und Wohnnutzung

Datei:Burg-Altena-Hotel-Lindemann-Stein-1903.png
Eine Aufnahme des Steins, der 1903 ins Hotel Lindemann einschlug

1903 erwarb der Fabrikant Herman ten Wolde den Burgkomplex von Fürst Alexis zu Bentheim und Steinfurt für 65 000 Mark.<ref name="Berge" /> Die Reste der Süd- und Ostflügel ließ ten Wolde Ende Februar 1903 von Mindener Pionieren sprengen. Dabei schlug ein 72 kg schwerer Stein in das naheliegende Hotel Lindemann ein. Der Schutt der Sprengungen soll als neue Packlage für die Herman-ten-Wolde-Straße in Schüttorf benutzt worden sein.<ref name="Rudolf Laing">Rudolf Laing: Schüttorf in alten Ansichten. 4. Auflage. Europäische Bibliothek, Zaltbommel 1980, ISBN 90-288-0179-0, S. 37, 45, 46.</ref><ref name="Berge" /> Den erhaltenen Nord- und Westflügel ließ ten Wolde zu Wohnungen umbauen.<ref name="Rudolf Laing" /><ref name="Erinnerungen nach 1945">Landkreis Grafschaft Bentheim – Volkshochschule und Museumskoordination (Hrsg.): Heute noch erzählt – morgen schon vergessen. Erinnerungen an Schüttorf nach 1945 (= Das Bentheimer Land. Band 164). Nordhorn 2004, ISBN 3-922428-70-3, S. 168.</ref>

Am Westflügel wurden zwei Erker mit Zwiebelhauben an den Ecken der Westfassade sowie ein Zwerchhaus mit Volutengiebel neben der Toreinfahrt angebracht. Der östliche Teil des Nordflügels wurde auf das Erdgeschoss reduziert und mit Zinnen sowie zwei runden Ecktürmen versehen.<ref name="700-Jahre-Stadtrechte-Schüttorf" /> Über dem Torbogen ließ ten Wolde ein Wappen mit der Inschrift „Fürstlich Bentheimische Burg Altona – Angekauft und erneuert von Herman ten Wolde 1903“ anbringen. Der Denkmalpfleger Arnold Nöldeke kritisierte den Umbau 1919 als Entstellung: Die Westfront sei „durch Putz und Anstrich sowie durch den Anbau von Erkern auf den Ecken entstellt“.<ref name="Nöldeke">Arnold Nöldeke: Die Kreise Lingen und die Grafschaft Bentheim. In: Provinzial-Kommission zur Erforschung und Erhaltung der Denkmäler in der Provinz Hannover (Hrsg.): Die Kunstdenkmäler der Provinz Hannover. Regierungsbezirk Osnabrück. Band IV, Nr. 4. Selbstverlag der Provinzialverwaltung, T. Schulzes Buchhandlung, Hannover 1919, S. 191, 203 f. (online [abgerufen am 8. April 2012]).</ref> Herman ten Wolde bewohnte selbst eine Wohnung im Westflügel bis zu seinem Tod Ende 1930.<ref name="Rudolf Laing" /><ref name="Erinnerungen nach 1945" />

Gleichzeitig mit dem Umbau der Burg ließ ten Wolde 1903 auf dem ehemaligen Vorplatz der Burg eine repräsentative Jugendstilvilla errichten. Diese war ein Hochzeitsgeschenk an seine Tochter Ida und ihren Ehemann Ludwig Schlikker. Die als Villa Schlikker bekannte, heute denkmalgeschützte Anlage steht in der Steinstraße 23 am Rand des früheren Burgareals. Nachdem 1890 bereits die Vorburg dem Neubau des Postamts gewichen war, wurde mit der Villa Schlikker auch der verbliebene Vorplatz überbaut.<ref>Villa Schlikker. In: Stadt & Samtgemeinde Schüttorf. Abgerufen am 18. April 2026.</ref>

Von 1904 bis zur Einstellung 1938 hatte im Nordflügel die Schüttorfer Zeitung ihre Verlagsräume. Der Torbogen der Schüttorfer Zeitung stand bis in die 1960er Jahre über dem Weg von der Steinstraße zum Westflügel der Burg Altena.<ref name="Erinnerungen nach 1945" /> Bis zum Abriss wohnten in der Burg Familien; zeitweise stand sie leer.

Abriss 1973

Der seit langem angekündigte Abriss der Burg begann am 8. Januar 1973;<ref name="GN-06.01.19732">Burg Altena verschwindet: Abbruch beginnt am Montag. Heimatverein dankbar: Altertümer werden geborgen. In: Grafschafter Nachrichten. 6. Januar 1973 (Seitenzahl nicht überliefert).</ref><ref name="GN-11.01.19732">RW: Altena ist bald verschwunden. In: Grafschafter Nachrichten. 11. Januar 1973 (Seitenzahl nicht überliefert).</ref> sie wurde als „Zeichen des Fortschritts“<ref name="125-Jahre-Grafschaft" /> für den Ausbau der damaligen Bundesstraße 65 (heute Landesstraße 39) abgetragen, deren neue Trasse durch das Burgareal geführt wurde. Der Heimatverein der Grafschaft Bentheim hatte das Straßenbauamt gebeten, beim Abbruch zutage tretende Altertümer zu bergen; das Straßenbauamt sicherte zu, etwaige Funde würden sachgerecht weitergegeben. Laut zeitgenössischer Berichterstattung sei oberirdisch kaum Wertvolles zu erwarten gewesen.<ref name="GN-06.01.19732" />

Die Arbeiten verliefen zügig und planmäßig; die Grafschafter Nachrichten berichteten am 11. Januar, die Burganlage werde in wenigen Tagen vollständig von der Bildfläche verschwunden sein. Das Foto in derselben Ausgabe zeigt den bereits weitgehend abgetragenen Nordflügel. Kulturhistorisch wertvolle Gegenstände wurden nach damaligem Kenntnisstand nicht geborgen.<ref name="GN-11.01.19732" /> Laut einem Rückblick der Grafschafter Nachrichten zum 50. Jahrestag des Abrisses sorgten das Projekt und der Abriss in der Schüttorfer Verwaltung für Diskussionen, besonders mit dem damaligen Heimatverein.<ref name=":0">Elisabeth Kemper: Wie vom Erdboden verschluckt: Die Schüttorfer Burg Altena. In: gn-online.de. 14. Oktober 2023, abgerufen am 18. April 2026.</ref>

Übersicht der Leibzucht-Verschreibungen

Die Burg Altena wurde den gräflich bentheimischen Witwen von 1416 bis 1723 als Leibzucht verschrieben.<ref name="Voort-Jahrbuch-1971" />

Gräfin Burg Altena als Leibzucht verschrieben Burg Altena besessen Bemerkung
Mechthild von Steinfurt 1416 † 1420
Gisberta von Bronkhorst 1435 1454–1459 verzichtet 1459
Anna von Egmond 1459 † 1462
Engelberta von Mecklenburg unbekannt
Margarethe von Wied-Runkel (1518) 1523 abgefunden 1528
Cordula von Holstein-Schaumburg 1529 vermutlich abgefunden
Anna von Tecklenburg-Schwerin 1553 1562–1582 † 1582
Magdalena von Neuenahr-Alpen 1591 1606–1627 † 1627
Gertrud von Zelst 1663 abgefunden
Anna Isabella von Limburg-Stirum 1678 1693–1723 † 1723

Baubeschreibung

Datei:Burg-Altena-Schuettorf-Lageplan.svg
Die gesamte Burganlage zum Ende des 16. Jahrhunderts:
  • Vorburg
  • Nordflügel
  • Westflügel
  • Ostflügel/Palas
  • Südflügel
  • Gartenanlage
  • Stadtmauer mit Stadttor
  • Vechte
  • Sonstige Anbauten
  • Die Burg Altena war eine mehrphasig gewachsene Anlage, deren bauliche Entwicklung sich in zwei klar unterscheidbare Epochen gliedert: den mittelalterlichen Kern des 14. Jahrhunderts und die Renaissanceerweiterung des 16. Jahrhunderts. In ihrer letzten vollständigen Gestalt bildete die Burganlage ein unregelmäßiges, annähernd rechteckiges Geviert. Die Gesamtanlage war in die Stadtbefestigung Schüttorfs integriert: Die Stadtmauer verlief entlang der Süd- und Ostseite der Burg und nutzte deren Mauerwerk als Teil der städtischen Befestigung.<ref name="Voort-Jahrbuch-1971" /><ref name="700-Jahre-Stadtrechte-Schüttorf" /> Diese bauliche Verschmelzung von Stadtburg und Stadtmauer war eine der architektonischen Besonderheiten der Anlage und unterschied sie von freistehenden Adelssitzen wie dem Haus Singraven oder der auf exponiertem Höhenrücken gelegenen Burg Bentheim. Der Palas im Südosten und der Südflügel – die älteren mittelalterlichen Teile – waren in der fotografisch dokumentierten Endphase bereits Ruinen; der intakte Nord- und Westflügel umschloss den Innenhof nach Norden und Westen. Wie sie die Planzeichnungen von 1848 und die Fotografien von Arnold Löhnberg kurz vor der Sprengung des Palas 1903 überliefern, war die Anlage zu jenem Zeitpunkt nur noch teilweise bewohnbar.<ref name="700-Jahre-Stadtrechte-Schüttorf" />

    Palas

    Der Palas – auch Hohe Burg genannt – war der älteste und zugleich markanteste Teil der Anlage. Er entstand vermutlich in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts und bildete als südöstlicher Eckpfeiler einen Bestandteil der zweiten Stadtbefestigung Schüttorfs.<ref name="700-Jahre-Stadtrechte-Schüttorf" /> Das Mauerwerk bestand aus Bentheimer Sandstein, einem für die Region typischen hellgrauen Quader-Sandstein, der auch beim Bau der Burg Bentheim und der Stadtmauer Schüttorfs Verwendung fand. Der Baukörper maß etwa 28 Meter in der Länge und 12,50 Meter in der Breite; bis zur Traufe betrug die Höhe 14,95 Meter, die Gesamthöhe einschließlich Giebel 23,85 Meter.<ref name="Voort-Jahrbuch-1971" /> Charakteristisch war der Treppengiebel mit sieben Stufen, dessen oberste Stufe leicht hochgezogen war. Das Dach war bis ins 18. Jahrhundert mit Holzschindeln gedeckt.<ref name="700-Jahre-Stadtrechte-Schüttorf" />

    Im Erdgeschoss befand sich ein großer Saal, der bis 1670 als Kapelle für den katholischen Gottesdienst genutzt wurde. Dietrich Maschmeyer vermutet aufgrund vermauerter Öffnungen und nachträglich eingesetzter Fenster größere Umbauten im 15. Jahrhundert; möglicherweise entstand dabei auch der Treppenturm.<ref name="700-Jahre-Stadtrechte-Schüttorf" /> Im südlichen Teil des Palas gab es wahrscheinlich ein Zwischengeschoss mit Zugang vom Treppenturm. Gesicherte Erkenntnisse zur genauen inneren Raumaufteilung fehlen, da der Palas früh verfiel und einer bauarchäologischen Untersuchung nicht mehr zugänglich war.

    Der im Dreißigjährigen Krieg erlittene Beschuss beschleunigte den Verfall des Palas erheblich. Noch im 18. Jahrhundert meldeten Landdrost von Ompteda und Regierungssekretär Cantzler der hannoverschen Regierung, der Palas bestehe nurmehr aus vier Wänden, dem Dach und einigen verfaulten Balken.<ref name="Voort-Jahrbuch-1971" /> Der Denkmalpfleger Hector Wilhelm Heinrich Mithoff beschrieb die Ruine 1879 als Überrest eines einst zweigeschossigen Schlossflügels, an dem sich nur noch Teile der Umfassungsmauern mit Kreuzpfostenfenstern spätgotischer Art und Resten einer Kaminanlage mit zierlichen Wandsäulchen römischer Ordnung erhalten hatten.<ref name="Mithoff">Hector Wilhelm Heinrich Mithoff: Fürstenthum Osnabrück, Niedergrafschaft Lingen, Grafschaft Bentheim und Herzogthum Arenberg-Meppen (= Kunstdenkmale und Alterthümer im Hannoverschen. Band 6). Helwig’sche Verlagsbuchhandlung, Hannover 1879, S. 158 (online [abgerufen am 8. April 2012]).</ref> Im Jahr 1903 ließ Herman ten Wolde die Ruine des Palas durch Mindener Pioniere sprengen.<ref name="700-Jahre-Stadtrechte-Schüttorf" />

    Südflügel

    Der Südflügel entstand vermutlich im 15. oder frühen 16. Jahrhundert, möglicherweise in Fachwerkbauweise, und war wie der Palas auf die Stadtmauer aufgesetzt. Er war vierstöckig und diente zusammen mit dem Palas als Herrenwohnung.<ref name="Berge" /> Über seine genaue Gestalt, seine Raumaufteilung und seine Bautechnik sind keine gesicherten Erkenntnisse überliefert, da er infolge der Kriegsschäden des Dreißigjährigen Krieges früh verfiel und in den folgenden Jahrzehnten weitgehend verschwand, ohne dass eine systematische Dokumentation erfolgt wäre. Im Dreißigjährigen Krieg wurde er zerstört; die letzten verbliebenen Mauerreste wurden 1903 gemeinsam mit den Ruinen des Palas gesprengt.

    Nordflügel

    Datei:Postkarte-Burg-Altena-1917.png
    Burg Altena auf einer Postkarte von Nordosten gesehen (1917)

    Der Nordflügel – auch Lange Burg genannt – wurde um 1565 unter Grafenwitwe Anna von Tecklenburg-Schwerin aus verputzten Bruchsteinen errichtet.<ref name="700-Jahre-Stadtrechte-Schüttorf" /> Er war zweistöckig und enthielt ursprünglich Gesinde- und Gästewohnungen; der östliche Teil diente als Küche.<ref name="Berge" /><ref name="700-Jahre-Stadtrechte-Schüttorf" /> Ein mittig auf dem First angebrachter Schornstein führte zu einem eingeschossigen Sandsteinanbau an der Nordseite, der vermutlich als Wäscherei genutzt wurde.<ref name="Nordseite">Nordseite der Burg Altena Schüttorf um 1900</ref><ref name="700-Jahre-Stadtrechte-Schüttorf" /> Die Giebelgestaltung zeigte Halbrosetten mit tiefer gestellten Viertelrosetten sowie Steinkugelbesatz an den Giebelspitzen – charakteristische Zierformen der Weserrenaissance,<ref name="700-Jahre-Stadtrechte-Schüttorf" /> die sich im norddeutschen Raum zwischen Reformationszeit und Dreißigjährigem Krieg entfaltete.

    Ab 1702 wurde der westliche Teil des Nordflügels zur Kapelle der katholischen Gemeinde umgebaut; der Sandsteinanbau diente fortan als Sakristei, das Obergeschoss als Lagerraum. Auf dem First wurde ein Dachreiter mit Kreuz angebracht, der bis zum Abriss 1973 erhalten blieb.<ref name="Voort-Jahrbuch-1971" /> In den folgenden Jahrzehnten verfiel der Nordflügel zunehmend und wurde nur notdürftig instand gehalten. Bei der Renovierung 1903 reduzierte Herman ten Wolde die östliche Hälfte des Flügels auf das Erdgeschoss und versah sie mit Zinnen sowie zwei runden Ecktürmen, die im Laufe der folgenden Jahrzehnte wieder verschwanden. Von 1904 bis zur Einstellung des Betriebs im Jahr 1938 befanden sich im Nordflügel die Verlagsräume der Schüttorfer Zeitung.<ref name="Erinnerungen nach 1945" /> 1973 wurde der Flügel gemeinsam mit dem Westflügel für den Straßenbau abgerissen.<ref name="Voort-Jahrbuch-1971" />

    Westflügel

    Datei:Burg Altena nach Sprengung-1903.png
    Der renovierte und umgebaute Westflügel (1903)

    Der Westflügel – auch Querburg genannt – entstand zeitgleich mit dem Nordflügel um 1565 unter Anna von Tecklenburg-Schwerin, ebenfalls aus verputzten Bruchsteinen.<ref name="700-Jahre-Stadtrechte-Schüttorf" /> Seine Südgiebelseite wurde unmittelbar auf die Stadtmauer aufgesetzt, was die enge bauliche Verzahnung von Burg und Stadtbefestigung verdeutlicht. Wie der Nordflügel zeigte auch der Westflügel dieselbe Giebelgestaltung mit Halbrosetten und Steinkugelbesatz.<ref name="700-Jahre-Stadtrechte-Schüttorf" /> Durch eine fast spitzbogige Durchfahrt in der Mitte des Westflügels gelangte man in den Innenhof. An der Ecke zwischen Nord- und Westflügel stand bis zum Abriss 1973 ein Türmchen mit Wendeltreppe. Ein kleines Gebäude in der nördlichen Verlängerung des Flügels wurde einige Jahrzehnte später aus Sandsteinquadern errichtet. Am südlichen Teil der Westseite stand möglicherweise ein zweigeschossiger Anbau; gesicherte Belege dafür fehlen jedoch.<ref name="700-Jahre-Stadtrechte-Schüttorf" /> Im 19. Jahrhundert wurde der Westflügel für Wohnungen genutzt.

    Im Jahr 1903 ließ Herman ten Wolde den Flügel grundlegend umbauen: An den Ecken der Westseite wurden zwei Erker mit Zwiebelhauben angebracht, neben der Toreinfahrt ein Zwerchhaus mit Volutengiebel aufgesetzt. Über dem Torbogen ließ ten Wolde ein Wappen mit der Inschrift „Fürstlich Bentheimische Burg Altona – Angekauft und erneuert von Herman ten Wolde 1903“ anbringen. Das nördlich angebaute kleine Gebäude wurde abgerissen; zudem wurden neue Fenster in die Süd- und Nordgiebelseite eingesetzt, teilweise in die historische Stadtmauer.<ref name="700-Jahre-Stadtrechte-Schüttorf" /> Der Denkmalpfleger Arnold Nöldeke kritisierte den Umbau 1919 als Entstellung: Die Westfront sei „durch Putz und Anstrich sowie durch den Anbau von Erkern auf den Ecken entstellt.“<ref name="Nöldeke" /> Beim Umbau oder kurz danach entstand an der südlichen Ostseite ein zweigeschossiger Wintergarten. Herman ten Wolde selbst bewohnte eine Wohnung im Westflügel bis zu seinem Tod Ende 1930.<ref name="Rudolf Laing" /> Im Jahr 1973 wurde der Westflügel gemeinsam mit dem Nordflügel abgerissen.

    Vorburg

    Die Vorburg lag westlich der Hauptanlage und entstand im 17. und 18. Jahrhundert. Einem Bericht von 1698 zufolge umfasste sie Pferdestall, Torhaus, Torf- und Holzhaus, Hühner- und Schweinehaus, Bauhaus sowie ein Wagenhaus.<ref name="Voort-Jahrbuch-1971" /> Im Jahr 1712 richteten die Gebrüder Nünning im südlichen Teil der Vorburg eine katholische Schule sowie eine Lehrerwohnung ein. Heinrich Wilhelm Hector Mithoff beschrieb 1879 einen gotischen, von zwei Wappen flankierten Torbogen, der den Weg zur Burg überspannte.<ref name="Mithoff" /> Die Wappen dieses Torbogens sind bis heute erhalten und befinden sich in der Katharinenkirche in Bad Bentheim. Der gesamte Gebäudekomplex der Vorburg wurde 1890 abgerissen, um Platz für ein Postamt zu schaffen.

    Garten

    Der Burggarten lag nördlich des Burgkomplexes und wurde 1565 von Anna von Tecklenburg-Schwerin angelegt, nachdem sie das entsprechende Gelände – das sogenannte „Unland“ – mit dem Süsternkloster getauscht hatte. Die Anlage wurde symmetrisch in vier mal zwei Felder, mit dazwischenlaufenden Wegen, eingeteilt und von einer innen mit Hecke versehenen Mauer umgeben. Ein Rentamtsregister von 1795 nennt einen Fischweiher mit Verbindung zur Vechte sowie 42 Bäume, darunter 36 Obstbäume; in der nordöstlichen Ecke stand demnach eine kleine Laube.<ref name="Voort-Jahrbuch-1971" />

    Grundriss der Burg Altena, vermutlich zweite Hälfte des 16. Jahrhunderts. Links: Nordflügel (Lange Burg) mit Gartenanlage; oben: Palas (Ostflügel/Hohe Burg) als südöstlicher Eckpfeiler der Stadtmauer; rechts: Südflügel; unten: Westflügel (Querburg) mit Tordurchfahrt und Vorburg. Die Stadtmauer verläuft entlang der Süd- und Ostseite der Anlage.

    Kunsthistorische Einordnung

    Die Burg Altena vereinte in ihrer letzten vollständigen Form zwei Bauepochen, die sich in Material, Konstruktion und Formensprache deutlich voneinander unterschieden: den spätmittelalterlichen Sandsteinpalas des 14. Jahrhunderts und die um 1565 ergänzten Flügel der Weserrenaissance. Dieser Stilmix war für Stadtburgen im niedersächsisch-westfälischen Raum des 16. Jahrhunderts verbreitet; seinen besonderen architekturhistorischen Charakter erhält die Anlage – trotz des Abrisses 1973 – durch die vergleichsweise dichte bildliche und schriftliche Überlieferung beider Bauphasen.

    Der Palas folgte mit seinem Treppengiebel und dem aufwendig gegliederten Sandsteinmauerwerk einer rheinisch beeinflussten Bautradition des 14. Jahrhunderts.<ref name="700-Jahre-Stadtrechte-Schüttorf" /> Die um 1565 unter Anna von Tecklenburg-Schwerin errichteten Nord- und Westflügel hingegen zeigen typische Merkmale der Weserrenaissance: Halbrosetten mit tiefer gestellten Viertelrosetten sowie Steinkugelbesatz an den Giebelspitzen sind charakteristische Zierelemente dieses Stils, der sich im norddeutschen Raum zwischen Reformationszeit und Dreißigjährigem Krieg entfaltete.<ref name="700-Jahre-Stadtrechte-Schüttorf" />

    Das Nebeneinander von gotisch geprägtem Sandsteinpalas und renaissancezeitlichem Bruchsteinbau spiegelt den bauhistorischen Normalfall einer über Jahrhunderte gewachsenen Anlage, bei der neue Flügel dem Zeitgeschmack folgten, ohne den älteren Bestand zu ersetzen. Die architektonische Spannung zwischen beiden Bauphasen war zugleich eine soziale: Der gotische Palas verkörperte die ältere Herrschaftstradition der Grafen von Bentheim, die Renaissanceflügel den Gestaltungsanspruch der Grafenwitwen, die die Burg über drei Jahrhunderte bewohnten und prägten.

    Der Denkmalpfleger Arnold Nöldeke bezeichnete die Anlage 1919 als schützenswert, kritisierte jedoch den Umbau von 1903 als Entstellung der historischen Substanz.<ref name="Nöldeke" /> Der Historiker Peter Veddeler hebt die besondere Bedeutung der Burg Altena hervor und bezeichnet den bis 1973 erhaltenen Baubestand explizit als einen der wenigen Renaissancebauten in der Grafschaft Bentheim.<ref name="125-Jahre-Grafschaft" /> Eine systematische Einordnung der Burg in den weiteren Kontext der Weserrenaissance-Architektur des Emslandes und der Grafschaft Bentheim ist in der Forschung bislang nicht geleistet worden – dies liegt vor allem daran, dass die Anlage 1973 abgerissen wurde und damit einer vergleichenden Bauaufnahme nicht mehr zugänglich ist.

    Einordnung in die Herrschaftsarchitektur der Grafschaft Bentheim

    Die Burg Altena lässt sich innerhalb der Herrschaftsarchitektur der Grafschaft Bentheim klar verorten, wenn man sie ihren beiden wichtigsten Vergleichsbauten gegenüberstellt: der Burg Bentheim als Hauptsitz des Grafenhauses und dem Haus Singraven nahe Denekamp als alternativem Besitztum der Grafen. Die Burg Bentheim, erstmals 1116 urkundlich erwähnt, ist eine frühmittelalterliche Höhenburg auf dem Bentheimer Höhenrücken und gilt als bedeutendste erhaltene Burganlage der Grafschaft Bentheim.<ref>Stefan Eismann: Bentheim in der wissenschaftlichen Datenbank „EBIDAT“ des Europäischen BurgeninstitutsVorlage:Abrufdatum</ref> Als repräsentativer Hauptsitz des Grafenhauses war sie der Burg Altena in Status und Ausstattung übergeordnet. Während die Burg Bentheim in exponierter Höhenlage die klassische Funktion einer Residenzburg erfüllte, war die Burg Altena als Stadtburg in die Befestigungsanlage der Stadt Schüttorf integriert – eine bauliche Besonderheit, die zugleich Stärke und Schwäche der Anlage war: Sie bot städtischen Schutz, unterlag aber den Interessen und dem Druck der Stadtbevölkerung. Auch die Burg Bentheim diente zeitweise als Witwensitz: Bereits 1150 nutzte sie Gertrud von Northeim nach dem Tod ihres Mannes als Wohnsitz. Die spätere institutionalisierte Nutzung der Burg Altena als Witwensitz ab dem 15. Jahrhundert war damit kein Einzelfall im Bentheimer Herrschaftsgefüge, sondern Teil einer etablierten Praxis, Grafenwitwen gesonderte Wohnsitze zuzuweisen.

    Das Haus Singraven nahe Denekamp in der heutigen niederländischen Provinz Overijssel war ein weiteres Besitztum der Grafen von Bentheim. Es stand mit der Geschichte der Burg Altena in direktem Zusammenhang: Graf Arnold II. verschrieb seiner Frau Magdalena von Neuenahr-Alpen zunächst das Haus Singraven als Wittum, da Burg Altena noch von Anna von Tecklenburg-Schwerin bewohnt wurde; erst nach deren Tod 1582 übernahm er Altena zurück. In seinem Testament von 1591 vermachte er seiner Frau schließlich die Burg Altena anstelle des Hauses Singraven.<ref name="Voort-Jahrbuch-1971" />

    Im Vergleich dieser drei Anlagen zeigt sich die spezifische Stellung der Burg Altena: Sie war weder repräsentativer Hauptsitz wie die Burg Bentheim noch ländlicher Gutshof wie Singraven, sondern ein urban eingebetteter Herrschaftssitz mit ausgeprägter Witwensitz-Tradition.

    Bedeutung und Nachwirkung

    Die Burg Altena galt als eines der bedeutendsten mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Baudenkmäler der Grafschaft Bentheim. Dietrich Maschmeyer hielt fest, dass der Abriss für viele Schüttorfer zunächst das Verschwinden eines vermeintlichen Schandflecks bedeutete; tatsächlich aber sei „nicht nur eines der wichtigsten materiellen Zeugnisse örtlicher Geschichte“ beseitigt worden, „sondern auch ein durchaus noch gut erhaltenes Baudenkmal, dessen Stellung und Bedeutung nun leider nur noch aus verbliebenen Dokumenten herausgearbeitet werden kann“. Er bezeichnete seinen grundlegenden Beitrag von 1995 programmatisch als „Nachruf auf ein Baudenkmal aus Mittelalter und Renaissance von überregionaler Bedeutung“ – eine Formulierung, die das Gewicht des Verlustes verdeutlicht.<ref name="700-Jahre-Stadtrechte-Schüttorf" /> Der Abriss steht exemplarisch für den Umgang mit historischer Bausubstanz in der Nachkriegszeit, als verkehrsplanerische Interessen dem Denkmalschutz regelmäßig vorgingen.<ref name=":1">Ernst-Rainer Hönes: Das Europäische Denkmalschutzjahr 1975 und seine Auswirkungen auf den städtebaulichen Denkmalschutz in Deutschland. In: ICOMOS Hefte des Deutschen Nationalkomitees. (uni-heidelberg.de [abgerufen am 24. April 2026]).</ref>

    Der Abriss der Burg Altena war kein Einzelfall: Bundesweit wurden in den 1960er und 1970er Jahren zahlreiche historische Bauwerke zugunsten von Straßen- und Stadtumbauprojekten beseitigt, da es vielerorts an gesetzlichen Schutzinstrumenten fehlte. In Niedersachsen entstand erst mit dem am 1. April 1979 in Kraft getretenen Denkmalschutzgesetz eine verbindliche Rechtsgrundlage für den Erhalt historischer Bausubstanz.<ref name=":1" /><ref>DSchG,NI - Denkmalschutzgesetz. In: Niedersächsisches Vorschrifteninformationssystem (NI-VORIS). Abgerufen am 24. April 2026.</ref> Im Fall der Burg Altena hatte die zuständige Denkmalbehörde keinen wirksamen Einfluss auf die kommunale Planungsentscheidung; der Abriss wurde trotz der öffentlich bekannten kunsthistorischen Bedeutung des Gebäudes vollzogen.

    Datei:Schuettorf Castle Altena Square Today.jpg
    Die Plastik zurück-gerichtet des Künstlers Werner Ratering (2004)

    Das Andenken an die Burg wird in Schüttorf bis heute gepflegt. Seit dem 27. August 1988 steht auf dem Burg-Altena-Platz die Plastik zurück-gerichtet des Künstlers Werner Ratering, die an das mittelalterliche Asylrecht der Burg erinnert. Die zweiteilige Bronzeskulptur ist auf einem Sockel montiert, der Mauerfragmenten der Burg nachempfunden ist, wie sie auf einer Fotografie von 1903 überliefert sind. Der Titel bezieht sich auf die rückwärts gerichtete Hinwendung des Schutzsuchenden zum Schutzgebenden und nimmt damit den humanitären Grundgedanken des Asylrechts auf.<ref>"Zurück-gerichtet". In: Stadt & Samtgemeinde Schüttorf. 28. April 2021, abgerufen am 18. April 2026.</ref> Die Plastik steht etwa 50 Meter von der ehemaligen Burg entfernt.<ref name="Die Obergrafschaft">Grafschafter Nachrichten GmbH & Co. KG (Hrsg.): Die Obergrafschaft. fotografiert von Rudolf Bulla (1968–1988) und Alfred Beernink (Gildehaus, 1950–1970). 1. Auflage. November 2002, Stadtfeste, Theater und ein Open Air Festival: Schüttorfer Ansichten, S. 194.</ref>

    Zum Stadtjubiläum 1995 (700 Jahre Stadtrechte) entstand ein Rekonstruktionsmodell der Burg im Maßstab 1:100, gebaut nach Zeichnungen Dietrich Maschmeyers. Es ist im Verwaltungsgebäude der Stadt Schüttorf ausgestellt. Es zeigt die Anlage in ihrer vollständig ausgebauten Form mit Palas, Süd-, Nord- und Westflügel zu Beginn des 17. Jahrhunderts.<ref name="Infotafel-2023">Heimatverein der Samtgemeinde Schüttorf (Hrsg.): Burg Altena / Kasteel Altena. Informationstafel am Burg-Altena-Platz. Schüttorf 2023.</ref>

    Im Jahr 2023 – zum 50. Jahrestag des Abrisses – stellte der Heimatverein der Samtgemeinde Schüttorf eine zweisprachige Informationstafel (Deutsch und Niederländisch) mit historischen Abbildungen und Kartenausschnitten auf dem Burg-Altena-Platz auf.<ref>Neue Tafel gibt Informationen zur Burg Altena. In: NordNews. Dezember 2023, abgerufen am 1. Januar 2024.</ref>

    Rezeption und bildliche Überlieferung

    Die Burg Altena wurde trotz ihres fortschreitenden Verfalls im 19. Jahrhundert mehrfach künstlerisch dokumentiert. Diese Darstellungen sind heute die wichtigsten visuellen Quellen zur Gestalt der Ruine und zur Ansicht der Gesamtanlage, da fotografische Aufnahmen erst vom frühen 20. Jahrhundert an überliefert sind.

    Datei:Albertus Brondgeest Vorburg Burg Altena Schuettorf 1830.png
    Die Vorburg der Burg Altena von Westen, gemalt von Albertus Brondgeest um 1830.
    Datei:Innenhof Burg Altena Schuettorf 1830 Albertus Brondgeest 1.jpg
    Der Innenhof und die Toreinfahrt der Burg Altena, gemalt von Albertus Brondgeest um 1830.

    Zeichnungen und Gemälde (19. Jahrhundert)

    Um 1830 hielt der niederländische Maler Albertus Brondgeest die Vorburg der Burg Altena in einem Gemälde fest, das die Anlage aus westlicher Perspektive zeigt. Es handelt sich um eines der frühesten erhaltenen bildlichen Zeugnisse der Burg und dokumentiert den Zustand der Vorburg wenige Jahrzehnte vor ihrem Abriss 1890. Ein zweites Gemälde desselben Künstlers zeigt den Innenhof der Anlage in Richtung Westen: Zu sehen sind die spitzbogige Tordurchfahrt im Westflügel und das Türmchen in der Nordwestecke. Beide Werke zusammen bilden die früheste zusammenhängende bildliche Dokumentation der Burg und sind damit von besonderem quellenkundlichem Wert. Im Jahr 2013 schenkten Nachfahren Brondgeests der Stadt Schüttorf beide Gemälde; sie befinden sich seither im Rathaus Schüttorf.<ref name=":0" />

    Datei:Burg Altena Schüttorf Gerrit Lamberts.jpg
    Die Palasruine der Burg Altena von der Vechte aus gesehen, gezeichnet von Gerrit Lamberts im 19. Jahrhundert. Das Werk befindet sich heute in der Sammlung des Rijksmuseums in Amsterdam.

    Der niederländische Zeichner Gerrit Lamberts schuf im 19. Jahrhundert eine Ansicht der Palasruine von der Vechte aus gesehen; das Werk befindet sich heute in der Sammlung des Rijksmuseums in Amsterdam.<ref>Ruïne van Burg Altena te Schüttorf, graafschap Bentheim. In: Rijksmuseum Amsterdam. Abgerufen am 1. Januar 2025.</ref> Die Darstellung zeigt die charakteristische Silhouette des verfallenen Palas mit seinem Treppengiebel und belegt das zeitgenössische Interesse niederländischer Künstler an der Burgruine jenseits der Grenze.

    Datei:Burg-Altena-Schuettorf-Stahlstich-Foltz-1850.png
    Stahlstich von Friedrich Foltz nach einer Zeichnung von Ludwig Rohbock, erschienen um 1850 im Verlag G. G. Lange in Darmstadt. Die Darstellung zeigt die Stadt Schüttorf mit der Palasruine im Hintergrund. Im Vordergrund sind Personen und Tiere dargestellt.

    Das heute bekannteste bildliche Überlieferungszeugnis schuf der Zeichner Ludwig Rohbock um 1850: Nach seiner Vorlage stach Friedrich Foltz einen Stahlstich, der die Stadt Schüttorf mit den Ruinen der Burg Altena im Hintergrund zeigt und im Verlag G. G. Lange in Darmstadt erschien. Das Blatt folgt der für Rohbock typischen Veduten-Tradition: Im Vordergrund sind Personen und Tiere dargestellt, während die Burgsilhouette in das Stadtpanorama eingebunden ist.<ref>Schüttorf mit den Ruinen der Burg Altena. In: Deutsche Digitale Bibliothek / Niedersächsisches Landesarchiv. Abgerufen am 1. Januar 2025.</ref> Der Stich erschien im Kontext der damals populären topographischen Ansichtenwerke und zeigt, dass die Burgruine Schüttorf überregional als pittoreskes Bildmotiv wahrgenommen wurde.

    Fotografische Dokumentation 1903

    Die einzige systematische fotografische Dokumentation der Anlage entstand unmittelbar vor und nach der Sprengung der Ruinen im Jahr 1903. Die Aufnahmen des Fotografen Arnold Löhnberg zeigen den Nordflügel, die Palasruine von Süden und Osten sowie den Westflügel im Originalzustand. Sie bilden die wichtigste Primärquelle für die Rekonstruktion des Erscheinungsbildes der Burg um 1900 und wurden von Dietrich Maschmeyer in seinem Werk von 1995 ausgewertet.<ref name="700-Jahre-Stadtrechte-Schüttorf" />

    Literatur

    • Heinrich Voort: Zur Geschichte der Burg Altena in Schüttorf. In: Jahrbuch des Heimatvereins der Grafschaft Bentheim 1971 (= Das Bentheimer Land. Band 72). Heimatverein der Grafschaft Bentheim, 1970, ISSN 0437-1909, ZDB-ID 970929-0, S. 143–161.
    • Helmut Hecht: Burg Altona – eine alte Gerichtsstätte in der Obergrafschaft. In: Jahrbuch des Heimatvereins der Grafschaft Bentheim 1971 (= Das Bentheimer Land. Band 72). Heimatverein der Grafschaft Bentheim, 1970, ISSN 0437-1909, ZDB-ID 970929-0, S. 163–173.
    • Dietrich Maschmeyer: Steingewordene Geschichte: Das gebaute Schüttorf, Teil 2: Die Burg Altena in Schüttorf: Nachruf auf ein Baudenkmal aus Mittelalter und Renaissance von überregionaler Bedeutung. In: Stadt Schüttorf (Hrsg.): 700 Jahre Stadtrechte Schüttorf; 1295–1995; Beiträge zur Geschichte (= Das Bentheimer Land. Band 134). Stadt Schüttorf, Schüttorf 1995, ISBN 3-922428-39-8, S. 100–120.
    • Landkreis Grafschaft Bentheim – Volkshochschule und Museumskoordination (Hrsg.): Heute noch erzählt – morgen schon vergessen. Erinnerungen an Schüttorf nach 1945. 1. Auflage. Das Bentheimer Land, Nr. 164. Nordhorn 2004, ISBN 3-922428-70-3, S. 168–173.
    • Heinrich Voort: „Damit ein jeder wissen möge, wessen er sich zu verhalten“. Die Hofordnung der Gräfinwitwe Magdalena zu Bentheim für Haus Altena in Schüttorf. In: Jahrbuch des Heimatvereins der Grafschaft Bentheim 2006 (= Das Bentheimer Land. Band 175). Heimatverein der Grafschaft Bentheim, Bad Bentheim 2005, ISBN 3-922428-81-9, S. 143–161.
    • Ernst Andreas Friedrich: Die einstige Burg Altena in Schüttorf. in: Wenn Steine reden könnten. Band IV, Landbuch-Verlag, Hannover 1998, ISBN 3-7842-0558-5, S. 46–48.

    Weblinks

    Datei:Gnome-emblem-photos.svg Dateien: Burg Altena (Schüttorf) – lokale Sammlung von Bildern und Mediendateien

    Einzelnachweise

    <references responsive />

    Vorlage:Hinweisbaustein